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Allgemeines

Abendstille von Immersang ist Waffenmeister und Kommandantin der Wachen des Haus D´Lanaar. Das kleine Landadelshaus von Immersang residierte bis zum Aufmarsch der Geissel in Goldnebel. Trotz der drohenden Gefahr weigerten sich die Immersangs aus Goldnebel zu fliehen, sondern schlossen sich den Milizen an. Es wird vermutet, dass sie alle ums Leben kamen, als die Geissel Goldnebel überrollte. Abendstille brach die Ausbildung zur Magierin bereits früh ab und wurde von den Weltenwanderern zur Waldläuferin ausgebildet. Sie diente im Geisselkrieg als Späherin bei der Verteidigung Silbermonds. Entmutigt, dass niemand wirklich den Schneid hatte die Legionsschergen direkt zu stellen, bot sie ihre Diensten letzten aufrechten Adligen an: der Eisernen. Sie ist der eisernen treu ergeben und befolgt jeden ihrer Befehle präzise.



Entstehung des Names

Der warme Sommertag näherte sich langsam seinem Ende. Die langen orangefarbenen Strahlen der Sonne küssten das Blätterdach des Immersangwaldes. Ein nach Waldblumen duftender lauer Wind spielte in den Zweigen und Ästen die Melodie des Sommers. Zwei Nachtigallen begleiteten ihn mit ihrem Gesang und versuchten sich gegenseitig mit der Schönheit ihrer Stimmen zu übertreffen. Der Wind streifte das weiße goldverzierte Marmorgeländer des Balkons vor dem Schlafgemach von Lord und Lady Immersang. Angelockt von den aufgeregten Stimmen im inneren, huschte er durch die grosse weite Balkontür und grüsste die Anwesenden spielerisch mit den leichten durchsichtigen Seidenvorhängen.

„Pressen, MyLady! Pressen!“, feuerte die betagte Hebamme die Elfin vor sich an. Lady Immersang’s Gesicht war puterrot und zu einer Grimasse der Anstrengung und des Schmerzes verzogen. Mit einem gellenden Schrei krallte sie sich mit ihrer linken Hand noch tiefer in die Matraze des üppigen Himmelbettes. Das sonst so weisse Laken war bereits leicht von Blut getränkt. Ihre rechte Hand drückte sie jedoch zu. Lord Immersang hielt wie bei den beiden Geburten zuvor ihre rechte Hand am Kopfende des Bettes. Er war bei jeder Geburt bisher dabei gewesen, egal welche Pflichten er dafür verschieben musste. Sein Antlitz spiegelte die grosse Sorge, um seine Frau und das ungeborene Kind wieder. Seit über einer Stunde hielt er nun ihre Hand. Seine Frau drückte immer wieder seine Hand, wenn eine Wehe sie durchführ oder sie mit aller Kraft presste. Es war so als könne er über den Druck Schmerz und Anstrengung seiner geliebten Frau spüren. Und er fühlte, wie langsam die Kräfte der Lady schwanden.
„Halt durch liebes.... halte durch!“, versuchte er ihr beizustehen und Mut zu machen, obgleich er sich selbst hilflos und machtlos fühlte. Er tupfte den Schweiss von der Stirn der Elfin und hoffte das bald alles überstanden sein würde.
Als die beiden Jungen geboren wurden, war er ebenso besorgt gewesen. Egal wie viele Geburten noch kämen, er konnte sich nicht an das Gefühl der Ohnmacht gewöhnen.

„Das Köpfchen! Es kommt! Mylady... pressen! Es kommt!“, rief die Hebamme freudig. Lady Immersang mobilisierte alle Ihre Kräfte. Ihr Baby brauchte sie jetzt. Schreiend liess sie ihre Reserven in ihr Becken fliessen. Sie vergass für einen Augenblick das Atmen. Für einen Augenblick wurde ihr schwarz vor Augen, als sie plötzlich das wundervollste Geräusch ihres Lebens vernahm. Die Hebamme hielt in ihren Händen ein kleines schrumpliges verschmiertes Etwas. Laut schreiend verkündete dieses Etwas nun der Welt seine Ankunft. Lord Immersang küsste seine Frau glücklich und nahm das Kind entgegen.
„Was ist es?“, hauchte seine Frau atemlos.
„Ein Mädchen... wie du es prophezeit hast... Ein wundervolles Mädchen!“
Die Hebamme liess Nabelschnur und Nachgeburt unauffällig verschwinden und nickte beiden zu. „Es ist alles dran... Ihr Schreien ist stark. Das ist gut!“

„Wie soll sie heissen, meine Liebe?“ Lord Immersang gab seiner Frau das kleine Mädchen in den Arm. Das Mädchen beruhigte schnell als es seine Mutter wahrnahm. Der Wind bliess die Vorhänge beiseite, und die Abendsonne schien in das Gemach. Die Lady sah nach draussen. Es war ein wundervoller idyllischer Sommerabend. Vielleicht lag es an dem unglaublichen Gefühl des Glückes, das sie verspürte, aber für sie hatte der abendliche Immersangwald noch nie so schön ausgesehen.
„Abendstille.“, hauchte sie ihrem Mann zu. „Nennen wir sie Abendstille.“ Für Lord Immersang gab es nun kein Halten mehr. Tränen der Freude rannen über seine Wangen und den kurzen roten Vollbart. „Abendstille von Immersang“, murmelte er. Jetzt endlich konnte er es richtig begreifen. Ein Stein fiel von seinem Herzen und die Begeisterung übermannte ihn. Euphorisch stürmte er auf den Balkon und rief so laut er konnte: „Es ist ein Mädchen! Goldnebel, hör her: Wir haben ein Mädchen!“

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