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Expedition Vashj'ir - Erzählungen und Berichte - Teil 2

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Information Dieser Artikel wurde als Kandidat für den "Artikel der Woche" vorgeschlagen. Eine Übersicht über die aktuellen Vorschläge findet sich "hier". Ein paar Hinweise, wie ein guter Artikel der Woche verfasst sein sollte, gibt "diese Anleitung".

Tag 7

Einsatzbesprechung

Nachdem die letzten Tage eher ruhig verliefen, damit alle wieder zu Kräften kommen konnten, galt es heute einen Plan zu entwickeln wie der Nagabedrohung zu begegnen war.
Gonto hatte dazu eine eher unkonventionelle, aber angesichts der von Dunka stets monierten mangelnden Rücksichtnahme der Expedition auf das Gleichgewicht der Natur, sehr umweltfreundliche Idee. Da Nagas bekanntlich sehr abergläubisch waren, verbanden sie Schildkröten mit nahendem Unheil. Er schlug also vor Schildkröten mit Futter anzulocken und diese dann in den Ruinen aussetzen, damit sich die Nagas von dort fern hielten.
Der Vorschlag wurde von vielen belächelt, aber da Caelestra es auf keine weitere Konfrontation ankommen lassen wollte, gab sie Gonto den Auftrag diesen Plan umzusetzen und das Ergebnis erst etwas zu beobachten, bevor man sich wieder dem Grabungsort näherte.

Vergilian und Arkas hatten sich die riesige Kreatur genauer angesehen, bei der es sich offenbar um eine Riesenschnecke handelte, die von den in ihr lebenden Nagas versklavt wurde. Die Nagas hielten die Kreatur am Leben, um ihre Perlen zu ernten, die für sie von großem Wert waren. Vergilian vermutete, dass die Nagas in dieser Schnecke die Expedition als Bedrohung ansahen, da sie glaubten sie könnten ihnen ihre Perlen entwenden, und sie deshalb angriffen.
Für Caelestra war dies zwar schlüssig, doch fragte sie sich warum die Nagas sie von Süden angegriffen hatten. Wären sie aus der Schnecke gekommen, müssten sie von Norden über das Grabungsteam hergefallen sein.
Vayatri schlug vor, dass die Zugänge zu der Schnecke, bei denen es sich zweifellos um Gefäße dieses Lebewesens handeln musste, im Gefahrenfall verschlossen wurden. So wurden die Nagas eingesperrt und konnten ihnen zumindest nicht in den Rücken fallen. Einige bezweifelten, dass dies eine so gute Idee war. In der Schnecke hielten sich nach ungefähren Schätzungen etwa hundert Nagas auf. Wenn die sich in Bewegung setzten, hatten sie wirklich ein Problem. Doch um das Gewissen der Menschen zu beruhigen, gestattete Caelestra den Entwurf dieses Plans B, falls Gontos Idee keine Wirkung zeigte.

Da ihr dennoch bei dem Gedanken, sie hätten irgendetwas übersehen, nicht wohl war, schickte sie ihren Leibwächter Acerus auf eine Spähmission in den Süden der Ruinen. Dort war Vergilians Erkundungstrupp das erste Mal auf Nagas gestoßen und von dort erfolgte der Angriff in den Ruinen. Wenn es da einen Zusammenhang gab, hatten sie womöglich noch nicht alle Eventualitäten erfasst.

Nach dieser anstrengenden und sich immer wieder im Kreis drehenden Diskussion wollte Caelestra einfach nur noch schlafen. Sie fühlte sich schon wieder so müde und begab sich in ihr Zelt. Als sie sich schon auf ihre Kissen hatte fallen lassen, fiel ihr Blick auf die magiegesicherte, eisenbeschlagene Truhe, in der alle gefunden Artefakte von ihr verwahrt wurden. Sie nahm das Amulett wieder heraus und strich mit den Fingern vorsichtig über die Monde in der Sphäre. Und wieder änderten diese ihre Position.
Kaum hatte sich Caelestra zurückgelehnt, fiel sie in einen tiefen langen Schlaf, aus dem sie keiner so leicht erwecken konnte.

Tief unter dem Meeresboden erwachte hingegen etwas.


07. Tag des 06. Monats, Sandstrand, Abend. Eine Einsatzbesprechung über das weitere Vorgehen der Gruppe wurde einberufen.

ExpeditionVashjirTag7.png
So versammelten sich die Beteiligten um Magistrix Caelestra, welche darauf das Wort eröffnete. Vorschläge wurden ausgesprochen und abgewogen. Besonders wurde hierbei die hiesige Bedrohung durch Naga mit einbezogen. Die teilnehmende Bewahrerin der Natur, eine taurische Druidin welche ihre Werte hoch hielt, sann darauf, einem mächtigen Wesen unter Wasser helfen zu wollen. Eine noble Geste, welche jedoch nicht im Konsens mit dem eigentlichen Grund dieser Expedition stand. Dieser wurde von Magistra Andorella noch einmal unterstrichen, worauf noch weitere Meinungen der Beteiligten eingeholt wurden und eine Debatte entflammte. Die Profitgier, welcher der Magierin aus Sturmwind vorgeworfen wurde, mag wohl nicht ganz unbegründet sein.

Man entschied sich schließlich weiterhin Forschung und Ausgrabung im Fokus zu behalten und ein neues Zielgebiet dafür ins Auge zu fassen. Es sollte an Vergilian und ihren Söldnern liegen, weiterhin für die notwendige Sicherheit zu sorgen.

Andorella zog sich etwas früher aus der Besprechung zurück um etwaige Vorbereitungen zu treffen während die Mannschaft die Gespräche fortsetzte. Sie ließ sich auf den sandigen Boden fallen und kramte ein paar Schriftstücke aus ihrer Kiste hervor. Ihre Augen verfolgten die darauf liegenden Zeilen, gedanklich war sie jedoch wo anders.

Erkundungen

Als wenn dazu nicht ein Tauchgang reichen würde musste sie zu einem zweiten ins Wasser und was sie und Zayla fanden war alles andere als toll. Die Umgebung war tot und verderbt, nicht sehr einladend und nicht sehr lebendig.

An Land sich Gedanken machen und in eines der wenigen Bücher sehen das seinen Weg mit auf diese Mission gefunden hatte hatte nur einen Teilerfolg erbracht und als es zum Streit kam sammelte sie einfach ihre Sachen und ging auf einen dritten Tauchgang. Doofe Idee...

Unruhiges Gemüt

Tag 7 Brach an und wieder versammelten sich alle am Strand. Doch zu viel kam es nicht nur zu einer ewigen Diskussion, die sich ständig in Kreis drehte. Sie versuchte den Kreis zu unterbrechen aber wirklich angenommen wurde nichts. Auch auf ihre Entdeckungen ging man nicht weiter ein. Nicht auf das was sie gesehen hatte und was sie vermute, es ging nur um das eine Team die Naga an den Ruinen, alles andere wurde gar nicht angehört. Ja sie verstand die Besorgnis doch sie hatte so viele Ideen zusammen getragen und trotzdem wurde noch Diskutiert. Besser wer es sich langsam damit auseinander zu setzen mit den Ideen. Sie schwieg dann einfach und sagte nichts mehr bis dann Vergi noch mal auf sie zu sprechen kam, sie hatte es heute schon aufgegeben gehabt das überhaupt wer auf das zurück kam was sie gesehen hatte. Ihr wurde vorgeschlagen das Tier an zu sehen und sie sollte Vergi dahin führen, nah wenigstens einer ging drauf ein.
Irgendwann löste sich die Gruppe auf Gonto wurde gefragt ob er die Anzüge auf bessern konnte für tiefer tiefen und es wurde mit ja beantwortet und so machte sich Gonto an die Arbeit. Die Gruppe löste sich weiter auf am ende blieben nur sie und Vergi und sie beschlossen nach einigen ruhigen Gesprächen das andere Wesen sich wenigstens mal von weiten an zu sehen, was sie dann taten diesmal tauchten sie mit Muscheln, da die Anzüge ja erst mal bei Gonto waren.
Der Tauchgang dauerte was, aber am ende konnte man sich ein kleines Bild von den machen was man gesehen hat. Bevor sie dann auch wieder zurück zu Strand gingen Vergi war sehr erschöpft und sie half ihr.
Vergi meinte dann das sie sich mal ein Buch anschauen sollten vielleicht gab es dort Erklärungen was sie dann auch taten bis dann Arkas noch mal vorbei kam. Irgendwas hatte Vergi aufgebracht und sie wollte das Buch verbrenne in letzter Sekunde konnte sie es noch unversehrt aufs die Flammen holen, leichte Verletzungen war alles was sie davon trug aber das was nichts schwerwiegendes und waren schon dabei wieder zu verheilen.
Vergi brach zum 3 Tauchgang auf und blieb länger weg als sie wieder kam was sie am ende ihrer Kräfte mit Arkas Hilfe schaffen sie es dann sie sicher ans Land zu bringen, sie zitterte decken wurden geholt und Tee gemacht. Am Ende ließ sie dann Arkas und Vergi allein und verzog sich in ihr Zelt ihr ging es nicht so gut aber sie überspielte es mit ein lächeln. Im Zelt angekommen schlief sie auch recht schnell.

Am 8 Tag wachte sie nur schwer auf, die träume die sie hatte hielten sie fest.
Seltsame träume, dennoch tat sie es als einfache träume ab, sie war erschöpfter als Gestern obwohl sie geruht hatte.
Zu viel ging in ihr vor und es viel ihr schwer sich aufrecht zu halten. Immer wieder driftete sie ab, was wohl die folge ihres Lernens waren. Sie fühlte sich unwohl doch sie wollte stark sein und das war sie auch. Noch eine weile blieb sie im Bett irgendwann schaffte sie es dann sich ganz auf zu raffen. Sie meditierte um das ganze irgendwie zu Kompensieren lernte aber weiter bis es dann so weit war das sich alle wieder versammelten, so traf sie auch da ein.
Erst lief alles recht ruhig und es wurden einige Vorgänge besprochen. Bis sie dann an merkte das sie heute mit Vergi noch mal zum Wesen tauchen wollten ordentlich mit der passenden Ausrüstung die Gonto fertig hatte mittlerweile. Immerhin meinte Vergi gestern sie würde hier noch mal zusammen runter tauchen wenn sie wolle und sie was eben Neugierig und wissbegierig das wegen war sie auch mit gekommen zur Expedition.
Doch kaum das sie es ausgesprochen hatte ging die Diskussion Los. Sie würde ja alle in Gefahr bringen mit solcher Aktionen. Sie würde ja alles Luft verbrauchen und unvernünftig und kindisch sein. Sie schlug sogar vor etwas Geld dabei zu geben um die Expedition zu unterstützen, wenn das Problem so groß war.
Nichts, man Diskutierte sie Tot, alle Vorschläge Ideen einwende oder Meinungen wurden abgeschmettert wie nichts.

Es kam ihr so rüber das sie sich gefälligst in allen ohne wieder rede zu fügen hatte und gefälligst keine eigene Ideen ein zu bringen hat oder andere Vorschläge, weil sie ja angeblich von nicht eine Ahnung hatte. Zu dem kam es ihr vor als würde man ihr nichts zu trauen, als würde sie nichts können und nur die hätten die Oberhand die Mächtige Positionen haben. In diesen Moment explodierte ihr der Kragen. Sie war so wütend, so sauer und ausgerechnet Vergi bekam etwas davon ab, die als einzige auch mal auf sie ein zu gehen schien. Vielleicht mag das wie es ihr vor kam übertrieben sein, doch in Moment kam es ihr wirklich so rüber. Den Als Vergi dann genau die gleichen Vorschläge machte wie sie, nur in anderen Kontext ging man sofort drauf ein mit ein lächeln.

Genug, es war genug für sie und sie ging ohne ein Wort zurück zu ihren Zelt und schloss sich dort ein. Sie hätte am liebsten ihren Zorn heraus geschrien ihre Wut freien lauf gelassen. Doch nichts der gleichen passierte statt dessen fraß sie es Stillschweigend in sich rein und versuchte all diese Wut all den Zorn einfach zu unterdrücken. Kurz darauf ging es ihr noch schlechter als zu vor und sie sank zusammen, wieder wurde ihr Geist fort getragen irgendwo hin in die tiefe, immer tiefer und das einzige was sie fühlen konnte war Einsamkeit. Oh wie sehr wünschte sie sich nun ihren liebsten an ihrer Seite. Warum war sie mit gegangen um sich das an zu tun, sie war hier um wissen zu sammeln ihre Erfahrungen zu machen doch man ließ sie nicht, im Gegenteil, man schien ihr sogar so viele Steine wie möglich in den Weg legen zu wollen. Zumindest kam es ihr so vor, was wohl eine Folgen davon war das es ihr nicht gut ging schon seit der 6 Tag Angefangen hatte. Sie war die ganze Zeit mit sich selber an Kämpfen. Aber so das es niemand mit bekam, heute aber war es zu viel.
Aufgewühlt durch die Wut wütete ein unglaublicher Kampf in ihr, er zerrte an ihre Geist und auch ihr Körper war dem ausgeliefert. Sie musste aufpassen sich nicht zu verlieren, sich nicht auf zu geben. Nein dafür war sei eindeutig zu stur und sie stellte sich den inneren Kampf mit allem entgegen was sie aufbieten konnte.
Geflüster drang an ihr Ohr das sie los lassen sollte. Doch sie dachte nicht dran, der Gedanke nach der Expedition wieder in den Armen ihres liebsten zu liegen weckte ungeahnte Reserven und sie stellte sich dem entgegen was sie endgültig weg zu reizen drohte, schon allein durch ihr aufgewühlten Geist. Es zerrte an ihr versuchte sie von den hier und jetzt zu trennen und den Körper zu Aufgabe zu bewegen. Doch dank ihrer Sturheit und die liebe zu den, den sie liebte, hielt es sie wo sie war.
Sie schwitzte und war unruhig, schien aber einfach nicht auf zu wachen und es schien auch niemand sie aufwecken zu könne, so lange sie im Kampf mit den war was sie versuchte fort zu reizen. Für Außenstehende schien es wohl wie ein Alptraum zu wirken, wenn man sie sehen könnte.

Tag 8

Abyssische Tiefen

Langsam hob Vergi den Kopf und sah sich um. Das Feuer war herunter gebrannt und die Sonne schon die ein oder andere Stunde aufgegangen. Sie lag noch immer direkt nebem der Feuerstelle, eingewickelt in die unzähligen Decken in die Arkas und Zayla sie in der Nacht gewickelt hatte nachdem er sie aus dem Wasser gefischt hatte. Brummend zog sie die Decke über den Kopf und atmete tief durch ehe sie sich aufraffte und zu ihrem Zelt schlurfte. Sie sammelte sich frische Kleidung zusammen und zog sich an ehe sie die Decken zusammen legte und durchatmete. Drei Tauchgänge waren dann wohl doch zuviel gewesen. Aber sie war eben doch nur ein Mensch und ihre Kräfte begrenzt.
Sie machte sich daran die Vorräte zu checken und die Ausrüstung zu kontrollieren. Nach und nach erwachten alle Teilnehmer wieder aufs neue und das Lagerleben nahm seinen Lauf. Hier wurden Fische gefangen, dort wurde gebastelt, wo anders wurde diskutiert und wieder andere zogen sich ans Ende der Insel um die ruhe zu genießen....

Gegen Abend machte sie sich bereit, ein neuer Tauchgang stand an, auch wenn manche Fronten nicht so ganz klar zu sein schienen würde sie heute nochmal auf Erkundung gehen müssen. Und das tat sie auch. Da Nanjin die Stellung an Land hielt drückte sie ihm mit einer kurzen Erklärung einen Gnomcoder in die Hand der mit dem Funk in ihrem Helm verbunden war und machte sich davon. In einem dauerhaften Gespräch mit dem Troll erkundete sie alles was sie wissen musste und machte sich danach auf den Weg zurück. Am Strand angekommen kam Nanjin ihr schon entgegen und half ihr schlussendlich auf die Beine. Sie legte sich trocken und setzte sich mit einer großen Decke ans Feuer, wo ihr auch gleich ein voller Teller mit Fisch und Krabbenfleisch angeboten wurde...

Träume

"Auf dem Meeresgrund muss selbst das Licht sterben."

Caelestra schlug die Augen auf und blickte in das kalte, emotionslose Gesicht von Acerus, der neben ihrem Bett saß und sie anstarrte.
"Geht es Euch gut, Mylady?"
Caelestra blinzelte mehrmals. "Was hast du hier zu suchen?" Die lähmende Schläfrigkeit wich schlagartig unbändiger Wut darauf, wie ihr Leibwächter es nur wagen konnte, ohne Anweisung ihr Zelt zu betreten.
"Ihr habt einen ganzen Tag geschlafen, Mylady. Nichts konnte Euch aufwecken. Ich war mir unsicher, ob es Euch gut geht und wollte Euren Zustand überwachen, falls es nötig würde einen Heiler zu rufen," Acerus kniete vor ihr und neigte demütigst den Kopf.
"Einen ganzen Tag sagst du?" Caelestra stand auf und schob die Zeltbahn auseinander. Kühle Nachtluft strömte in das aufgeheizte Zelt. Es war ihr so vorgekommen, als wäre sie nur kurz eingenickt. Und genauso ausgelaugt und müde, wie nach einem kurzen Tagtraum fühlte sie sich nun auch.
"Ich werde mich frisch machen," sie nahm ein Handtuch und eine leichte Seidenrobe und ging zum Wasser, wo sie sich an einer abgelegenen Stelle entkleidete und ins kühle Wasser stieg. Etwas abseits positionierte sich ihr Leibwächter, um sie vor unsittlichen Blicken zu schützen. Doch zu dieser Stunde hatte sich das Leben im Lager schon beruhigt und man hörte Schnarchgeräusche weit über den Sandstrand klingen.
Caelestra schwamm etwas hin und her, um die Müdigkeit zu vertreiben. Am Horizont blinzelten schon die ersten Sonnenstrahlen über die Wasseroberfläche und kündigten einen neuen Tag an. Drei Tage blieben ihnen noch für die Expedition und sie hatte noch nicht alles gesehen, was sie sich vorgenommen hatte. Nun galt es Prioritäten zu setzen, um das Unternehmen zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen ungeachtet aller Schwierigkeiten.

Vermisst

Abseits des Lagers am Sandstrand mühte sich Andorella ab die Felsen hinauf zu gelangen. Immer wieder rutschte sie an den teils feuchten Steinkolossen ab und schürfte sich an den Gelenken. Insgeheim gestand sie sich ein, dass das Heldenleben für sie nichts mehr sei. Ihre durch Magie verzerrte jugendliche Erscheinung zeigte ein Bild, dass nicht mehr der Realität entsprach. Äußerlich mag sie sich unnatürlich gut gehalten haben, doch solchen Strapazen war ihr Körper nicht mehr gewachsen. Auch wenn Andorella versuchte sich fit zu halten, war ihr Alltag doch von einfachen Tätigkeiten am Schreibtisch geprägt. Das hier forderte Ausdauer, Gewandtheit und Körperkraft.

Sie warf einen kurzen Blick über die Schulter zum Lager, bei welchem die Gruppe gerade rastete. Die Anderen forderten das Risiko sogar mit zwei Tauchgängen pro Tag heraus, feierten Abends heiter am Lagerfeuer und blieben dennoch agil. Sie war nach einem Tauchgang ausgebrannt und völlig erschöpft. Diese Expedition verlangte ihr wirklich Alles ab. Umso erpichter war sie, deswegen für sie den maximalen Gewinn aus der Sache zu ziehen. Dieser Aufwand sollte sich lohnen. Sie stammte aus einfachen Verhältnissen und verschaffte sich doch einen überschaubaren luxuriösen Lebensstil. Der Weg dahin war manchmal unseriös gewesen, aber in dieser Sache schwieg sich die Magierin selbst gerne an.

Sie zog sich mühsam über eine Anhöhe und ließ ihren suchenden Blick über die Sandbank streifen. Wo war er? Konogar Luchszam war verschwunden. Die Magierin aus Sturmwind war sehr besorgt ob seines Verbleibs und verließ deshalb die Besprechung mit den Mitgliedern der Horde frühzeitig. Sie kletterte weiter über die Steinformationen, begutachtete den Boden und suchte nach Auffälligkeiten.

Kurz bevor sich die Sonne unter den Horizont schob kehrte sie müde als auch frustriert zum Lager zurück. Keine Spur von dem Worgen. Wo war er? War ihm etwas zugestoßen? Ihre Gedanken kreisten um diese Tatsache, während sie ihre Schlafstätte bezog. Andorella machte sich Vorwürfe mitunter etwas übersehen zu haben. Schon die Überfahrt zum Sandstrand von Vash ir war turbulent und da fehlte einem wohl der Blick fürs Detail. Irgendwann schlief sie mit der Hoffnung im Herzen ein, dass Konogar wohl auf sei und bald zum Lager zurück kehren würde. Aber Eines war ihr auch gewiss, sie würde nicht aufhören nach ihm zu suchen.

Berichte

Lianvis Sonnengold

Nach der Rückkehr vom nächtlichen Tauchgang mit Arkas setzte Lianvis sich kurz an seinem Lagerplatz nieder, er angelte Papier und Schreibmaterial aus seinem Rucksack und begann ein paar Zeilen niederzuschreiben. Nach der schwungvollen Unterschrift schaute er noch einmal über das Geschriebene während die Tinte trocknete bevor er das Papier zweimal zusammen faltete und zum Zelt der Dame Sonnenfeuer herüber ging um ihrem Leibwächter das Schreiben zu reichen, damit er es an seine Herrin weiterleiten konnte.


Verehrte Lady Sonnenfeuer,

in der Nacht auf den 9ten Tag des 6ten Monats unternahm ich einen Tauchgang mit Arkas zur Begutachtung der weiteren Ruinen. Die bisher vermessene Gartenanlage ist nach wie vor von patrouillierenden Naga frequentiert. Gleichwohl ist die untere Ebene der nebenstehenden Anlage scheinbarer Basispunkt der Schlangen.
Bei weiterer Betrachtung der verschiedenen Ebenen konnten Arkas und meine Person jedoch feststellen, dass die mittlere Ebene keinerlei Aktivität der Naga aufweist.
Auf der obersten Ebene, welche neben einem Hauptgebäude, welches an das Elunearium zu Darnassus erinnern möchte, drei Nebengebäude und mehrere Beobachtungstürme auf weitläufigem Gebiet aufweist, sind lediglich etwa zwei Handvoll Naga auf Patrouille, wobei sie irritierenderweise großteilig nicht wie üblich in direkter Bodennähe schwimmen.
Das Hauptgebäude besitzt zudem in seiner Kuppel ein kleines Luftreservoir, welches im Notfall - die Sonne möge es verhindern - die Leute schneller an rettende Luft führen kann, als ein Auftauchen.
Runensteine, wie wir sie in der Gartenanlage fanden, konnte ich auf beiden weitestgehend sicheren Ebenen nicht ausmachen, auch konnte ich noch keine Evaluierung möglicher Fundstücke anstellen. Ihr werdet gestatten, dass ich lediglich auf Erfahrungen zurückgreife in der Thesis, dass auf diesen Ebenen der Fund magischer Artefakte zwar nicht garantiert ist, der Prunk der Architektur und die Vermutung einer Tempelanlage jedoch auf historisch interessante Kleinodien und Reichtümer aus den Beständen und Opfergaben hinweisen könnte.

Sollte meine Empfehlung gewünscht sein, so würde ich die Chance ergreifen Grabungen in diesen relativ sicheren Gebieten aufzunehmen. Da sich bereits die Gärten als reiche Ausbeute andeuteten, könnten wir mit einer ungestörten Grabung hier möglicherweise Verluste aus dem verfrühten Abbruch der Garten-Grabungen ausgleichen. Wir werden eventuell nicht auf alte Magien stoßen, aber mit genug Edelwaren ließe sich ein Finanzpolster aufbauen, welches eine spätere Expedition für die Arcanaria erlaubt.

Verbunden
L. Sonnengold


Vergilian Blake

Am Morgen fand ein kurzer Handgeschriebener Brief seinen Weg zu Lady Caelestra.

Umgebung der großen Schnecke verdorben und gefährlich. Im inneren befinden sich noch Reste des Schattenhammer, Kultisten und Gesichtslose umrunden ein großes Gebäude in der Mitte. Darin ein sehr großer aber noch in der Beschwörung steckender Aszendent.
Das Wesen selbst ist tot. Naga in der großen Umgebung keine vertreten.
Umgebung und Wesen meiden, Lage nicht gefährlich für uns. Die Naga vor unserer Nase haben mehr Aufmerksamkeit verdient.
V. Blake

Inneneinsichten

Die Sonne strahlte schon längst unerbittlich über die glatte Oberfläche des Meeres, als sich der Troll mit dem schneeweißen Haar elegant durch das Wasser schlängelte. Ein paar Kapriolen, die niemand bewundern konnte, dienten der eigenen Belustigung auf dem Weg zum Schiffswrack, das auf der Wasseroberfläche trieb. Das Wasser war sein Element, und so fühlte er sich mehr als wohl bei dieser Expedition.
Seine Fähigkeit unter Wasser unbegrenzt atmen zu können, liess ihn dem Lagerkoller entgehen und häufige Ausflüge in die bunte Unterwasserwelt um das Eiland, auf dem die Gruppe ihr Lager aufgeschlagen hatte, unternehmen.
Die blaue Haut und das weiße Haar, das sich widerspenstig bei jedem Tauchgang aus dem lockeren geflochtenen Zopf löste, boten eine ideale Tarnfarbe, wenn er nah unter der Wasseroberfläche dahinschlängelte und man ihn von unten sah - auf seinen privaten Ausflügen vornehmlich völlig entkleidet.

Am Zielpunkt angekommen, schob er den schlanken Körper auf die modrigen Planken, diesmal in voller Montur. Was bei ihm schlicht hieß, dass er eine Hose trug, Armschienen und Beinschienen um den Unterschenkel, einen Gürtel mit Dolch und am Waffengurt über seine Brust den Schild aus Schildkrötenpanzer, den er von den Zandalari erbeutet hatte, deren Gestalt er angenommen hatte.
Viel interessanter war jedoch der gewaltige Seesack, den er unter dem Schild trug und den er nun neben sich abstellte, zusammen mit Waffengurt und Schild. Daraus hervor kramte er eine hölzerne Schachtel, die auf vielerlei Weise der trollischen Gestalt unpassend erschien. In den dreigliedrigen Trollhänden wirkte sie viel zu klein um handlich zu sein und eine Triskele war als Verzierung eingebrannt worden - kein besonders trollisches Motiv.
Mit dem Daumen schob er den Deckel herunter und löste durch leichtes Klopfen eine Tabakrolle heraus, die er mit den Lippen aufnahm. Viel zu klein wirkte auch diese Zigarette, die jedoch im Gegensatz zu goblinisch-industriell hergestellten nur nach Tabak und Kräutern roch und somit die für seine feine Nase einzig akzeptable Variante darstellte.

Nan wird mich hierfür wieder schelten, ging ihm kurz durch den Kopf, als er für einen Moment das mit einem eingravierten Wolfskopf verzierte Klappfeuerzeug in seiner Hand musterte. Mit einem Ruck und metallischen Schaben zwischen zwei Fingern liess sich dann die Flamme und damit die kleine Sünde im Mundwinkel entzünden.

Er ging nicht davon aus, dass er hier unbeobachtet war, das Meer war glatt und man konnte weit sehen, erst recht einen gerade aufgerichteten Troll auf einem Schiffsrumpf. Rauchend blickte er aus den geschlitzten Pupillen Richtung Horizont, dorthin, wo wohl der Mahlstrom in den Bauch der Erde führte.
Oft sah man ihn so in seiner Heimat am Meer stehen, wo auch immer diese gerade war. Das Rauschen und der Wellenschlag beruhigten ihn, zeigten eine Unendlichkeit, der er sich nicht entziehen konnte.
Hier, auf offenem Meer, war kein Rauschen zu vernehmen, nur das leise Schwappen der Wellen gegen seinen leicht schwankenden Untergrund.
Als der Meerwind ihm durch den weißen Flaum auf seiner dunklen Haut fuhr und ihn wie ein dünnes Fell wirken liess, dachte er an die vergangenen Tage.
Er war immer noch erstaunt, wie gut die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der einzelnen Völker, Kulturen und Fraktionen funktionierte. Einzig Zayla, die trollvernarrte Elfe, wollte sich nicht so ganz einfügen, auch wenn sie dies sicher nicht aus bösem Willen tat. Vermutlich war sie es nicht gewohnt, in einer Gruppe zu arbeiten, aber da hörte sein Verständnis schon auf.
Er selbst kam gut alleine zurecht, aber er war aufgewachsen in einer großen Familiengruppe und konnte sich entsprechend nicht vorstellen, wie man nicht jederzeit für die anderen mitdachte, sobald man sich in einer Gruppe mit gemeinsamen Zielen zusammenfand. Jagd war selten erfolgreich, wenn die Jäger sich nicht blind verstanden und die Aufgaben aufteilten nach dem Können jedes Einzelnen.
Deswegen bot er sich so oft zu Erkundungstauchgängen an: Er konnte es durch seine Fähigkeiten mit am besten in der Gruppe ausführen und war nicht auf die Technik oder Muscheln angewiesen.

Lia hatte sicherlich auch schon den Bericht verfasst über ihren letzten Tauchgang. Dass er gerade den schlanken, rothaarigen Elfen mitgenommen hatte, war kein Zufall, in mehrerlei Hinsicht.
Er grinste in sich hinein. Lia, der sonst immer nach seinem Duftwasser nach Vanille roch, nahm langsam den salzig-fischigen Geruch des Meeres an.

Ein weiterer, vorsichtiger Zug an dem viel zu kleinen Ding liess seine Gedanken zu Vergi abschwenken, der Person in der Gruppe der Allianzler, mit der er bis jetzt am meisten zu tun gehabt hatte.
Bereits das erste Gespräch hatte gezeigt, dass sie in Zielen und Ansichten recht konform gingen. Für ihn eine angenehme Abwechslung zum ewigen Politikum in Silbermond.
Und auch der Erkundungsgang in das Tentakelding zeigte gute Kompatibilität. Selbst wenn sie nicht der gleichen Meinung über das Vorgehen waren, sie konnten sich absprechen und die Kommunikation funktionierte.
Genießend an dem nussigen Rauch ziehend warf er einen Blick auf seine Brust, an der eine neue Kette baumelte, ein Silberanhänger mit einem eingravierten Pfotenabdruck, der von einem Fuchs stammen könnte - durch die runde Form eher nicht dem eines Wolfes gleich. Aber das würde unaufmerksamen Blicken wohl eher nicht auffallen, und so fügte sich der Anhänger perfekt mit dem Bild auf seinem Feuerzeug zusammen.

Er hatte vor, mal wieder nach Sturmwind zu reisen, sollte sich diese Bekanntschaft als tiefgründiger erweisen, als nur Gesellschaft auf einem Eiland zu haben.
Sein letzter Besuch, in anderer Gestalt, war schon wieder ein paar Jahre her. Er hatte dort seiner Schwester zuliebe den mittlerweile verstorbenen Barandus Silbermeerer an seinem Haus aufgesucht - und war eher misstrauisch empfangen worden ob seiner Gestalt.
Vielleicht musste er sich erneut anpassen... Nichts, was er nicht ständig tun würde, aber er hatte die Kontinuität zu schätzen gelernt, die ihm der Status als vergebener Mann eingebracht hatte.
Die großteilig völlig vorurteilsfreie Zusammenarbeit der Allianz hier liess ihn hoffen, dass sich die Zeiten geändert hatten, und sein Besuch diesmal entspannter verlaufen würde.

Er würde sehen. Wie immer.

Während er sich bückte, um den Stummel vorsichtig an den Planken auszureiben und zurück in die Schachtel fallen zu lassen, dachte er mit Stolz an den Sin'dorei, den er begleitete. Lianvis hätte die Möglichkeit, sich in die großen Fußstapfen seines Volkes zu stellen, aber er tat es nicht. Er würde vermutlich trotzdem nicht begeistert sein über seine Besuchspläne... Aber das musste Arkas wohl aushalten, so wie er auch Nans Unmut über seine wiedergewonnene Rauchertätigkeit aushalten musste.

Nachdem er den Seesack wieder fest zuschnürte und sich samt Schild wieder über den Rücken warf, glitt er zurück ins Nass, auf dem Weg zurück zum Sandstrand der Expedition.
Die begrenzten Ressourcen sollten genutzt und die Ruinenanlage erkundet werden, ehe der Tag der Abreise kam.

Tag 9

Grabungen in der Tempelanlage von Quel'Dormir

Nachdem Caelestra die Berichte von Lianvis und Vergilian gelesen hatte, manifestierte sich ihr Plan nun der Tempelanlage von Quel'Dormir selbst mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Da sich auf der mittleren Ebene wenig bis keine Nagaaktivität offenbart hatte, würden sie dort beginnen, um zu sehen ob ihre Anwesenheit wieder ungeliebte Wellen schlug.
Arkas, der eine besonders gute Orientierung unter Wasser besaß, führte die Gruppe von Norden an den Tempelkomplex heran. Die Söldner übernahmen die Vorhut, um das Areal zu sichern, während das Grabungsteam bestehend aus Andorella, Arkas, Nanjin und Vayatri sich verteilte und die Terrasse nach auffälligen Objekten oder erfolgversprechenden Ablagerungen untersuchte.
Gonto setzte indessen die eingefangenen Schildkröten aus und deponierte an verschiedenen Stellen Futterplätze, die weitere Schildkröten anlocken sollten.

Da der Untergrund aus Stein bestand, der teils erodiert war und großflächig von Moos und anderen Unterwasserpflanzen überwuchert wurde, gestaltete sich die Grabung als ausgesprochen mühsam. Auch die Erfolge blieben zweifelhafter Natur, als das Team immer mehr Knochen und Waffen zu Tage förderte, die zwar teils in gutem Erhaltungszustand waren, aber offenbar aus einer Schlacht zwischen den Nagas und Kvaldir stammten.
Lediglich einige zerbrochene Schrifttafeln mit sehr alten Elfenrunen konnten für die Mühen entschädigen. Caelestra erkannte in diesen Schrifttafeln ähnliche Muster, wie in der Hochgeborenenschriftrolle, die sie seit einiger Zeit versuchte zu entschlüsseln.
Doch das andere Grabungsgut war eher enttäuschend, auch wenn Gonto den Vorschlag machte die Unmengen an Schlamm, die er mit seinem Bergungsläufer geschaufelt hatte, vielleicht als kosmetisches Wundermittel zu verhökern.

Nach einer Stunde frischten sie ihren Luftvorrat in der nahe gelegenen Höhle auf und machten sich wieder an die Arbeit.
Caelestra schickte Gonto los mit seinem Bergungsläufer abgebrochene Säulenteile zu orten und an die Oberfläche zu befördern.
Sie selbst folgte Acerus, der ihr zeigen wollte, welche Entdeckung er am gestrigen Tag auf seiner Spähmission gemacht hatte. Hinter der Tempelanlage am Abgrund sammelte sich eine gewaltige Zahl an Nagas. Es war aus der Entfernung allerdings nicht zu erkennen, was sie dort taten oder vor hatten. Und näher heran schwimmen wollten sie nicht. Doch da bisher kein Angriff erfolgte, schlossen sie ihre Grabung ab und kehrten zum Lager zurück.

Caelestra begab sich bald zur Ruhe, da die Anstrengung durch die beiden Tauchgänge ihren Tribut forderte.
Doch auf ihrer Pritsche in ihrem Zelt fand sie trotz schmerzender Gliedmaßen und dumpfen Kopfschmerzen keinen Schlaf. Immer wieder fokussierte sich ihr Blick auf die Truhe mit den magischen Artefakten. Jetzt, da sie wieder in der Nähe war, schien das Amulett seine magische Anziehungskraft zu verstärken.
Caelestra tigerte eine Weile im Zelt hin und her, bis sie doch dem Drang nachgab, es aus der Truhe zu nehmen.
Sie strich über den Platinrand und eine angenehme innere Ruhe stellte sich ein. Als sie die Spähre in der Mitte berührte, bewegten sich die Monde erneut und bildeten ein symmetrisches Muster. Nun konnte sie endlich Schlaf finden. Ein stetes Flüstern lullte sie ein, bis sie in das Reich der Träume entglitt.

"Träumend liege ich in der versunkenen Stadt."

Sie schritt entlang der Promenade hin zu den gewaltigen Säulengängen. Der weiße Marmor strahlte selbst im Mondlicht so hell, als wäre es Tag. Der Tempel war wie immer stark belebt. Elfen in schillernd bunten Gewändern standen in Gruppen beieinander und diskutierten oder flanierten nachdenklich über den Platz.
Jeder, der ihr begegnete, neigte ehrfürchtig sein Haupt vor ihr.
Es war an der Zeit zurückzukehren.

Die lange Wacht

Reden... Wie konnte man nur soviel reden... und sie hörten gar nicht auf zu reden... Holten die überhaupt mal Luft?! Als wenn sich die Schätze von selbst ausgruben... Oder hofften sie das sie vor dem ganzen Geschwafel in ihre Transportnetze flüchteten?

Es ging ins Wasser... Erstmal wurde ein gaaanzes Ende geschwommen... Also die anderen schwammen bestimmt... Die Schamanin war mittlerweile so faul das sie zwar die Arme und Beine bewegte aber mehr dazu überging sich "schwimmen zu lassen", etwas das auch regelmäßig mit Spott und Hohn seitens der treibenden Kraft kommentiert wurde.

"Wenn ihr so weitermacht Scharfseherin werdet ihr noch fett... Aber wie ihr wünscht... Der Draenei Wille sei ihr Lichtreich! Sagt man doch so, oder?"

Unberührt der Stichelleien die offensichtlich gelangweilter Natur waren ließ sie sich treiben bis sie an den Ruinen angekommen waren und positioniert wurden.

An Ram's und ihrer zu bewachenden Ruinenseite fanden sie direkt ein paar Naga die damit beschäftigt waren sich selbst mit Blitzen abzuschießen und irgendwie auch Freude daran hatten. Später stelle sie dann fest das es wohl eine Art Segen war den sich die Draenei regelmäßig zuwarfen und dadurch so sehr mit sich selbst beschäftigt waren das sie sich lieber anderen Dingen witmete... Irgendwie hatte sie heute einen verspielten Tag erwischt.

"Die Naga beschießen sich gegenseitig und sehen nicht aus als wollten sie damit so schnell aufhören... Kann ich mich etwas umsehen?"


Nach Bestätigung der Bitte seitens der Chefin macht sie sich auf den Weg und fand sehr schnell etwas womit sie sich den Abend etwas versü0en konnte.

SCHNECKE!

Ooooh... Und wie diese Schnecke vom Meeresboden gepflückt wurde... man über den Lieblingsworgen schwamm nur um sie dann langsam auf ihn hinunter segeln zu lassen.

Plog! Saß sie auf seinem Helm und kroch fröhlich vor sich hin... Begleitet wurde das ganze über Funk von einem unterdrückten draeneiischen Lachen, als dann aber die Schnecke am Visier angekommen war und Baskerville versuchte sie wieder herunter zu bekommen, konnte sie sich nicht mehr halten.

"Ziiiieh! Fester!"

Und er zog... und er zog fester... und mit dem gleichen Plog! hatte er dann die Schnecke auch wieder von seinem Elend erlöst und sie auf den Meeresboden zurück gesetzt, seinerseits begleitet von einem unerfreuten Brummen.

Unterdes hatte sich Arbresha... mit Ankündigung... einen Driftrochen gesucht und sich auf dessen Rücken geworfen... Im Sinkflug sammelte man noch einen Kugelfisch ein welcher direkt aufploppte und "abschussbereit" war... Und er wurde abgeschossen!

Im Sinkflug auf Baskerville drehte sie den Rochen auf die Seite und streckte den Kugelfisch bewaffneten Arm aus und nur wenige Momente später hatte der arme Worgen den Kugelfisch im Umhang hängen und wirbelte in Richtung Meeresgrund.

"Treffer! Wuhu!"

Auf die Begeisterung folgte dann die Ernüchterung als Chefin zu den beiden kam und vorallem Arbresha tadelte.

Reumütig ging sie um den großen Worgen herum und zupfte den Kugelfisch von seinem Umhang während Vergi wieder verschwand. Den mittlerweile wieder glücklichen und beruhigten Kugelfisch wollte sie gerade wieder in die Freiheit entlassen als Baskerville sich umdrehte und ihr den Fisch aus der Hand nahm, mit selten bösem Blick sah er sie an und in diesem Moment spürte sie das jetzt etwas passieren würde... Irgendetwas das nicht gut war... Und es passierte.

Ohne mit der Wimper zu zucken zerdrückte der Worgen den kleinen Fisch in seiner Pranke.

Das milchige Fischblut quoll zwischen den Fingern und unter den Klauen hervor während er Fassnungslos von Arbresha angestarrt wurde. Nicht einmal wehren konnte sich der Fisch oder einen Laut von sich geben... Warum sollte er das auch? Er hatte sich in den Händen der Scharfseherin wohl gefühlt den sie hatte sich entschuldigt und dem Fisch versprochen es wieder gut zu machen, auch ohne das sie es sichtbar für andere formulierte. Benommen von diesem Wohlsein hatte er im ersten Moment den "Besitzerwechsel" gar nicht realisiert und verharrte still in der Pranke des Worgen.

Sie sagte nichts mehr und blieb wie gelähmt stehen während Baskerville sich aufmachte den anderen zu helfen. Es dauerte einige Momente bis sie ihre Gedanken wieder gesammelt hatte.

"Wann ist Feierabend?"
"Wenn wir an Land sind..."
"Dann mache ich mich jetzt auf den Weg..."


Sie klang gefasst und ruhig, keinesfalls wütend, was sie sehr wohl und über alle Maße war. Wie sollte sie DAS je wieder gut machen? Von wütenden Strömungen und hoch schlagenden Wellen schwamm sie zurück zu Sandbank und noch während sie an Land ging beendete sie ihren Dienst für den heutigen Tag.

"Ich bin an Land..."

Ohne auf eine Antwort zu warten wurde der Helm im Lauf abgenommen und in den Sand vor irgendein Zelt geworfen, man hätte wohl nurnoch hören können wie der Sand unter ihren Hufen knirschte und der Wind um sie herum wütend wehte.

Alles um sie herum war überaus erzürnt und diese Wut trug sie mit sich weiter zurück ins Meer. Sie stieg auf der anderen Seite der Sandbank wieder ins Wasser und schwommen zu den Wracks der Verlassenen um dort die Nacht zu verbringen... Etwas an dem sie gut tat den die Wut währte lang tief in ihr und peitschte die See unablässig bis Arbresha ausgelaugt in den Schlaf fiehl.

Bis kurz nach Mitternacht konnte man im Norden Vashi'jr's beobachten wie das Meer so hohe Wellen schulg das es wohl einige Schiffe schwer gehabt hätten hier nicht zu kentern und auch der Himmel war erfüllt von dunkeln und Blitze speienden Wolken.

Das Meer war wütend... es war so wütend auf Baskerville und Arbresha... Und Arbrehsa war so wütend auf Baskerville, verstand nicht warum er den Fisch so bestialisch töten musste, das sie das Meer nur noch mehr mit ihrer Wut aufwiegelte. Sie wusste das es so laufen würde, das das Meer ihre Wut spiegeln würde. Da sie sich in diesem Moment mehr als alles andere wünschte das Baskerville vom Blitz getroffen werden würde zog sie es vor sich etwas Ruhe zu gönnen... Das Risiko war zu groß das andere verletzt werden könnten.

Rettung

Nur mühsam konnte sich Andorella auf ihrer Schlafstätte aufsitzen. Begleitet von seufzen und ächzen stemmte sie sich hoch und verharrte eine Weile. Zur ihrer Rechten hatte Vayatri einen Krug mit einer Flüssigkeit positioniert und über sie selbst eine Decke ausgebreitet. Die Heilerin der Söldner dürfte sich wohl die letzten Stunden um sie angenommen haben.

Beim Auftauchen nach der gestrigen Ausgrabung verlor die Magierin plötzlich das Bewusstsein und sank wieder in die Tiefe hinab. Der schnellen Reaktion der Tatzen und dem Wolf von Baskerville war es zu verdanken, dass sie noch unter den Lebenden weilte und dem heiligen Licht noch verbleiben darf. Während sie im Zelt da saß und ihre Gedanken sammelte nahm sie einen Schluck von der Flüssigkeit. Ihr Versagen unterstrich letzten Endes das, was sie während der letzten Tage vermutete. Für eine solche Expedition bedarf es der nötigen Kondition und Kraft. Noch schlimmer war der Gedanke, ihre eigenen Leute dadurch gefährdet zu haben. Eine Weile starrte sie aufs Meer hinaus und erinnerte sich an ein Zitat ihres Vaters, welches er noch unlängst aussprach: „Alt werden ist grausig“ Doch schüttelte sie dieses Hirngespinst schnell aus ihrem Kopf fort, sie war vielleicht 40, aber keine 100.

Bevor sie sich wieder niederlegen würde fasste sie Pergament, Federkiel und Tinte und verfasste nachfolgende Zeilen:

Werte Magistrix Caelestra!
Bin auf dem Weg der Besserung. Sturmwinder Unkraut vergeht nicht.
Nachfolgende Artefakte konnten von mir geborgen werden:
- Silberner Schild
- Teil einer elfischen Schrifttafel mit Runen
Auf dann
Andorella


Sie rollte das Blatt Pergament zusammen und legte es sorgsam ans Ende ihrer Schlafstätte. Kurz darauf fand die Magierin weiteren erholsamen und bitter nötigen Schlaf.

Die Ruhe vor dem Sturm

Ruhe, viel zu viel Ruhe. Konnten diese verdammten Naga nicht endlich angreifen? Frustriert brummend stand Ramiak am Abgrund und sah der Menge an Naga zu die sich ausschliesslich um sich selbst kümmerte. Seine Krallen juckten ihm nach Action. Es gab bisher nur einen Angriff und bei dem hatte er sich nur halb so gut ausgelebt wie er erhofft hatte. Seine Gedanken ließen ihm keine Ruhe und sein Blut kochte in seinen Adern. Wenn er nicht bald jemanden oder besser etwas zerreisen konnte würde er durchdrehen. Aber die Naga griffen nicht an und Vergis Befehle waren klar und eindeutig. Der mit Moos bedeckte Boden unter seinen Poten fühlte sich klitschig an und als er hinab sah entdeckte er seine Abdrücke dort. Jedes mal wenn er sich anspannte scharbten die Krallen seiner Pfoten über den Boden und hinterließen dort kratzen dort das Moos ab. Er wollte sich bewegen, er wollte etwas jagen und vor allem wollte er endlich seine Wut los werden! Schnaubend sah er sich weiter um und knurrte leise vor sich hin. Ob es auffallen würde wenn er da jetzt einfach runter gehen würde? Ob ihn die Naga dann angriffen? Sein Verstand sagte ihm das dass was die Naga mit ihm tun würden nur halb so schlimm war wie das was Vergi tun würde wenn er sich ihren Befehlen wiedersetzen würde. Andererseits hatten diese Dinge ihn bis jetzt in der Spur gehalten. Er würde später nocheinmal die Insel erkunden wenn sie wieder an Land waren. So hatte er ruhe und die Gefahr das er jemand anderen verletzen würde war quasi nicht vorhanden.

Tag 10

Der Tempel von Quel'Dormir

Caelestra erwachte ausgelaugt und müde. Das Amulett wagte sie nicht mehr wegzulegen und hängte es daher an ihre Halskette.
Heute würde sie endlich den Tempel von Quel'Dormir betreten. Eine erwartungsvolle Unruhe machte sich in ihr breit und sie versuchte sich mit der Verzeichnung und der Verpackung der gestrigen Fundstücke abzulenken.
Schließlich war es dann soweit und sie konnten aufbrechen. Die Söldner übernahmen wieder die Sicherung des Gebietes, denn sie mussten mit Patrouillen der Nagas rechnen.

Eine breite Prachttreppe, die mit Moos überwuchert war, führte hinauf zum Tempel. Auf der obersten Ebene teilte sich die Plattform in einen riesigen Hof, der von Türmen eingerahmt war und in dessen Mitte auf einem weiteren gewaltigen Podest der eigentliche Tempel lag.
Sie teilen sich in zwei Gruppen auf, um den Hof zu umrunden und dort nach wertvollen Schätzen zu suchen. Und tatsächlich förderten sie hier Schmuck und rituelle Gebrauchsgegenstände aus Gold und Silber, teilweise mit Edelsteinen verziert, zu Tage.
Zayla entdeckte als erste die kleineren Tempelgebäude, die sich im hinteren Bereich der Anlage befanden und noch relativ intakt aussahen. Als sie das erste Gebäude betraten, offenbarte sich ihnen eine etwas verblasste, aber immer noch gut zu erkennende Wandmalerei, die teilweise von Moos überwuchert war. Caelestra rief Gonto zu sich, um eine Fotographie mit seinem Knips-O-Mat zu machen. Denn viel Zeit hatten sie nicht, sich die Malerei im Detail anzusehen.

Auch im nächsten Gebäude fanden sie eine weitere Malerei.

Das dritte Gebäude war aber schon so von der Wasserpflanzenwelt eingenommen, dass man auch durch Abkratzen der Moosschicht nicht erkennen konnte, was sich einst darunter befunden hatte.

Caelestras Drang endlich in den Elunetempel zu gelangen wurde immer stärker, je länger sie sich in dessen unmittelbarer Nähe aufhielt. Die Söldner sammelten sich vor dem Tempeleingang, während Caelestra mit ihrem Team die weiträumige Halle betrat. Der Baustil wurde auch heute noch von den Nachtelfen für ihre Mondtempel verwendet. Doch auch hier hatte die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Teile der Rampe zu den Balkonen der oberen Ebene waren eingestürzt. In der Mitte lagen noch die Begrenzungssteine des Mondbrunnens und in dessen Mitte stand ein großes, steinernes kelchartiges Gefäß, das Caelestra in dieser Art noch nicht gesehen hatte.
Sie näherte sich der Mitte des Tempels, als von dort plötzlich ein Impuls ausging, der sich wie ein Herzschlag anfühlte und der sie für einen Moment erstarren ließ. Die anderen mussten es auch gespürt haben, denn sie verharrten in der Bewegung und sahen sich irritiert um.
Caelestras Blick verharrte auf dem Gefäß, als sie Vergilians Stimme vernahm, Nagas würden sich dem Tempeleingang nähern. Unfähig sich weiter zu bewegen, konnte sie nur aus den Augenwinkeln erkennen, dass sich ihre Leute den Nagas ebenfalls in den Weg stellten. Doch dann wurde alles schwarz um sie herum und sie sank langsam auf dem Boden des Tempels zusammen.

Die erste Welle der Nagas konnten sie noch ohne Schwierigkeiten aufhalten, aber die zweite war bereits so groß, dass sich einige Gegner den Weg in den Tempel bahnen konnten und auch das Grabungsteam angriffen. Doch das Grabungsteam war im Unterwasserkampf ungeübt und die wendigen Nagas konnten ihren Vorteil voll ausnutzen. Nur mit Mühe und eigenen, teils schweren Verletzungen konnten die Angreifer getötet werden, als ihnen zusätzlich die Luft auszugehen drohte. Einige flüchteten sich an die Kuppel des Tempels, wo sich eine kleine Luftblase befand.

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Im Tempel Quel'Dormir

Von Caelestras bewusstlosem Körper hatte sich in der Zwischenzeit eine geisterhafte Gestalt gelöst in Form einer Hochgeborenen, die sich zielstrebig auf das steinerne Gefäß zubewegte und dort begann einen Zauber zu weben. Als Vayatri versuchte herauszufinden, was Caelestras Ohnmacht verursacht hatte, bemerkte sie das Amulett um ihren Hals, das schwach leuchtete, und entfernte es. Sie versuchte es zu zerstören, doch das Material war zu hart und hielt jeder Krafteinwirkung stand. Also wand sie sich dem Geist zu und versuchte ihn mit einem Lichtzauber in seiner Tätigkeit zu unterbrechen. Doch das Licht schien dem Geist nichts anhaben zu können, er verblasste an der Stelle, wo Vayatri durch ihn hindurch fasste für einen kurzen Moment, reagierte aber nicht weiter auf sie.

Unterdessen hatte Vergilian den Beschluss gefasst, alle aus dem Tempel herauszuschaffen. Sie verteilte Ersatzmuscheln an diejenigen, die sich unter die Kuppel geflüchtet hatten und wies einen ihrer Leute an, Caelestra hinauf zu schaffen, deren Luftanzeige schon rot blinkte und einen Warnton von sich gab.
Gonto hatte vorsorglich einen Ersatzluftbehälter dabei und konnte sich so ungestört seinem eigenen Nagaabwehrplan widmen. Er brachte an den Stützpfeilern des Tempels Sprengladungen an. Als alle aus dem Tempel herausgebracht worden waren, zündete Vergilian eine Tintengranate, welche die Umgebung in dunkle Farbe tauchte und ihren Rückzug decken sollte. In diesem Moment erfolgte auch die Detonation der Sprengladung und eine gewaltige Druckwelle riss Arkas und Vergilian mit sich, die sich nicht schnell genug aus dem Gefahrenbereich entfernt hatten.
Als Vayatri Caelestra an der Oberfläche den Helm abnahm, atmete diese nicht mehr. Ein sofortiger Wiederbelebungsversuch war aber erfolgreich, so dass Acerus sie schnell zum Strand zurück bringen konnte. Mit etwas Abstand folgten auch die anderen, die sich wegen ihrer Verletzungen nur mühsam im Wasser bewegen konnten.

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Die Verwundeten am Strand

Am Lager angekommen überprüfte Vayatri zunächst Caelestras Zustand und stabilisierte ihre Atmung mit einem Heilzauber, bevor sie sich den anderen Verletzten widmete. Caelestra schien nun tief und fest zu schlafen. Acerus brachte sie schließlich in ihr Zelt, wo ihm auffiel, dass sie stark unterkühlt war und zitterte. Sie wurde der nassen Kleidung entledigt und in wärmende Decken gehüllt. Acerus machte zusätzlich noch ein Feuer und wachte über seine Herrin, die in ihrer Traumwelt gefangen blieb.

Der finale Schlag

Sie wurden überrannt. Immer mehr Naga drängten sich in den Tempel und sie schafften es nicht mehr sie abzuhalten. Jeder tat was er konnte doch nun wurden auch die Forscher angegriffen. Einige waren bereits verletzt, Arkas hatte es mit einem Naga zutun dem sie mit mehreren Pfeilen irgendwie den Garr ausmachte. Lianvis hatte sich bereits in die Kuppel gerettet und war ebenfalls verletzt. Nanjin schob den Naga in die passende Haltung so das sie ihn mit mehreren Pfeilen erwischen konnte. Nach einem kurzen auftauchen in der Kuppel und der Abgabe ihrer beiden ersatzmuscheln zündete sie die erste Tintengranate. Das die anderen Ramiak folgten war gut, sie schoss noch weitere Naga ab und flüchtete sich durch die immer dichter werdende Tinte aufwärts als sie das dumpfe Grollen hörte und von der Druckwelle erfasst wurde. Sie riss sie mit, schleuderte sie umher und knallte sie gegen eine der anderen Ruinen. Schmerzerfüllt keuchend riss Vergi den Mund auf und sofort drang das Wasser hinein. Mit weit aufgerissenen Augen sah sie nach oben, zu der weit entfernten Oberfläche. Immer mehr Wasser dran in ihren Mund, das Salz auf ihrer Zunge war salzig als sie den Druck spürte und es dann schwarz um sie wurde und sie das Gefühl hatte zu fallen...

Wächternatur

Nachdem die Verwundeten versorgt waren und Arkas sich auch um das seelische Wohl "seiner Leute" gekümmert hatte, stapften Nan, der noch immer die Wunde an seinem Bein heilte, und er noch in der Nacht los, um sich schamfrei durch das Lager zu wühlen. In jedes zu öffnende Zelt wurde stumm von ihnen gesehen, um festzustellen, ob auch wirklich alle Ausflügler wieder zurück ins Lager gekommen waren.
Nur einen kurzen Moment war sein Körper zur Ruhe gekommen, nun war er wieder in Bereitschaft. Eine Decke um die Hüfte gebunden, eine andere um den noch immer blutbesudelten Oberkörper geschlungen, tappte er zunehmend missmutig durch das Lager.
Sein Gruppengefühl befahl ihm auch jetzt, nicht zu ruhen, bis er alle versorgt und in Sicherheit wusste.

Als die beiden Trolle den Teil der Insel, auf dem das Lager aufgeschlagen war, komplett durchsucht hatten, beschlossen sie, an der Küste entlangzuschwimmen, denn eine ihnen bekannte Person fehlte ganz augenscheinlich: Vergi.
Die Verständigung klappte, aber der aufrecht gehende Troll mit den nach oben gebogenen Hauern hörte immer noch alles wie aus weiter Ferne und in ein dickes Daunenkissen gesprochen. Brummend rieb er sich die Ohren, die nicht so wollten, wie er es wollte.

Statt jedoch zu schwimmen, stieg er auf die Wasseroberfläche und hob den Mittroll wie ein Kind auf seine Arme. Sie wollten nicht riskieren, dass Nans Wunde sich durch das Wasser entzündete und die Decken nass wurden.
Nan hielt aufgerichtet Ausschau und deutete schließlich auf eine mit Wasser gefüllte Einbuchtung am äußersten Zacken des Halbmonds.


"Hee, das dahint'n sieht merkwürdig aus. So 'n heller Fleck auf'm Stein der sich beweg', ich glaub' das is' sie."

Arkas legte leicht den Kopf schief und zuckte mit den langen Ohren, im Versuch, die Wörter aus dem dumpfen Rauschen herauszufiltern. Dann nickte er und tappte in die angewiesene Richtung, während das Meerwasser seine Zehen umspielte ohne ihn einsinken zu lassen, aber seine zusätzliche Last liess ihn nur langsam vorankommen.
Am Strand angekommen, setzte er Nan leise ächzend sanft ab. Dieser breitete dort eine Decke aus, das verletzte Bein nachziehend, um den wie leblos wirkenden Körper, der sich tatsächlich als die gesuchte Menschenfrau entpuppte, nach einem Moment des Abtropfens darauf zu betten. Die mitgebrachte Flasche mit Trinkwasser stellte er daneben, während Arkas sich bereits hinhockte und die Patientin musterte.

Vermutlich war diese den suchenden Augen von Ramiak entgangen und ihm durch die Strömung zuvorgekommen. Es hieß doch, er würde sie suchen, oder...?

Mit einem leichten Kopfschütteln machte er sich von diesem Gedanken los und zückte das Arbeitsmesser, welches sich stets an seinem unteren Rücken in seinem Gürtel befand, der nun die Decke an Ort und Stelle hielt.
Nan hielt, offenbar nicht in Erste-Hilfe bewandert, den Körper seitlich, aber das war ihm nur recht, so konnte er sowohl den Rücken, auf dem er zahlreiche Schürfwunden fand, als sei sie an irgendetwas entlanggeschrammt und die Vorderseite betrachten.
Er nickte leicht und breitete die Decke, die er über die Schultern trug, um den eiskalten Körper aus, um darunter entlang gründlich den gesamten Körper nach verletzten Knochen abzutasten. Ob sein Heilbedürftiger gerade weiblich oder männlich war, machte keinen Unterschied.
Der Platzwunde am Kopf schenkte er zunächst keine große Beachtung - Kopfwunden bluteten viel, sahen dadurch aber häufig viel schlimmer aus, als sie es eigentlich waren.
Seine tastenden Finger fanden schließlich keine gebrochenen, wohl aber angeknackste Knochen am linken Oberschenkel und der rechten Schulter. Missmutig brummend nahm er die Verletzungen zur Kenntnis, seine Art der Heilung hätte dem Körper jetzt nur noch mehr Reserven abverlangt. Für tieferliegende Verletzungen fehlte ihm schlicht die Expertise.

So öffnete er die Wasserflasche um zunächst die Kopfwunde mit ein paar Schlucken grob auszuwaschen.
Mit webenden Fingerbewegungen wiederholte er dann die Prozedur vom früheren Abend, formte das Wasser zu einer Kugel auf seiner Hand und liess es leicht glimmen, als würde das Wasser selbst schwach leuchten. Vorsichtig bewegte sich diese heilende Kraft dann wie ein dünner Strom zu den Wunden, die er ihnen deutete, spülte sie aus und setzte den Selbstheilungsprozess des Körpers in Gang, schenkte den neuen Zellen bereits das Wasser, das sie benötigten.
Der zur Ohnmacht erschöpfte Körper sollte nicht auchnoch mit solchen Lappalien wie Schürfwunden zu kämpfen haben.

Als der Körper unter ihm zu zittern begann, wertete er es als positives Vitalzeichen - wer Kraft zum Zittern hat, kann nichtmehr allzu nah am Reich des Todes verweilen.
Er nickte leicht und sah dann zu Nan hoch, das Arbeitsmesser wieder in sein Holster schiebend.
Dieser sah zunächst zu Vergi, dann zu ihm und erwiderte das Nicken mit einem Lächeln.
Das immer noch leicht leuchtende Wasser liess er zurück in die Flasche fließen und stellte sie bereit, zusammen mit dem Gürtel, den er ablegte.

Als er die Decke, die vorher um seine Hüfte geschlungen war, um sich und Vergi legte, sich neben ihr niederliess und sie an sich zog, ja sogar unter ihre Decke schob, um den Menschenleib mit dem Rücken an den eigenen Bauch zu ziehen, hustete sie schwach, schien jedoch nicht aufzuwachen. Der Troll mit der Maske hielt Vergi noch in der Position, bis er sich selbst an sie schob, sich eng an sie drückte und auch seine Decke noch über die zu Wärmende legte.
Als Nans Blick auf Arkas fiel, konnte er wohl einen der seltenen Momente erleben, in denen dieser deutlich erschöpft aussah.

Ein schwaches Lächeln huschte noch um seine Hauer, ehe er sich leicht einrollte, die Decken zurechtschob und vor Erschöpfung schnell wegdämmerte, in einen traumlosen Schlaf.

Der größere Troll, der sich um Arkas und Vergi schmiegte, umfing so das Knäuel.

Zaylas Welt

Der 9 Tag verschlief sie, sie bekam nichts mit, nichts was um sie herum war. Nur die tiefe ihres endlosen Kampfes ausgetragen durch ihren Geist, weit ab von allen möglichen. Weit ab von dem was man so sehen konnte. Wie ein endloser nicht enden wollender Traum. Doch ihr Geist und ihr Wille waren stark und Stellte sich den Widrigkeiten.

Am 10 Tag wurde sie endlich wach gegen frühen Vormittag, sie war noch benommen und erschöpft von den innerlichen Kampf, doch sie war wieder da. Als sie aus dem Zelt kam stand die sonne am Himmel und schien auf sie hinab, der Wind umwehte ihren Körper, wie lange war sie weg gewesen. Was war passiert in der Zeit, nach den Kampf schien eine innerliche Ruhe sie umhüllt zu haben.
An zwei Tagen hatte sie Briefe geschrieben an ihren liebsten, es dauerte immer was bis die Briefe an kamen doch auf beiden Briefen hatte sie antworten bekommen und sie freute sich ihn bald wieder zu sehen. Der Irden Ring bot an die Briefe zu verwalten und zu verschicken und daher nahm sie es auch an.
Die beiden Briefe lass sie aufmerksam und freute sich über die wenigen aber wundervollen kleinen Zeilen. Trotz alle dem wusste sie noch nicht wie lange sie fort war. Sie machte sich was gutes zu essen für sich die anderen waren eh alle noch in ihren Zelten zumindest war niemand zu sehen.
Dann wieder gegen Abend oder Nachmittag zeigten sie die anderen und sie grüßt die die zuerst angekommen waren. Dort erkundigte sie sich auch was für ein Tag sie hatten und stellte fest das sie 1 ganzen Tag verschlafen hatte wenn man es so sagen konnte und sie seufzte auf.
Dennoch schien der heutige Tag nach Caelestras ansagen noch ein mal richtig spannend zu werden. Sie fand sie damit ab das sie ein ganzen Tag verpasst hatte und freute sich auf den heutigen. Noch leichte Erschöpfung war ihr an zu sehen, aber je weiter der Tag voran schritt um so mehr wurden ihre müden Glieder wieder Fit. Die kleine Sandinsel wurde immer voller, immer mehr sammelten sich am ende waren alle Hordler und alle Allianzer zusammen gekommen die, die letzten Woche zumindest da waren. Es wurde noch ein mal alles besprochen bevor es dann Los ging und sie in die tiefe tauchten Arkas schwamm voran.
Sie kamen dann auch an einer großen Tempelanlage an wirklich Beeindruckend und unglaublich Imposant wunderschön, wenn nicht hier und da einige Nage herum schwammen und Patrouillierten doch die Söldner machten einen sehr guten Job und schon bald waren die Patrolien Professionell beseitigt. Sie konnten sich ganz der unglaublichen Ruine widmen, sie wurden in zwei Gruppen eingeteilt, sie ging mit Caelestra und Acerus ihren Leibwächter links und Nanjin, Arkas und Lia gingen dann rechts sie fanden einige schöne Dinge sie selber fand:

Eine Silberne Schalle mit Edelsteine am Rand
Ein Paar Silbermünzen
Einen Dreiarmiger Kerzenleuchter aus Silber
Eine einfacher Goldener Kelch
Eine Elfen Statur

Sie kamen in ein Paar Wohnanlagen und fanden dort Wandmalereien und als sie alles gesehen hatten trafen sie sich oben an dem großen Haupttempel wo sie nun rein gehen wollten. Als alle versammelt waren gingen sie rein es war eine Tempel wie Nachtelfen sie erbauten mit den Mondbrunnen in der Mitte wovon noch teile übrig waren. Ein wundervoller Anblick bis Plötzlich ein Puls von der Mitte aus ging und sie für ein Moment wie erstarrt war. Es schien als würde für ein Moment mit der Zeit stehen bleiben, ein seltsames Gefühl machte sich in ihr breit.
Erst nach einer weile konnte sie sich bewegen Caelestra wurde bewusstlos und plötzlich wimmerte es vor den Tempeln nur von Nagas. Dann erhob sich auch noch eine seltsame dunkle Gestalt von Caelestra Naga brachen durch. Zuerst wurde Lia verletzt dann folge Nanjin und Arkas am Schluss auch sie selber. Ein Nage erwischte sie an der Schulter so heftig das sie stark anfing zu Bluten und leicht war ihr Schlüsselbein angeknackst. Es passierte so viel, am Ende waren einige unter der Kuppel geflüchtet wo eine Luftblase war. Lianvis verlor sogar sein Helm und auch ihre Luft wurde knapp. Am ende löste sie aus Panik und ein Stoßgebet ein Schutz aus der von ihren Dolch aus ging mit den Runen, Keine Ahnung ob sie traf oder nicht aber es schleuderte sie was hoch zur Kuppel und verhinderte schlimmeres. Durch die Söldner dann wurden sei auch ob wohl sie verletzt waren wieder an der Oberfläche geschafft.
Dank des Worgen kam auch sie an dem Strand an, wenn auch fertig erschöpft und am ende der Kraft. Sie wollte helfen 4 kleine Silber Phiolen hatte sie noch, sie wollte davon den zu schwer verletzten was anbieten zu Unterstützung aber das schlug bei einen heiler wohl sauer auf, den dieser schienen sich gekränkt zu fühlen oder bedroht in der Tätigkeit als Heiler. Irgendwas war es auf jedenfall, danach wurde sie angegangen und das nicht gerade auf freundlicher Art und weise, sie selber nahm dann ein ihrer tränke damit sie wenigstens einigermaßen Fit wurde, den Arkas wollen sie schon los schicken doch sie schaffte einfach nicht hoch zu kommen. Zu fertig war sie und die Verletzung machte sie auch fertig, also nahm sie was vom Trank und erst dauerte etwas bis er wirkte nicht alles wurde geheilt aber so viel das sie ein wenig helfen konnte. Sie holte noch ein paar decken und legte sie vor den verletzten hin wehrend die heiler ihr Werk machten.
Sie schlug dann Arkas vor sich mal etwas zu unterhalten um einiges klar zu stellen, aber erst wenn er wieder Vollständig genesen war.
Als sie sich so um sah seufzte, sie auf sie vermieste jemand Vergi war immer einer der ersten die zu ihnen traf, wenn sie da war uns sich mit ihn ans Feuer setzte doch jetzt nicht eine Spur von ihr, wo war sie nur. Hoffentlich ging es ihr gut und sie war irgendwo in Sicherheit leicht seufzte sie, sie hatte einige hübsche Dinge gefunden sie würde das noch an Caelestra weiter geben müssen, aber dieser Tag heute war wirklich die Hölle und mehr als den je wünschte sie sich nach Zefyr einfach um bei ihn in die Arme zu liegen. Sollte noch mal eine Expedition starten welche ihre Interesse weckte würde sie ihn fragen ob er nicht Lust hätte mit zu kommen.
Das Schiff wurde schon beladen der Tempel dieses wunder Werk wurde wohl durch die Explosion beschädigt zumindest wollte Gonto das Teil sprengen. Ob er noch stand, doch alle Reserven schien wohl verbraucht und mit ihrer kaputen Schulter konnte sie auch nichts machen. Sie rieb sich mit der Salbe ein die sie liebenswürdiger weise von der Heilerin Vayatri bekommen hatten und immer noch war sie besorgt wegen Vergi, sie mochte sie, in der Woche die sie mit der Söldner verbracht hatte vor allen auch mit Vergi war wirklich toll. Sie dachte viel nach als sie so auf die Felsen saß und auf das Meer hinaus schaute. Warum konnte man nicht einfach beides sein Forscher und Kämpfer warum muss man sich immer für ein Weg entscheiden. Wieso wird man nicht einfach für voll genommen in dem was man lernt, was man tut und was man machen kann, sie war nicht die durchschnitt Elfe sie lernte nicht das was Elfen so lernen. Sie mochte das wissen, den Kampf aber auch die Möglichkeit zu heilen. Warum durfte man das nicht anstreben warum wurde man nur auf eine Tätigkeit beschränkt? Zu viele Fragen und noch mehr Fragen und die Sorge um Vergi, wenn sie könnte würde sie sei selber suchen aber wie, es war ihr nicht möglich.
Immer wieder lief sie am Strand auf und ab in der Hoffnung auf irgend ein Zeichen irgendwas, es konnte doch nicht sein das am ende die fehlt die sie lieb gewonnen hatte, irgendwas sie hoffte einfach auf ein Wunder.

Tag 11

Gefangene der Träume

Die Zeit war gekommen. Die Dekandenz der Hochgeborenen würde endlich ihr gerechtes Urteil finden.
Sie betrat das Heiligtum der Mondgöttin zu früher Stunde, während Vashj'ir noch schlief. Das leise Rascheln ihrer Priesterrobe wurde von dem kalten Marmor des gewaltigen Kuppelbaus zurückgeworfen und bildete die Begleitmelodie ihrer letzten Handlung als Dienerin Elunes.
Sie schritt auf den Mondbrunnen zu, in dessen Mitte sich das Allerheiligste befand: das Auge von Elune. Es schwebte über einer Schale, die auf einem steinernen Podest ruhte und mit Mondwasser gefüllt war. Das leichte Glitzern, das vom geweihten Wasser der Mondgöttin ausging, umspielte die milchige Kristallkugel, von der ein schwaches Leuchten ausging.
Ihre nackten Füße betraten den Rand des Mondbrunnens und suchten ihren Weg über einzelne Steine hin zu der Kristallkugel. Sie umrundete das Becken einmal und führte ihre Arme hinauf zur Kuppel, von wo durch eine kleine Öffnung das Licht Elunes direkt auf sie herab schien.
Ein letztes Mal bat sie um die Macht der Göttin und legte ihre Hände auf die Kristallkugel. Das milchige Weiß wich einem in der Kugel kreisenden Nebel.
Das Amulett um ihren Hals leuchtete kurz auf und sie spürte wie ein Impuls durch ihren Körper ging und sich auf die Kristallkugel ausbreitete.
Ihr Lippen formten Worte, die ihr in den Sinn kamen. Doch es war kein Gebet an Elune. Die Worte entstammten der Sprache der wahren Götter, so alt wie diese Welt selbst.
Der Nebel in der Kugel verzog sich langsam und gab den Blick frei auf tentakelartige Wesen in unermesslicher Zahl, die sich langsam der Stadt näherten.


Der Tag begann ruhig. Die meisten hatten sich in ihre Zelte zurückgezogen und pflegten ihre Wunden. Nur Arkas und Nanjin waren trotz ihrer Verletzungen nochmals aufgebrochen, um Vergilian zu suchen.
Caelestra war immer noch nicht erwacht. Sie schlief weiterhin ruhig und tief und zeigte keine körperlichen Beschwerden.
Man unterhielt sich über die Ereignisse vom gestrigen Tag und kam zu dem Urteil, dass das Amulett, welches man Caelestra abgenommen hatte, etwas mit den Vorkommnissen zu tun haben musste. Zayla machte darauf aufmerksam, dass irgendetwas seltsames im Tempel vorging. Doch da sie es nicht genauer beschreiben konnte, gingen die anderen nicht weiter darauf ein. Keiner wollte sich aufgrund von Vermutungen nochmals in Lebensgefahr begeben.
Schließlich kehrten Arkas und Nanjin mit Vergilian und zwei weiteren Söldnern zurück. Die Erleichterung war groß, dass das Expeditionsteam nun vollständig war und die Abreise am nächsten Morgen wie geplant vonstatten gehen konnte.

Zurück im Lager

Sie war erst ein paar Stunden zurück im Lager nachdem Arkas und Nanjin sie aus dem Wasser gefischt und zusammen geflickt hatten. Ramiak und Kwennar hatten sie gesucht und schlussendlich auch gefunden so das man sie zurück bringen und verarzten konnte. Arkas war ruppig als er sie schiente aber die Wundermedizin von Nanjin machte das meiste erträglich, sehr zum Leidwesen von Vayatri, der es nicht gefiel das die Medizin auch Alkohol enthielt. Noch während Vay sich mit ihren Kräften der Lichtheilung daran machte Vergi etwas mehr zu heilen und das ganze ein wenig vorran zu treiben schlief diese an Arkas gelehnt ein. Der Troll hielt sie aufrecht während Vayatri ihr Werk vollendete und dann selbst ziemlich geschafft in den Sand kippte. Nanjin kümmerte sich liebevoll um sie und brachte noch mehr Decken um es den beiden Damen so gemütlich wie möglich zu machen ehe er und Arkas selbst in ihre Lager verschwanden...

Es war Stunden später als Vergi die Augen öffnete und Konogar vor sich sah. Der Worgen hatte einen Tee für sie bereit gemacht und hielt ihr die Tasse sanft lächelnd hin. Mit einem dankenden Lächeln setzte sich Vergi auf und nahm die Tasse entgegen um einen Schluck von dem sonst so guten Tee zu probieren. Schnell verzog sie das Gesicht und und schluckte das ganze mühevoll herunter.
"Kono, bei aller liebe aber den Tee konntest du schon besser. Hast du den mit Meerwasser gemacht?" sie stellte die Tasse neben sich und sah den Worgen an. Nur wenig zuckten dessen Ohren, was ihr seltsamerweise sofort auffiel.
"Ohh, das tut mir leid. Ich werde einen neuen machen." sagte der Worgen leise und nahm sich die Tasse vorsichtig um sich zu erheben.
"Freust du dich eigentlich schon auf zu Hause? Morgen gehts heim." fragte Vergi lächelnd nach.
"Oh ja natürlich." nickte der Worgen eifrig.
"Ich hoffe Felix hat die Reise gut überstanden."
"Felix?" fragte der Worgen und auch nach seinen üblichen Momenten kam keine Einsicht, zumindest nicht beim Worgen.
"Hast du ihn wieder bei Meister Blüte gelassen?"
"Ja, ich werde ihn holen sobald wir wieder zuhause sind." Vergi nickte und ließ den Worgen gehen ehe sie sich langsam aufraffte und zu einem der Zelte humpelte in denen einer ihrer Leute schlief. Recht unsanft weckte sie den schnarchenden Worgen.
"Kwennar steh auf." brummte sie den Worgen an der sich über die Schnauze leckte und sie verschlafen ansahehe er das Maul aufriss und gähnte.
"Schnapp dir ein Seil und schleich dich aus dem Lager. Durchsuch nochmal alle Höhlen die es auf der Insel gibt."
"Warum? Hast du was verloren oder soll ich eine Nagafalle bauen?"
"Nein... aber nach der Sache mit dem Amulett hab ich ein ganz dummes Gefühl. Kono verhält sich komisch und ist nicht klar bei Sinnen. Geh und such alles ab, weit ist er denke ich nicht gekommen. Such vor allem in den Höhlen." Müde nickte Kwennar und rappelte sich brummend auf, aber er tat was sie ihm gesagt hatte.....

Es war Stunden später und die Sonne hing schon halb über dem Meer als Kwennar mit einem ziemlich verwirrten Konogar wieder ins Lager kam.
"Ich hab was gefunden." verkündete Kwennar stolz und deutete zu Konogar.
"Wo war er?" fragte Vergi und sah sich Kono genaustens an.
"In einer Höhle, mit einem Spiegel der mich vollsabbelte. Total lustig." Kwennar schien in seinem Wahnsinn begeistert davon zu sein und Vergi konnte sich ein schmunzeln nicht verkneifen während sie zu Konogar ging und diesen genau ansah. Der Worgen hob nur kurz die Ohren ehe er sie tief im Fell vergrub und den Blink senkte.
"Es tut mir leid das ich so unachtsam war und ich danke dir das du mir diese Rettung in Form von Kwennar geschickt hast." sagte er kleinlaut und Vergi war sich sicher, das ist der ECHTE Konogar.
"Sei in Zukunft vorsichtiger Kono. Und jetzt ab Sachen packen. In ein Paar Stunden gehts nach Hause." sagte sie zu beiden und ließ einen immer noch belustigten Kwennar davon gehen.
"Ach Kwenn? Was hast du mit dem Spiegel gemacht?" fragte Vergi ihn.
"Das Ding ging einfach kaputt als ich da rein wollte, sowas blödes!" Kwennar lief weiter und und erzählte ohne unterlass, auch wenn ihm keiner zuhörte. Konogar folgte und ging in sein eigenes Zelt während Vergi ihnen nachsah. Jetzt konnten alle lebend zurück nach Hause....

Entscheidung und Ansporn

Der 11 Tag war angebrochen, schlafen konnte sie nicht, sie war aufgewühlt und immer noch besorgt wegen alle. Ja es mochte nicht ihr Job sein, es mochte nicht das sein was sie zu tun hatte, aber so war sie nun mal. Sie konnte die Nacht einfach nicht schlafen und als sich alle wieder langsam einfanden musste sie immer wieder an den Tempel denken. Doch kaum dachte sie dran überkam ihr ein seltsames Gefühl, was sie leider nicht beschreiben konnte, wenn sie es doch nur könnte doch egal wie sie sich bemühte es blieb ihr Verborgen hier oben was da unten vor sich ging. Sie machte drauf Aufmerksam das etwas nicht stimmte und sich was dunkles zusammen braute da unten am Tempel doch niemand niemand wollte noch ein mal runter geh und sich in Gefahr bringen. Caelestra war immer noch nicht aufgewacht und ihre Vermutung war das es etwas mit dem zu tun hatte was dort unten passierte und an das Amulett lag. Wenn sie könnte wenn doch nur mehr den Mut hätten würde sie nach schauen gehen ruhig in verborgenen, getarnt, irgendwas. Sie verstand das die Sicherheit vor ging, sie verstand das es nicht sicher war. Dennoch gab sie zu bedenken was wenn es nicht nur blieben würde was wen sich das auf ganz Azeroth auswirken würde was hier gerade passierte was auch immer es war. Allein was Gonto sagte das seltsame Wetterofenomen aufgekommen waren behielt sie in Alarmbereitschaft. Das was da unten vor sich ging war nichts natürliches, ausgelöst durch den Leuten hier, es fühlte sich nicht natürlich an und so falsch etwas was so nicht sein Durfte oder konnte. Wenn sie doch nur wüsste was genau es ist, doch sie konnte es nicht näher beschreiben.
Wehrend sie sich weiter mit den Gedanken befasste was dort unten gerade passieren könnte, machten die anderen alles Abreise bereit. Es war so niederschlagend das sie nicht mehr tun konnte und sie würde auch gern wissen was da unten los geht, was für Konsequenten das Auftauchen der hiesigen Leute in dem Tempel hatte und bei allen was ihr wichtig war. Es waren deutliche konsequenten und niemand wollt sich ihn stellen und allein war es ihr nicht möglich. Sie konnte nichts tun auf sie hörte niemand es ging niemand auf sie ein, weil sie nicht wichtig genug war. Was ist wenn das Amulett was Caelestra trug das alles auch wieder umkehren könnte die frage war nur wie, zu wenig wusste sie über das teil und sie bekam es nun mal auch nicht in die Hände. So konnte sie nur Vermutungen aussprechen für sich auswiegen. Vielleicht hätte man mit den wissen was da unten bei der Ausgrabungsstelle vor sich ging Caelestra helfen können, das sie wieder aufwachte. Nichts, ihr blieb nichts übrig als sich der menge zu unterwerfen, sich zu fügen in dem was alle beschlossen hatten. Oh wie sie es hasste, wie sich alle vor den Konsequenzen drückten, sie würde sich ihnen stellen um eine Lösung zu finden für Caelestras zustand doch auch das war ihr nicht möglich ohne das sie jemand an den Bein pinkeln würde wahrscheinlich.
Die Taucherrüstung war die erste die verladen wurde, ihre Schulter ging es langsam besser, dennoch würde es noch dauern bis sie ganz heile war. Auch Vergi war zum Glück aufgefunden wurden, doch sie blieb allein mit dem was sie fühlte und nicht beschreiben konnte, da die andern verständlicher weise an der Sicherheit dachten. Doch waren sie das wirklich sicher wenn sie hier fort waren, würde Caelestra jemals wieder aufwachen wenn sie keine Lösung für das hier fanden, für die Konsequenzen die hier zurück blieben, falls sie es blieben?
Für sie bliebe ein Entschluss fest, sie würde noch härter als je zu vor lernen, sie würde sich ein Namen machen damit man endlich mal auch was auf sie hören würde. Damit man sie nicht Ignorierte und vielleicht schlimmeres verhindern könnte oder umkehren könnte was auch immer. Sie würde nicht einfach untätig herum sitzen, sie würde sich den Konsequenzen stellen, oh ja und wie sie das würde. Wenn alle sicher waren würde sie sich den Konsequenzen stellen damit es auch so blieb. Wenn es sein musste würde sie Acerus um Hilfe bitten und Gonto um noch mal was eigenes zu starten um Caelestra mit deren Hilfe zu helfen, sie war nicht Caelestras Leibwächter oder verantwortlich für das wohl von allen, nein, aber sie konnte wenigsten versuchen für der jenige was zu tun die die fahrt hier her ermöglicht hatte. Sie hatte keineswegs vor irgendwem den Job abspenstig zu machen. Mit der Hilfe von den die bereit waren wenn alle sicher waren, sich der Konsequenzen zu stellen die sie ausgelöst hatten. Doch in Moment blieb ihr nichts anderes über als sich der Mehrheit zu unterwerfen.

Die schiffe die sie zurück bringen werden würden bald ankommen. Als sie dran dachte wer auf sie wartete war sie einfach froh den einen gab es der auf sie wartete daheim Zefyr.
Sie freute sich schon in seien armen liegen zu könne und sich zu erholen von den ganze Strapazen und dachte nun auch an ihn wie sie ihn am besten eine Freude machen konnte.

Das Amulett

Lianvis hatte sich in das Zelt zurückgezogen, welches nach dem übereilten Aufbruch von Magister Flammenwind zurückgeblieben war. Er hatte wirklich gehofft auf dieser Expedition mit dem Magister die ersten Schritte auf eine künftig gute Zusammenarbeit einleiten zu können, aber einmal mehr gewann er den Eindruck, dass Amadés guter Freund zu wenig mehr als Bibliotheksrecherchen taugte, auf alle Fälle nicht für den Einsatz im Feld. Kaum war der Magister am Strand angekommen und hatte es sich notdürftig heimisch gemacht, da war er auch prompt am nächsten Tag unachtsam in einen Seeigel getreten... Natürlich hätte die Heilerin der Söldner sich das ansehen können, aber Lianvis war es leid zu debattieren und zu diskutieren und gestattete dem Magier die Rückkehr nach Silbermond um sich versorgen zu lassen, zudem, ein leidiger Arkanist war so ziemlich das Letzte, was er zum damaligen Zeitpunkt in der Runde wollte... Oh, hätte er doch wirklich diese hellseherischen Gaben, welche Amadé ihm gerne unterstellte. Im Rückblick auf die Ereignisse des letzten Tauchganges, hinab zum Tempel, ein Magier, selbst einer mit eingeschränktem Gehvermögen, wäre ihm gerade mehr als lieb. Immerhin gewährte Anelterions überstürzter Aufbruch ihm ein wenig Luxus, welchen er nicht eingeplant hatte, allem voran diese ausgezeichneten Permafrostkissen, welche seine Kopfschmerzen gut in Griff hielten.

Nun saß er hier also, sieben Stunden bis zur angemeldeten Ankunft der Flotte, die Herr Gonto organisiert hatte. Sieben Stunden... Lianvis hatte sich selten so sehr auf das Ende einer archäologischen Expedition gefreut. Letztlich lag der wahre Erfolg dieses Unterfangens wohl darin zu demonstrieren, dass man durchaus mit der Allianz arbeiten konnte, zumindest mit den Menschen und ihren wölfischen Cousins. Allerdings, es waren Sturmwinder, denen traute der rothaarige Blutelf ohnehin mehr zu als den verachtenswerten Stümpern in Dalaran und den unzivilisierten Barbaren aus Kul Tiras, welche bereitwillig jederzeit die seltenen und brüchigen Waffenstillstände auf Grund solcher Banalitäten wie Rassenzugehörigkeit gefährdeten. Und dabei unterstellte man doch gemeinhin den Sin'dorei einen ausgeprägten Rassismus, a priori ein Absurdum, als habe eine überlegene Rasse es nötig stetig auf den Unzulänglichkeiten anderer herumzuhacken.

Nachdenklich begann Lianvis damit seine wenigen Habseligkeiten in Taschen und Kisten zu verstauen, damit sie schnell auf die Schiffe verladen werden konnten. Er hatte zwar Müdigkeit vorgeschoben, als er sich von den Trollen und den beiden Sturmwinder Damen entfernte, aber eigentlich ging es ihm um Einsamkeit. Es gab zu vieles zu überlegen, zu kalkulieren... Da konnte er Ablenkung nicht brauchen, egal wie sehr sein Geist danach schrie von den aktuellen Überlegungen abgelenkt zu werden.
Lady Sonnenfeuer, ursprünglich war es sein Plan diese Expedition zu nutzen um weitere Bündnisgespräche zu führen. Selbst die Fokussierung der Magierin hatte er noch als angenehm wahrgenommen, es fand sich zwar keine Möglichkeit für politische oder auch nur private Gespräche, aber wenigstens zeigte dies den Willen der Dame, sich voll und ganz für ihre Sache einzusetzen, ein absoluter Pluspunkt im Vergleich zum üblichen Papperlapapp ohne Konsequenz, welches so gerne das politische und gesellschaftliche Parkett Silbermonds dominierte. Bedauernswert menschliche Kurzsichtigkeit, welche sich da immer wieder zeigte, bei Mitgliedern eines Volkes, welches die Zeit selbst auf seiner Seite wissen durfte. Da war die Dame Sonnenfeuer eine erfreuliche Abwechslung... Aber jetzt? Es war schwer eine andere These zu den Ereignissen des Vortages zu finden, welche nicht auf dieses verdammte Amulett zurückzuführen war. War die Dame einfach nachlässig, dieses Teil als Schmuck spazieren zu führen auf der Grabung? War es mangelnde Vorsicht? Gerade eine Magierin sollte es doch besser wissen, besonders wenn sie mit magischen Artefakten ihr Geschäft bestritt. Woher kamen eigentlich in letzter Zeit diese Magier mit spannenden Spezialisierungen aber scheinbar ohne jede Fachkompetenz? Die Komtess Avan'Seel beschäftigte sich mit Temporalmagie, forschte aber nach eigenen Aussagen nur an Anomalien wie es jeder, auch ohne Magiestudium, könnte, statt sich effizient darum zu kümmern Einblicke in den Zeitfluss zu gewinnen um damit ihre politischen Bestreben voran zu treiben, die Dame Sonnenfeuer nun arbeitete mir Arcanarien, schien aber keinen Sinn für die Gefahren eben dieser zu besitzen...

Lianvis zog das Amulett aus seiner Gürteltasche und betrachtete es nachdenklich. Er hatte weder große Kenntnisse der Magie noch der Verzauberung und die Mechanomagikologie befasste sich lieber damit eigene Artefakte in Form technischer Rafinessen zu erschaffen und für die Massen zu sichern, als dass man sich mit den Unsicherheiten von Arcanarien befasste. Wäre dieses Amulett ein mechanomagikologisches Gerät, wie würde er seinen Effekt festlegen? Was hatte er gesehen und gehört von den Vorkommnissen?
Allem Anschein nach, war ein Fragment des ursprünglichen Erschaffers in dem Amulett, sowas kam vor. Der Erschaffer nutzt einen Teil seiner Essenz um das Artefakt zu erschaffen, nutzt er es dann häufig und führt es viel an seiner Seite, dann verstärkt sich dieses Band. Ganz klar, in der Basis lag wie so häufig die Manaphysik, im allgemeinen immer der Anfang bei der Erschaffung eines Artefaktes.
Das Fragment im Amulett scheint eine eigene Motivation zu besitzen, entweder von sich aus, als Spiegelung der früheren Nutzung oder tatsächlich beabsichtigter Effekt. Zudem wurde die Erscheinung am ehesten als ein Geist beschrieben, also wurde die Netheristik mindestens gestriffen.
Dann war da der Impuls, entweder Auslöser für die Aktivierung oder erster Effekt des Artefaktes an seinem "Bestimmungsort", gleich wie der kausale Zusammenhang, es war eine Energie, welche soweit die bisherigen Gespräche abzeichneten jeden Anwesenden kurzweilig erstarren ließ. Das war schwer einzuschätzen. Energetische Physik war nie verkehrt bei Energien, das ging schon aus dem Namen hervor, aber dies war etwas Anderes als die üblichen Feuerbälle und sonstigen magischen Spielereien. Der Effekt lähmte... Einfluss auf Biomasse? Oder doch eher Manipulation der Gedankenebene, die nur eine Erstarrung vorgaukelte? Auch die Netherdynamik könnte durchaus...

Lianvis rieb sich mit der freien Hand die Stirn, das machte keinen Sinn, zum einen waren seine Kenntnisse für eine Analyse unzureichend und selbst wenn, als er das letzte Mal mit einem Magier versuchte ein Gespräch über das Zusammenspiel von Magie und Technik zu führen scheiterte es schon am Fachvokabular und der unterschiedlichen Wahrnehmung von Ursache und Wirkung beabsichtigter Effekte. Seine Erkenntnisse würden also ohnehin nichts beschleunigen können.
Nach einem letzten Blick auf das Ding in seiner Hand verstaute er es am aktuell sichersten Ort und setzte sich mit dem Permafrostkissen an der Stirn wieder in die dunkelste Ecke des Zeltes. An Schlaf war eh nicht zu denken, ehe er wieder in der Heimat war, aber für alle Fälle musste ein überraschender Gast im Zelt ja auch nicht sofort sehen, dass der Bewohner noch wach war...

Tag 12

Heimkehr

Was vom Tage übrig blieb ….

Die letzten Zelte am Sandstrand von Vash ir waren abgebaut und die Expeditionsteilnehmer versammelten sich. Manche versanken während der Aufräumarbeiten in innerer Stille, Andere wiederum suchten Ablenkung im Gespräch. Es war ein Wechselbad der Gefühle erwachsen aus den teils erschreckenden und auch erfreulichen Ereignisse der letzten Tage.

Die Expedition verlief nicht linear, trotz der intensiven Planung, welche dem Ereignis voraus eilte. Unvorhergesehene Komponenten wurden mit Flexibilität und Bereitschaft ausgeglichen. Kämpfe gegen regionale Lebewesen forderten ihren Tribut. Trotz dieser Hindernisse konnten einige Artefakte geborgen und sicher gestellt werden.

Andorella hatte sich langsam von den Strapazen erholt und meditierte den letzten Tag über. So sammelte sie Mana um ein Portal herbei zu zaubern, welches der Gruppe die Rückkehr erleichtern möge. Proviant, Gepäck und Teile der Funde sollten später per Schiff folgen. Die Magierin ließ ihren Blick durch die Runde schweifen.

Ihr Blick verweilte bei den Söldnern, welche Alles zum Schutz der Teilnehmer in Bewegung setzten. Vergilian wurde noch von Vayatri Lebenshauch versorgt, denn der letzte Tauchgang verlangte der taffen Anführerin viel ab. Kwennar, Ramiak, Shindera und Arbresha gingen ihren jeweiligen Aufgaben nach. Allesamt stolze Recken deren Mut als heldenhaft beschrieben werden durfte.

Der Wolf von Baskerville näherte sich von hinten mit einer Kiste in der Hand. Beim Vorbeigehen tappte er Andorella auf die Schulter und ging weiter seines Weges. Er bewies ebenso Tapferkeit als er selbstlos zum Wohle Anderer entschied. Er schritt an Konogar Luchszam vorbei, welcher zu Beginn der Expedition verloren ging und nun ausgehungert in einer Höhle gefunden wurde. Nicht aus zu denken was geschehen wäre, wenn die Such- und Rettungsmission gescheitert wäre.

Darauf richtete Andorella ihren Blick weiter rüber zum Lager der Horde. Alle waren ebenso bemüht die Koordination des Lagerabbaus zu leisten. Gonto, der goblinische Geschäftsmann, bastelte noch an einem dampfenden Etwas herum das einer Maschine glich. Ein Mechanikus mit Geschäftssinn, Andorella schmunzelte. Zayla Dunkelblut, Nanjin, Lianvis und Arkas waren ebenso damit beschäftigt letzte Vorbereitungen für die Abfahrt zu treffen.

Am Horizont schob sich ein sich nähernder Schatten heran. Es waren die Segel eines Schiffs, welches die Mitglieder der Horde übersetzen würde. Andorella war nun auch soweit. Sie hatte während der Meditation genug Mana konzentriert um einen Portal nach Sturmwind herbei zu zaubern. Noch einmal ließ sie ihre Gedanken schweifen und richtete ihren Blick in die Ferne. So schön und beeindruckend diese Gefilde auch waren, so gefährlich waren sie gleichermaßen. Die sorgfältige Planung beinhaltete nicht solche Vorkommnisse, doch Alles schien sich noch zum Guten gewandt zu haben. Nun würde man die Wertigkeit der Artefakte ermitteln und deren weiteren Weg bestimmen.

Noch einmal gingen die Mitglieder der jeweiligen Fraktionen aufeinander zu. Man schüttelte Hände und Klauen, bedankte sich und lachte. Für Manche kam der Eindruck auf, als hätte es nie historische Konflikte zwischen ihren Völker gegeben. Und eben diese Überwindung der Vorurteile trug schließlich auch zum Erfolg der Expedition teil. Es zeugte davon, was ein „Miteinander“ ermöglicht!

Die Magierin wirkte den Zauber worauf die Söldner der roten Tatzen, der Wolf von Baskerville, Konogar Luchszam und zu guter Letzt Andorella selbst hindurch schritten, in die Heimat!

Ankunft im Immersangwald

Bereits in der Nacht erschienen am Horizont die Segel eines thalassischen Handelsschiffes, das sie zurück in die Heimat bringen sollte. Bei den ersten Sonnenstrahlen wurden die Ausrüstung, das technische Gerät und die Kisten mit dem Grabungsgut verladen.
Caelestra, die noch immer nicht erwacht war, bette man in eine Kajüte. Die anderen verabschiedeten sich von den Mitgliedern der Allianz, die durch ein magisches Portal direkt nach Sturmwind reisten.
Die Reise an Bord des leichten Seglers verlief ohne großartige Wetterkapriolen. Wendig und schnell nutzte das Schiff den aufkommenden Wind und brachte das Grabungsteam bis zum Abend vor die Küsten von Quel'Thalas. Am Ankerplatz der Sonnensegel legte es an, wo schon Bedienstete des Hauses Sonnenfeuer darauf warteten, die Ladung entgegen zu nehmen.

Arkas bot sich an Amadé zu suchen, damit er Caelestra untersuchte, um heraus zu finden was mit ihr nicht stimmte. Zayla war nach wie vor der Ansicht, dass ihr Zustand etwas mit dem Amulett zu tun hatte.
Also brachte Acerus die Schlafende zu ihrem Anwesen, während die anderen sich verabschiedeten, um den Abend ruhig in der Taverne ausklingen zu lassen.
Schon bald würden die Geschichten von sagenumwobenen Schätzen und grausamen Unterwasserwesen, denen die Expedition nur um Haaresbreite entkommen war, den Tratsch auf den Straßen Silbermonds bestimmen. Und angesichts des Zustandes von Lady Sonnenfeuer war man sich hinter vorgehaltener Hand sowieso sicher, dass so tief am Meeresgrund selbst die reinste Seele dem Wahnsinn anheimfallen konnte.

"Auf dem Meeresgrund muss selbst das Licht sterben."
"Träumend liege ich in der versunkenen Stadt."
"In der schlafenden Stadt wandelt der Wahnsinn."

Es waren ihre Gedanken und doch nicht.
Für einen kurzen Moment spürte sie eine vertraute Wärme.
Dann war sie wieder im Tempel von Quel'Dormir. Hunderte Augenpaare starrten sie an. Anklagend.
Warum verstanden sie nicht, dass es an der Zeit war sich einem höheren Wesen zu unterwerfen. Einem, das über sie wachen konnte, sie beschützen, für sie da sein selbst in ihrer dunkelsten Stunde...

weiterführende Links

Quelle

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