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Qsicon Exzellent.svg Dieser Artikel wurde am 15. Januar 2013 als Spotlight der Woche vorgestellt.

Allgemeine Beschreibung

Äußeres

Anthrazides ist etwas kleiner (175 cm), wohl genährt, hat eine große Nase, buschige Augenbrauen, einen gepflegten Schnauzbart der sich kunstvoll nach innen rollt sowie glattes, nach hinten gekämmtes, schulterlanges, schwarzes Haar. Sein polterndes Lachen war früher oft über dem Gerede der Leute auf dem Marktplatz in Sturmwind hinaus zu hören. Er grinst gerne und viel und offenbart dabei eine Reihe von goldenen Zähnen. Er kleidet sich gern über dem bürgerlichen Standard und hat eine Nase für guten Wein, Mode, Parfüm und Damen. Er schätzt Wohlstand und tut alles für dessen Erhalt. Sicherheit und Ordnung liegen ihm sehr am Herzen. 

Charakterzüge

Anthrazides ist cholerisch, spießig, neurotisch, dekadent und hat eine leichte sadomasochistische Ader. Er kann der größte Kotzbrocken sein, dem man begegnet - andererseits ist er humorvoll, spendabel und großzügig und ein guter Trink- und Gesprächspartner. Seine Laune ist davon abhängig, wie die Geschäfte laufen, wie die letzte Nacht war und wie vielen Nachtelfen er bereits über den Weg gelaufen ist. Seine Neigungen für Tabak, Alkohol und andere Substanzen haben in den letzten Jahren krankhafte Züge angenommen. Seine Sucht wirkt sich stark schädigend auf seine (Selbst-)Wahrnehmung aus. Er gilt als Künstler, Forscher und Lebemann und hat sich als enfant terrible der Sturmwinder High Society unbeliebt gemacht. Andererseits scheint es, er sei sich seiner Maßlosigkeit bewusst und sucht zur Besserung regelmässig die Kathedrale auf, um seine Sünden und Vergehen zu beichten.

Fremdlinge - insbesondere Nachtelfen - sind ihm mehr als suspekt. Er sieht sie als Bedrohung der Ordnung in Sturmwind und als die Ursache vieler Übel. Auch Hexenmeister, die sich öffentlich zu Ihrer Kunst bekennen, sind ihm ein Dorn im Auge. Anthrazides sieht die Parallelen zwischen seiner Zunft und die der Hexenmeister und fürchtete die Repressalien der Heiligen Inquisition, als diese vor einigen Jahren eine noch ernstzunehmende Macht in Sturmwind war. Die Nethermagie oder "schwarze Kunst", wie er selbst seine Wissenschaft nennt, ist ein gefährliches, uraltes und geheimes Wissen, das weder geteilt noch offen praktiziert werden sollte. Wurde er beim Wirken von Netherkräften ertappt, so sprach er selbst stets von nichts anderem als einfachen Zaubertricks.

Würde man Anthrazides und seine gelegentlichen Hasstiraden den Nachtelfen gegenüber tatschlich ernst nehmen, müsste bereits ein hohes Preisgeld auf seinen Kopf ausgesetzt sein, das sich sicherlich eine(r) der vielen Kaldorei-Assasinen eingefordert hätte. Dass das beleibte, stadtbekannte Großmaul noch immer am Leben ist, liegt wohl daran, das Veröffentlichungen, wie zum Beispiel sein "Essay über die Kaldorei", eher Produkte unzähliger, Absinth getränkter Nächte sind.

Geschichte

Anthrazides' Vorgeschichte ist nicht näher bekannt. Sein Interesse am Dämmerwald, insbesondere Dunkelhain und die Nähe, die er zum Grafen Rotherick von Darkshire suchte, mag nahelegen, dass er eventuell in Grand Hamlet aufwuchs und nach der Zerstörung der Ortschaft als junger Bursche unter den vielen Flüchtlingen des Südlichen Elwynn während des Ersten Krieges nach Sturmwind kam, in Hoffnung auf eine neue Zukunft und eine neue Heimat. Vermutlich ist er Vollwaise und verlor seine Eltern im Krieg, was sein hohes Maß an Identifikation mit Sturmwind und der Allianz sowie seinem ausgeprägtem Interesse an "geordneten Verhältnissen" erklären mag. Bereits als junger Mann fiel er durch flammende Reden für Vaterland und Königstreue auf, gleichwohl verdammte er die Feinde des Königreiches und sähte Mißtrauen an den Verbündeten der Allianz. 

Auch sein großes Engagement für Kriegsversehrte und Veteranen sowie seine ins Leben gerufene Stiftung für Waisenkinder brachten ihm viel Anerkennung und die Ehrenbürgerschaft Sturmwinds ein und mögen die Vermutungen über seine Herkunft unterstützen. Allerdings zeigte sich Anthrazides auch von anderer Seite: Nicht nur sein ausgeprägter Rassenhass, insbesondere auf die Kaldorei, aber auch Trunksucht und Vielweiberei, führten zu unzähligen Nächten in den Ausnüchterungszellen der Stadtwache. Während nicht bekannt ist, dass Anthrazides jemals eine bezahlte Stelle angetreten hätte, mehren sich Gerüchte, er sei aus betuchter Familie und habe irgendwo im Dämmerwald einen Schatz vergraben, der von nichts geringerem als den Geistern seiner Eltern und Geschwister bewacht werde.

Um sich als anständiger und frommer Bürger zu profilieren, bot er der Heiligen Inquisition seine Dienste als Meßtechniker für netherische Strömungen an, um so praktizierende Hexer ausfindig zu machen und sich der leidigen Konkurrenz zu entledigen. Leider war er damit weniger erfolgreich als er hoffte, auch wenn er - nicht ganz uneigennützig - der Inquisition große Dienste erweisen konnte, indem er das geistige Oberhaupt der Heiligen Inquisition aus einem Gefängnis im Nether befreite. Die Dankbarkeit des Klerikers allerdings fiel allerdings nicht so aus, wie Anthrazides es erwartet hatte und bald schon beschritt er andere Wege.

Anthrazides ist Logenbruder, Schriftführer, Kassenwart und Aussenvertreter des Circulus Virtuosus und wurde zum 3. Magistraten der Stadt Sturmwind ernannt, ein Posten, den er lange Zeit angestrebte. Einige Zeit lang war Anthrazides dem Stadtrat als Magistrat ein wertvoller Verbündeter, doch dauerte es nicht lange, bis er, der Patriot der er war, sich mit der Inquisition überwarf. Ausschlaggebend waren Befugnisse innerhalb der Stadt, welche die Heilige Inquisition, aus Sicht der Königsdiener und Magistraten, immer dreister an sich riss. Letztendlich führte dies beinahe zu einem Bruch innerhalb des Stadtrates, den der Großinquisitor als klerikale Institution beiwohnte. Nach der Einführung von Ausweisen, einigen geleiteten Stadtratssitzungen, einem Stadtratsfest zur Information für die Bürger Sturmwinds sowie einem bislang unaufgeklärten Brand in seinem Appartement am Marktplatz hatte sich Anthrazides, der sich wohl mit seiner Arbeit doch etwas übernommen und von schlaflosen Nächten geplagt wurde, zur Erholung in das Kloster der "Schwestern des Lichts" zurückgezogen. Dort wurde er alsbald Opfer eines nächtlichen Giftattentates, wie aus einem Brief von ihm an den Stadtrat hervorging. Da er bereits den Brand als Anschlag auf Leib und Leben gewertet hatte, (Anthrazides war stets von Brandstiftung ausgegangen, auch wenn öffentliche Berichte stets neutral gehalten waren) zog er sich aus dem Amt des Magistratentums zurück. In Folge der Entwicklungen verlegte er seinen Wohnsitz zu den Sehern nach Shattrath und verfolgte dort weiter die Erforschung des Nethers sowie die Erkundung der Scherbenwelt als leitende Funktion des Circulus Virtuosus. Sturmwind mied er aus verständlichen Gründen.

Ein halbes Jahr später, ausgelöst durch die Rückkehr von König Varian Wrynn und der zweiten Geiselinvasion auf Azeroth, kehrte er zurück nach Sturmwind, um die Situation vor Ort zu inspizieren. Gemeinsam mit vielen anderen brach Anthrazides daraufhin Richtung Nordend auf, wo er in Dalaran ein Haus bezog um die weiteren Entwicklungen des Krieges vor Ort aber auch die politischen Entscheidungen aus der Heimat im von ihm verlegten AZEROTH GAZETTEER zu veröffentlichen. Doch auch diese Unternehmungen wurden zerschlagen, als er über den Gazetteer Gerüchte verbreitete, die Kirin'Tor folterten Gefangene um Geiseln freizupressen. Schließlich wurde nach nur drei Ausgaben das Druckhaus in Dalaran geschlossen und Anthrazides verschwand ein paar Monate in den Zangarmarschen, um sich dem Zorn der Magier zu entziehen.

Einige Zeit später kehrte er kurz nach Sturmwind zurück um sein Appartement über dem Weinhaus Gallina zu renovieren. Es schien geplant, einen dauerhaften Wohnsitz einzurichten, und die Renovierung wurde auch abgeschlossen, Anthrazides selbst verweilte dort allerdings nur für die Dauer der Renovierung. Der letzte Aufenthaltort war Dalaran in Nordend, wo er sich gemeinsam mit anderen Streitern an der Erstürmung der Eiskronenzitadelle beteiligte. Nach dem Fall des Lichkönigs verschwand er spurlos.

Zwei Wochen vor Jahrenswechsel sieht man nachts in dem verlassenen Appartmenet über dem Weinhaus Gallina allerdings wieder Lichter brennen, und wer im Weingut bei den Gallinaschwestern nachhakt, erfährt, dass der alte Besitzer der Behausung mit den hohen Fenstern zum Marktplatz nach über zwei Jahren wieder zurückgekehrt sei.

Titel

Anthrazides (der "Fabelhafte"), 3. Magistrat der Stadt Sturmwind a.D., Verleger des Nachrichtenmagazins und Frontberichterstatters AZEROTH GAZETTEER, Verfasser der Netherforschung-Bände I – V, dreifacher Träger der Ehrenbürgerschaft Stormwinds, Initiator der Stiftung "Kriegsversehrte & Grabpflege Stormwind", Ehrenmitglied des Spendenkreises "Waisenhaus Stormwind", Vereinsvorsitzender der "Weinfreunde Gallina" und des "Zigarrenzirkel Stormwind", Kassenwart des "Kulturschutzkreises vor elfischen Einflüssen", Abonnent des Gemeindeblatts "Klingelbeutel der Kathedrale"

Netherforschung

Anthrazides der Fabelhafte hat umfangreiche Forschungen über Struktur, Zusammensetzung und Auswirkungen des Nethers betrieben und diese in seinen Werken Netherforschung Band I-V zusammengefasst. Einzusehen ist der erste, allgemein gehaltene Band I in der Bibliothek Sturmwind. Das Werk ist öffentlich zugänglich, während die weiteren Werke lediglich Studienkollegen vorbehalten sind.

Veröffentlichungen

AZEROTH GAZETTEER [1]

Netherwissenschaften Band I

Kurzgeschichte: Im Nether

Kurzgeschichte: In der Scherbenwelt

Sturmwind, die Stadt die niemals schläft

Essay: Die Nachtelfen

Manifesto

Dieses Schreiben wurde von Anthrazides einmal im Suff verfasst und war seine ironische Antwort auf diverse Schreiben von Kultischen Verbrecherorganisationen, die mal wieder die Stadt Sturmwind zu erpressen versuchten.

Zum Seelenheil der Menschen Azeroths

Dies soll Euch gesagt sein, das ich euch in meiner Gnade dies Schreiben bringe um euch kund zu tun von den 10 Paragrafen, die es zu erfüllen gilt zu eurem Seelenheil. Auf das ihr nicht darben werdet und die Kreaturen des Nethers eurer Seelen nicht habhaft werden können am Ende eurer Tage.

Es soll euch gesagt sein,

§ 1. Das ihr danieder kniet und den Blick zu Boden senkt bis eure Stirn den Boden berührt wenn ihr mich kommen seht. Die geschehe aus Ehrfurcht vor meiner Person und zu eurem Seelenheil.

§ 2. Das ihr mich "Göttlicher" nennet wenn ihr von mir oder meinen Wohltaten für euer Seelenheil sprechet. Dies geschehe aus Dankbarkeit und zu eurem Seelenheil.

§ 3. Das ihr den zehnten Teil Eures Hab und Guts, Geld und Goldes, Tafelsilber oder Erbstücke auf den Markplatz bringen sollt und auf einen Haufen werfet, auf das ich mich daran bereichere zu Eurem Seelenheil.

§ 4. Das ihr einen weiteren Zehnten Teil eures Goldes oder Silber zum Schmied bringet, auf das er es einschmelze und ihr mir zu Ehren eine Statue zu meinem Ebenbild schafft, das ihr während meiner Abwesenheit verehren und anbeten könnt zu Eurem Seelenheil.

§ 5. Das ihr die Nachtelfen, die in dieser Stadt brüten, beim Schopf ihrer Haare packet, sie mit Pech oder Teer übergiesset, mit Gänsefedern bedecket und hernach mit Weidenruten auf die Fußsolen schlaget und aus der Stadt jaget auf dass sie nimmer wiederkehren. Dies geschehe zu eurem Seelenheil.

§ 6. Das Eure Männer arbeiten auf dem Lande, am Wasser und in der Erde, um mir die Früchte des Feldes und des Meeres zu bringen. Aus dem Felsen sollen sie Gold und Silber schürfen und Eure geschicktesten Schmuckschmiede sollen mir Ketten, Armbänder, ein Szepter und eine mächtige, mit Juwelen verzierte Krone fertigen die mein erleuchtetes Haupt schmücken wird. Dies geschehe zu eurem Seelenheil.

§ 7. Das ihr Eure Söhne in die Steinbrüche schicket und die Maurer unter Euch mir einen Palast erbauen mit sechs Burgfrieden und 29 Höfen und 67 Türmen, wovon der höchste mit der Spitze die Sonne berührt. Darin werde ich wohnen und über euch Wachen zu eurem Seelenheil.

§ 8. Das eure Frauen mir die Speisen anrichten werden, die ich ihnen auftrage: Montags Lammbraten, Dienstags Pfefferspiesse vom Klippeneber, Mittwochs gefüllte Granatapfel, Donnerstags Krautrouladen, Freitags Loch-Scholle in sanfter Fenchel-Zitronensauce, Samstags eine gemischte Grillplatte und Sonntags einen festlichen Braten vom Spanferkel mit verschiedenen Gemüsen der Saison. Dazu eine Auswahl von Desserts und Aperitifs sowie etwas Obsttorte für meinen Assistenten, die er so gerne mag. Dies geschehe zur meiner Sättigung und zu eurem Seelenheil.

§ 9. Das ihr Eure Töchter, sobald sie das sechzehnte Lebensjahr vollendet, gut gewachsen und in Lesen und Schreiben unterrichtet, auf den Marktplatz schicken sollt, auf das ich mir eine heraussuche, die meine Gespielin für diesen Tag sein wird. Dies geschehe jeden Tag aufs neue zu eurem Seelenheil.

§ 10. Das ihr euch einmal in der Woche vor meinem Palast versammelt und meinen weisen Worten lauscht und ohne Widerrede ausführt, was ich euch auftrage zu eurem Seelenheil bis an euer Lebensende.

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