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Nachtelfen... die Kaldorei. Jene einst stolze, unsterbliche Rasse, die seit dem Fall Ihrer Unsterblichkeit den Sinn und ihren Platz in der Geschichte der Welt sucht. Die Helden ihres Volkes, Malfurion, Tyrande, verblichene Abbilder die mit den voranschreitenden Jahren in eine ungewisse Zukunft immer mehr und mehr in Vergessenheit geraten. Ihre Ideale, Ihre Lebensweise, Ihre Hochkultur spiegelt sich verzerrt wider in dem Bild, das die Kaldorei der Gegenwart uns alltäglich vor Augen führen: In blinder Arroganz klammern sie sich an den Status, den ihre Ahnen einst unter den Völkern hatten und vergessen dabei, wie lächerlich sie gegenwärtig erscheinen. Hochmütig, als ob Stolz und Ehre vererbt werden könnten, verkommen sie zu einem toten Volk mit einer toten Sprache, die nichts mehr mit dem Glanz alter Tage gemein hat.

Die Frauen der Kaldorei üben sich in eingeschlechtlicher Zweisamkeit und turteln wollüstig und freizügig durch die Straßen unserer Städte, während die einst hochgeschätzten Druiden sich der Wildheit ihrer Tierformen hingeben und unsere Gassen und Plätze verunreinigen. Anstatt das sie die Wildnis beherrschen, tragen sie die Wildnis in die Sicherheit unserer Städte, reiten ihre Raubtiere durch unsere Straßen. Es scheint, als ob es Neid ist, mit dem sie den Niedergang ihrer Kultur kompensieren möchten, indem sie - die Fremdlinge! - rücksichtslos die menschlichen Werte übergehen. Sie verachten das Licht und ihre Priester, die sind Landstreicher, Herumirrende, auf der Suche nach einem Sinn. Darauf angesprochen, höre ich immer nur wieder "Krieg". Ja, wenn dass das einzige ist, für das die Kaldorei geboren sind, nämlich Krieg zu führen, dann sind sie eine wirklich bemitleidenswerte Rasse. Anstatt Ihre Hauptstadt Darnassus zu bevölkern und zu beleben, streunern sie in Eisenschmiede und Sturmwind umher und stellen dort ihr "Kulturgut" zur Schau. Mit welchem Recht, frage ich mich immer wieder, verwandeln sie unsere schöne Stadt in eine verwilderte Barbarenhöhle? Mit welchem Recht führen sie sich auf wie die Herren der Welt? Der Hochmut und der Tadel, den sie uns Menschen entgegenbringen, die wir ja in ihren Augen eine minderwertige Rasse sind, ist Hohn und Spott angesichts der Tatsache, wie ihr Volk selbst sich dahingibt!

Nein, dieses Volk ist nicht stolz. Es ist lächerlich. Sie sind die Prachthengste in unserem Zoo, der momentan auf Sturmwinds Straßen tobt. Sie sind ein vergängliches Abbild, das sich in der Trauer um ihre Sterblichkeit und den Niedergang ihrer Kultur ersäuft. Sie sind der soziale Schwachpunkt in der Hauptstadt der Menschen. Sie sind der Allianz nicht würdig.

Nur wenige traf ich, welche stillen Stolzes und in Gedenken der alten Zeit und der alten Helden das Wissen um die Größe ihres Volkes in ihren Herzen tragen und das verkörpern, was ich von den Kaldorei in den Geschichten gehört habe, die mir als Kind erzählt wurden. Ihnen wünsche ich, das sie die Schatten ihrer Zeit überkommen und zurückfinden, zu den Wurzeln Ihres Volkes. Möge Elune Ihnen die Kraft geben, ihre Brüder und Schwestern heimzuführen und ihnen ein Vorbild zu sein. Leider hege ich wenig Hoffnung auf die Zukunft dieses sterbenden Volkes.


Von Anthrazides

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