Demut und Dienst - Leitfaden für den Zeloten
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| | Dieser Artikel wurde als Kandidat für den "Artikel der Woche" vorgeschlagen. Eine Übersicht über die aktuellen Vorschläge findet sich "hier". Ein paar Hinweise, wie ein guter Artikel der Woche verfasst sein sollte, gibt "diese Anleitung". |
Inhaltsverzeichnis |
Der Zelot
Der Zelot trägt eine einfache rote Robe. Als Beschuhung trägt er ebenso einfache Sandalen. Es darf kein Prunk und Pomp an ihm zu finden sein.Die Robe wird auch heute noch nach den Vorgaben geschneidert welche Großinquisitor Isillien bei Gründung des Kreuzzugs getroffen hat.
1. Wieso trägt er überhaupt die Robe?
Die Wurzeln des Ordens liegen im Scharlachroten Kreuzzug. Die Kreuzfahrer wählten sich rot als Farbe. Rot stand für das Blut welches in ihren Adern floß, ein Zeichen des Widerstandes gegen die Untote Dominanz von Geißel und Verlassenen in Lordaeron. Die schlichte Robe aus Leinen ist ein Zeichen der Demut und des Dienstes, man kann den Träger so erkennen wie er ist. Er kann sich nicht hinter einer prunkvollen Rüstung oder einer eleganten Robe verstecken. Er wird nur an körperlicher und geistiger Leistung gemessen.
2. Wie verhält er sich anderen Ordensmitgliedern gegenüber?
Mit der Zeloten-Zeit kriegt jeder die Verhaltensformen innerhalb des Ordens gelehrt, darunter fällt auch das sie lernen mit "Ruhm im Glanze des Lichts" zu grüßen. Der Zelot ist das schwächste Glied der Hierarchie, es genügt aber nicht zu wissen, dass er allen unterstellt ist, er muss wissen wer über ihm steht, der Zelot muss unsere Rangordnung kennen und verstehen lernen. Mit dem Wissen um die Rangordnung muss er auch lernen wie er sich Vorgesetzten gegenüber verhält.
- Vorgesetzte und ranghöhere Mitglieder werden mit Salutieren und "Ruhm im Glanze des Lichts" gegrüßt, der Gruß wird dann mit einer Segnenden Geste und "Ruhm im Glanze des Lichts" erwidert.
- Salutieren < Segnende Geste
- Ebenso gehört es zum Anstand das ein Zelot aufsteht wenn ein Vorgesetzter mit ihm spricht oder den Raum betritt.
- Der Orden versteht sich als Familie im Geiste, deswegen werden Ordensmitglieder mit Bruder/Schwester und dem Rang des Jeweiligen Ordensmitgliedes angesprochen.
- z.B: Bruder Ordensdiener /Schwester Ordensbewahrer /Bruder Chevalíer /Schwester Ordensritter /Bruder Hochmeister.
3. Rechte
- Ein Zelot darf die Ordensinternen Bereiche in Stormwind und der Burg Weststrom betretten.
- Er darf zu seiner eigenen Sicherheit ein Knüppel oder ein Messer tragen.
- Der Zelot darf wärend des Wach oder Kriegsdienstes eine Rüstung tragen, welche er in der Waffenkammer erhält und nach Dienstende dort wieder abzugeben hat.
- Der Zelot ist dazu verpflichtet die Rüstung wärend seines Dienstes in tadellosem Zustand zu halten.
4. Pflichten
- Der Zelot muss den Kodex studieren und Anwenden können.
- Der Zelot muss zeigen das er willens ist Teil dieser Gemeinschaft zu sein, dazu gehört unter anderem die Interaktion mit anderen Ordensmitgliedern und das Kennenlernen jener.
- Der Zelot muss selbst die Initiative ergreifen um zu zeigen das er willens ist Teil des Ordens zu werden, er muss auf uns zu gehen, wenn er das tut und seinen Wert bewiesen hat, wird er auch in die Umarmung der Familie aufgenommen.
Ruhm im Glanze des Lichts!
Aufsatz von Zeloten über Zeloten - über den Leitfaden - von Schwester Elmira
1. Vorwort
ieser Aufsatz ist verfasst von Schwester Elmira, Priesterin des Lichts. Zur Zeit der Entstehung dieses Textes, Zelotin der Scharlachroten Faust. Er setzt sich mit der Anfangsphase der Ordensmitgliedschaft auseinander, mit dem Prozess des Kennenlernens, des Fremden und Bekannten, der Demut und dem Stolz, Zelot zu sein. Es ist eine Schilderung aus der Sicht des Zeloten selbst und soll deshalb nicht nur eine Reflektion des Vergangenen sein, sondern auch ein Anstoß für Brüder und Schwestern, die ebenfalls den Weg des Zeloten einschlagen wollen oder bereits eingeschlagen haben.er sind diese Gestalten in schlichten roten Roben, die selbst in der kalten Jahreszeit nur Sandalen tragen? Die meist stillschweigend zur Messe den Weihrauch schwenken und Runden um den Kathedraleplatz laufen? Die unermüdlich heilige Plätze säubern und den Friedhof pflegen? Es sind Gläubige die den Weg zu den Tugenden gefunden haben - Zeloten der Scharlachroten Faust.
2. Der Pfad der Reinheit
roße Verantwortung lastet auf allen Gläubigen. Die Tugenden des Lichts lehren uns, dass unsere Taten die Welt verbessern, jedoch auch verschlechtern können. Umso größer ist die Verantwortung für die Wächterin dieses Heils, die Kirche des Lichts, die diese Verantwortung zu tragen hat. In Anbetracht dessen, ist es unumgänglich jene sorgfältig zu prüfen und zu schulen, die selbst zu Bewahrern des Heils werden möchten. Doch wer Heil schaffen und wahren möchte, der muss erst selbst das Heil erkannt und verinnerlicht haben. Heil am Menschen offenbart sich in seiner Nähe zum Heiligen Licht, und da das Heilige Licht, das Reinste und Vollkommenste ist, so muss auch der Mensch danach streben rein zu sein, wenngleich er sich der Perfektion immer nur nähern, diese aber nie erreichen kann. Rein von Sünde soll ein zukünftiger Diener der Kirche und des Ordens also sein und so ist es natürlich und erforderlich, dass Zeloten sich durch einen Bußeprozess von den Makeln der Seele befreien, bevor sie ganz in der Kirche des Lichts und im Orden aufgehen können.iese Zeit der Buße und Reinwaschung äußert sich für den Zeloten in mannigfaltiger Form. Gemäß dem Leitfaden für Zeloten sind ihm einige Pflichten auferlegt, die der Tradition des Scharlachroten Kreuzfahrertums folgend, der Demut und optimalen Pflichterfüllung dienen. Demut und Dienst sind beide keine leichten Aufgaben. Doch gemäß dem Kodex der Scharlachroten Faust lehren uns die Tugenden Loyalität und Hingabe, dass gerade ein Zelot die liebevolle Umarmung der Familie, des Ordens, durch Demut und Dienst verdienen muss. Es kann schwer fallen, in Personen zu vertrauen, die man nicht kennt und dessen Weisungen man dennoch ausführen muss. Jeder der unsrigen, brachte eine andere Vorgeschichte mit, bevor er als Zelot diente und so kann uns diese Vorgeschichte manchmal helfen und manchmal behindern dabei, Unterordnung zu lernen. Letztlich aber ist die Kenntnis über den Sinn hinter einer Vorschrift, der Schlüssel dazu, sie aufrichtig zu befolgen. Was also sollte den Zeloten dazu veranlassen, aufrichtige Demut zu zeigen? Allgemein gesprochen ist Respekt und Ehrung gegenüber den Vorgesetzten [Kodex,III,2.3] ein Ausdruck des Dankes und der Anerkennung für die Lehre, die man aus ihren Worten schöpft und den Schutz, den ein guter Vorgesetzeter seinem Schützling stets gewährt. Aber es ist auch eine Art ganz konkreter Handel, den wir bei der Demut eingehen. Den Vertrauensvorschuss, den ein Zelot einer ihm wahrscheinlich recht unbekannten Personen gibt, muss er geben, da er sonst später das selbe Vertrauen nicht erwarten dürfte. Jeder Vorgesetzte des Zeloten war einst selbst in der Position, Vertrauen zu schenken. Nun darf er selbst Vertrauen entgegennehmen vom Zeloten, bis dieser wiederum vom Vertrauen neuer Zeloten beschenkt wird. Ein Vertrauensvorschuss seitens des Zeloten, der mit dem Vertrauen der Familie in ihn, beantwortet wird, ist die Grundlage jeder Zusammenarbeit und so ist es Demut, die ein großer Stützpfeiler für die Zelotenzeit ist.
esonders neu erscheinen für den Zeloten oftmals Tagesablauf und Alltag in einem Orden. Als potentielles Ordensmitglied muss der Zelot lernen, dass er keinen einfachen Arbeitsplatz, sondern einen Lebenszweck, eine über allem anderen stehende Aufgabe, gefunden hat. Er gibt sich damit vollends dem Orden und seinem Prozedere hin [Kodex,II,Hingabe]. Neben dem spirituellen Dienst, dem regelmäßigen Gebet [Kodex,III,2.6] und der wöchentlichen Beichte [Kodex,III,2.7] lasten körperliche Belastungen auf ihm. Gemeinnützige und unterstützende Tätigkeiten, wie Friedhofspflege, Waisenhausdienst, Krankenpflege und Instandhaltung der Sauberkeit der Kathedrale zählen zum Dienst des Zeloten. Missverständlicherweise werden diese jedoch oft als "niedere" Arbeit bezeichnet. Der einfache Dienst lässt sich jedoch von den Grundsätzen des Zelotentums ableiten und erlangt so an Sinn. Da der Ordensanwärter gereinigt in die Familie aufgenommen werden soll, ist es erforderlich, seinen Körper zu läutern [Kodex,III,2.8]. Erst die Läuterung des Körpers, die Entbehrung und Beschränkung auf das Wesentliche, das Seelenheil, lässt den Gläubigen zu wahrer Einsicht und Reinheit gelangen. Darüber hinaus schult der Zelot mit gemeinnütziger Arbeit seinen Blick auf die Missstände dieser Welt und beginnt zu begreifen, wie notwendig deren Beseitigung ist. Dadurch, dass er gemäß den Tugenden hilft, beginnt er auch damit die Welt eigenständig zu verbessern. Da die positiven Ergebnisse bei diesen "einfachen" Arbeiten rasch ersichtlich sind, sind diese besonders gut für den Zeloten geeignet. Erst in seiner späteren Laufbahn kann vom ausgebildeten Ordensmitglied erwartet werden, die Heilung der Welt in abstrakteren und nachhaltigen Handlungen zu erkennen.
iele Prüfungen erwarten euch, Brüder und Schwestern, auf dem Weg zur vollständigen Aufnahme in den Orden. Betraut ist der Orden damit, neue Familienmitglieder streng zu prüfen. Verlangt jedoch nichts Geringeres! Wer der Scharlachroten Faust dienen will, hat sich bewusst für einen anspruchsvollen und entbehrungsreichen, aber umso ertragreicheren für die Seelen der Lebenden und die eigene Seele, entschieden. Vom Orden akzeptiert zu werden, bedeutet, mit der Erkenntnis gesegnet zu sein, Brüder und Schwestern zu haben, die für ihre Geschwister sterben würden. Eine höhere Vertrauenszusage kann es auf dieser Welt nicht geben und so ist es selbstverständlich jedweden Berg zu überwinden und jede Prüfung als zu gering anzusehen. Doch ist die Gefahr groß, unter diesem Laster zu zerbrechen. Wer nach den Tugenden handelt wird auf Dauer nur Gutes ernten und so kann sich der Zelot gewiss sein, dass man gescheiterte Versuche, sofern sie in guter Absicht standen, verzeihen wird. Doch ist es hierbei wichtig, sich nicht von Fehlschlägen entmutigen zu lassen, sondern aufrechte Haltung zu wahren [Kodex,III,2.4] und aus den Fehlern zu lernen, um sie zukünftig zu vermeiden. Wachst daran und euer Dienst wird sich nicht mehr durch Versuche, sondern Erfolge auszeichnen.
er versteht, dass Demut und Dienst der Anfang von Vertrauen und Verantwortung sind und in dem scharlachrotes Blut aus Glaube brennt, der wird seinen Platz in den Reihen des Ordens finden und zusammen mit seinen Brüdern und Schwestern ein neues Zeitalter einläuten - auferstanden aus der Asche.
Dieser Aufsatz ersetzt nicht das Lesen des Kodex der Scharlachroten Faust und des Leitfadens für Zeloten. Da jedoch mehrfach auf benannte Schriften Bezug genommen wird, sollten diese vorab ausführlich studiert werden.








