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Der Falkenplatz ist ein Stützpunkt der Horde im Immersangwald vor den Toren von Silbermond. Von hier aus wird die Verteidigung gegen die Getriebenen koordiniert, die sich in den Ruinen von Silbermond eingenistet haben.

Personen

  • Aeldon Sonnenmal - Hauptmann der Blutfalken. Aeldon Sonnenmal sucht die Instabilen Manakristalle, die in leuchtenden Tonnen überall im Gelände der Ruinen verteilt herumstehen, damit sie nicht in die Hände der Getriebenen fallen. Die Getriebenen sind Aeldon aber auch sonst ein ständiger Dorn im auge. Wenn sie sich nicht gerade selbst gefährden, indem sie instabile arkane Quellen anzapfen, um ihren Magiehunger zu stillen, dann brüten sie unausgegorene Pläne gegen die ehrbare Blutelfengesellschaft aus.
  • Magister Jaronis - Magister Jaronis kümmert sich um Arkanpatrouillen in den Ruinen, die unter schweren Fehlfunktion leiden.
  • Unteroffizier Kan'ren - Unteroffizier Kan'ren jagt Thaelis den Manadurstigen in den Ruinen von Silbermond. Einen der Getriebenen konnte er fangen, um ihn zu verhören. Er denkt dabei nicht, dass er mit diesem Wurm zu grausam sei. Die Getriebenen töteten in diesem Monat bereits zwei seiner Männer. Die Blutelfen sind eher immernoch viel zu gütig mit ihnen.

Forscherliga-Tenor

Taverne „Zum Schwarzen Drachen“

Prüfend drehte Ilarion das Schild in den Händen und ließ es dann sinken, um zu dem schwarzhaarigen Elfen hinüberzusehen, der gerade dabei war, allerlei Krimskrams unter der Theke hervorzuwühlen. Seit dem Aufstehen räumte Jarél in der Taverne auf, putzte, warf Dinge weg, die er als kaputt oder nicht mehr zu gebrauchen deklarierte, und brachte den Schankraum auf Vordermann. Natürlich nicht, ohne Ilarion hin und wieder mit einem beiläufigen Blick zu bedenken. Auch ohne dass er es aussprach, wusste Ilarion, was er ihm sagen wollte. Dass er sich freuen würde, wenn Ilarion mithülfe, schließlich war dies seine Taverne, und es war seine Idee, sie von nun an regelmäßig zu öffnen. Dass man vorher alles putzen sollte, war jedoch Jaréls Einfall, und auch wenn Ilarion nichts dagegen hatte, fand er die ganze Putzerei im Grunde überflüssig. Wenn der Abend gut lief, müsste man ohnehin morgen früh wieder durchgehen, und wenn der schlechtgelaunte Goblin mit seinen Helfern da war, um die neuen Fässer zu bringen, noch einmal. Überflüssige Arbeit also, die den Aufwand nicht lohnte. Jarél sah das jedoch wie immer anders.

Anstatt den Putzfeudel zu schwingen, hatte sich Ilarion daher darauf beschränkt, die Getränkelisten durchzugehen, zwei neue Weine zu kosten und anschließend einen Abstecher in die Stadt zu machen, um das neue Tavernenschild abzuholen. Als er zurückgekommen war, hatte Jarél bereits die Küche und den Schankraum geschrubbt und widmete sich nun der Theke, unter der sich im Laufe der Zeit einiges angesammelt hatte, von dem Ilarion selbst nicht mehr genau wusste, wie es darunter geraten war.

„Was sagst du dazu?“, fragte er und drehte das Schild ein wenig, sodass Jarél es sehen konnte. Es zeigte einen schwarzen Drachen, eher noch einen Welpling, der sich um einen für thalassische Verhältnisse ungewöhnlich schlichten Schriftzug wand. „Zum Schwarzen Drachen“ stand dort in roten Buchstaben, die sich bedauerlich schwach von dem hölzernen Untergrund abhoben. Jarél hob den Kopf und verengte die Augen ein wenig. Er nickte nur und legte einen schmutzigen Lappen zusammen mit einem Stapel alter Rechnungen auf der Theke ab. „Wo hast du das her?“ „Von einer Bekannten.“ Ilarion rückte ein Stück herum, damit mehr Licht auf das Schild fiel. Er legte den Kopf ein wenig zur Seite, während er es betrachtete. „Unter anderen Umständen hätte ich vielleicht Roana gebeten, aber es schien mir gerade unpassend.“

„Ich gehe davon aus, dass deine Bekannte es gerne gemacht hat“, bemerkte Jarél und tauchte wieder hinter der Theke ab. Er klang neutral dabei, ohne jeden Vorwurf, obwohl sich Ilarion sicher war, dass Jarél ahnte, welcher Art diese Bekanntschaft war. Fylea hatte gleich zugesagt, als Ilarion sie gefragt hatte, ob sie ihm das Schild malen würde, und sie hatte es ihm kostenlos überlassen, mit der Ankündigung, ihn demnächst in der Taverne zu besuchen und sich selbst ein Bild von dem Laden und seinen Räumlichkeiten zu machen. Sie hatte ihm dabei zugezwinkert, und Ilarion war einverstanden gewesen. Warum auch nicht, sie war hübsch und neugierig. Und konnte malen. Ilarion dachte bereits darüber nach, ob er sie nicht auch noch sollte, eine Tafel mit einer Getränkekarte zu entwerfen, die er neben der Treppe aufhängen könnte. Seit er wieder in Quel’Thalas lebte, hatte er einige alte Bekanntschaften wieder aufgefrischt und andere neu geschlossen, flüchtige Bekanntschaften, um einen netten Abend zu verleben, ohne zum Frühstück bleiben zu müssen. Jarél sah erstaunlich gelassen darüber hinweg, fragte ihn nur hin und wieder, ohne einen Vorwurf daraus zu machen. Ilarion war ihm dankbar dafür. Etwas rumpelte hinter der Theke, und im nächsten Moment stellte Jarél eine Schale auf die Holzplatte. Darin lagen einige graugrüne Gebilde, die in einem vorherigen Leben vielleicht einmal Zitronen gewesen waren.

„Wann hast du zum letzten Mal Cocktails gemacht?“, fragte er und zog die Nase kraus. Ilarion zuckte mit den Schultern. „Irgendwann im Sommer. Glaube ich. Wenn ich mir das da angucke, kommt das ungefähr hin.“ Er grinste und legte das Schild beiseite, um vom Tisch zu rutschen und zur Theke hinüber zu gehen. „Brauchst du noch lange?“, erkundigte er sich und reckte den Hals, um zu erkennen, was Jarél dort unten machte.

Ihn traf ein belustigter Blick der dunklen Augen, die selbst unter dem feinen Felschleier beinahe schwarz erschienen. „Wenn du etwas mehr Ordnung halten solltest, wäre ich schon längst fertig. Die Zimmer müssen auch noch gemacht werden. Der Besen steht übrigens neben der Treppe, der Korb mit den Laken oben an der Küchentür.“

Ilarion nickte und trat zurück, die unausgesprochene Aufforderung schlicht ignorierend. „Dann hast du ja noch eine Weile zu tun“, stellte er fest und klaubte den Hammer von der Theke, mit dem Jarél vorhin erst die Regalbretter geradegerückt hatte. „Ich hänge schon mal das Schild auf. Sag Bescheid, wenn du fertig bist, hm?“ Er schenkte Jarél ein weiches Lächeln und nahm das Schild und die halbvolle Weinflasche vom Vortag auf, die er noch gerettet hatte, ehe Jarél sie in irgendeiner Soße verarbeiten konnte. Jarél vertrug keinen Wein, aber er selbst könnte sich damit die Zeit vertreiben, bis fertig aufgeräumt war. Und dann war alles bereit für die Eröffnung. So bewaffnet wandte er sich zum Ausgang, während Jarél ihm mit einem leisen Schmunzeln nachsah.

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