Draenor
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Unter den glutroten Himmeln der finsteren Welt Draenor erstreckte sich nun eine öde Wildnis mit weitläufigen Wüsten und unzugänglichen Sumpfgebieten. Nur die Stärksten konnten unter diesen lebensfeindlichen Bedingungen überleben. Trotz allem versuchte eine ganze Zahl unterschiedlicher Völker und Kreaturen sich gegen die wilden Elemente zu behaupten.
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Allgemeines
Draenor ist der Heimatplanet der Orcs und die einstige Zuflucht der Draenei vor der Brennenden Legion. Die Orcs kamen, von der Brennenden Legion verführt und in die ruchlosen und barbarischen Kampfmaschinen verwandelt, als blutdurstige Eroberer durch das Dunkle Portal nach Azeroth. Nach ihrem Sieg im Zweiten Krieg beschloss die Allianz, den Krieg zurück zur Heimatwelt der Orcs zu führen. So kam es, dass eine Invasion zurück durch das Dunkle Portal nach Draenor entsand wurde, um die Bedrohung durch die Orcs ein für alle mal zu bannen. Ner'zhul, der dunkle Kriegsfürst der Horde, erzeugten in einem Akt der Verzweiflung eine gigantische Explosion, die ganz Draenor auseinander riss. Die verwüstete Einöde der Scherbenwelt ist alles, was von der einstmals blühenden Welt Draenor geblieben ist. Die Draenei flohen mit der Exodar von der zerstörten Scherbenwelt und überließen Draenor seinem Schicksal.
Geschichte
Die Verheerungen der Horde
Die Orcs waren Jahrtausende lang durch eine edle schamanische Kultur an die rauhe Welt gebunden. Doch die finsteren Agenten der Brennenden Legion trachteten danach, sie in eine unaufhaltsame Armee zu verwandeln. Der verschlagene Dämonenlord Kil'jaeden machte sich daran, ihre gefestigte Gesellschaft und ihren uralten Glauben von innen heraus zu verderben. Der machtgierige Hexenmeister Gul'dan vereinte die Stämme schließlich zu der willfährigen wilden Horde, die Kil'jaeden erwartet hatte. Wie eine Naturgewalt donnerten die Orcs über Draenor und vernichteten alles, was sich ihrem Aufstieg zur unangefochtenen Herrschaft entgegenstellte. Der chaotischen Kräfte ihrer Hexenmeister und dem zunehmenden Ansturm der Clans konnte nicht einmal der mächtigste Feind lange standhalten. Auch das Volk der Oger wurde unterworfen und die monströsen Kreaturen schlugen im Namen des Schattenrates die Streitigkeiten innerhalb der orkischen Reihen nieder.
Flucht von der sterbenden Welt
Medivh machte der Horde das Dunkle Portal zugänglich, und viele der Clans strömten durch das Tor nach Azeroth, um das Volk der Menschen zu unterwerfen und Anspruch auf ihre Lande zu erheben. In den folgenden Jahren zogen die erbarmungslosen Krieger eine breite Schneise der Verwüstung durch die Königreiche - sie ließen nur Elend und verbrannte Erde zurück. Doch schließlich konnten die Waffenbrüder der Allianz ihren grausamen Amoklauf aufhalten. Es gelang dem Erzmagier Khadgar, das Dunkle Portal zu zerstören, und damit die Orcs von Verstärkung aus ihrer Heimatwelt abzuschneiden. Sie hatten den mächtigen Streitkräften der Allianz nichts mehr entgegenzusetzen. Kurz nach dem Ende des Zweiten Krieges drang die Kunde von der Niederlage der Horde nach Draenor. Der Schamane Ner'zhul befürchtete, dass Kil'jaeden und die Brennende Legion sein Volk drakonische bestrafen würden. Die verbliebenen Clans vereinigten sich unter Ner'zhuls Banner und ein neuer Feldzug gegen die ahnungslose Allianz wurde vorbereitet. Als sich die Energien des Dunklen Portals wieder zusammenfügten, stürmten sie abermals nach Azeroth. Ner'zhul hatte die Absicht, weitere Portale in Draenor zu öffnen und der todgeweihten Welt für immer zu entfliehen. Die Horde zog plündernd durch das Land und sammelte in kurzer Zeit die benötigten Artefakte ein. König Terenas schickte seine Armeen nach Draenor, um die Orcs endgültig zu vernichten. Überall auf der roten Welt kam es zu zahlreichen Gefechten zwischen General Turalyons Truppen und den orkischen Clans. Doch Ner'zhul ließ sich nicht an der Umsetzung seiner perfiden Pläne hindern und öffnete tosende magische Pforten zu anderen Welten. Er konnte nicht ahnen, welchen schrecklichen Preis er dafür bezahlen sollte.
Die gepeinigte Welt am Abgrund
Die riesigen Energien der Portale begannen, Draenor bis in den innersten Kern zu erschüttern. Ungeheure Vulkanausbrüche und verheerende Erdbeben rissen die sterbende Welt auseinander. Magische Stürme fegten über das brennende Aschenland hinweg. Das kochende Meer strömte in die klaffenden Wunden Draenors und Sturmfluten begruben die Trümmer der verwüsteten Kontinente unter sich. Ner'zhul wurde klar, dass die kämpfenden Clans es nie und nimmer rechtzeitig zu den Portalen schaffen würden. Ihm gelang in Begleitung seiner treuen Anhänger die Flucht, während er die Stämme egoistisch ihrem Schicksal überließ. Nur der Kriegshymnenklan und die Orcs des Blutenden Auges erkannten, dass Ner'zhuls größenwahnsinnige Pläne ihr ganzes Volk dem Untergang preisgaben. Mit der Macht der Verzweifelung erkämpften sie sich einen Weg durch die Reihen der Menschen und flohen durch das Dunkle Portal nach Azeroth. Turalyons Truppen hingegen fassten den selbstlosen Entschluss, das Portal - den einzigen Weg zurück in ihre Heimat - zu zerstören. Obschon ihnen klar war, dass sie auf der sterbenden Welt gefangen sein würden, sollte Azeroth durch die brutale Vernichtung Draenors keinen Schaden nehmen. Es bleibt abzuwarten, ob Khadgar und seine Kameraden dem Todeskampf entkommen konnten oder nicht. Schließlich wurde die gepeinigte Welt durch eine Explosion apokalyptischen Ausmaßes zerstört. Die Trümmer Draenors trieben noch immer durch das Große Dunkle Jenseits und boten den Überlebende eine Heimat, doch die orkische Chaosmagie hatte ihre Welt verzehrt. Die rote Wüstenlandschaft mit ihren weitläufigen Ebenen wurde von nun an nur noch "Scherbenwelt" genannt.
