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Nordhain Abtei

So, angekommen. Was für einen Tag haben wir heute eigentlich? Egal. Ich frag mich echt was das für komische Knilche sind, hier bei der Abtei of Nordhain. Rechts, dieser Typ, der allen das Wolfsfleisch kauft, ist mir auch nicht ganz koscher. Der braucht doch niemals so viel. Und wo kommen all diese Wölfe her? Ich glaub der züchtet die insgeheim. Na ja, dank meiner fabulösen Zaubertricks werde ich mal versuchen auch so einen Wolf zu erlegen. Kann ja nicht so schwer sein. Die verdammten Biester beißen ja! Und vor allem ist es gar nicht leicht die zu häuten. Verdammt ist das widerlich. Bin von oben bis unten blutverschmiert und der ganze Rasen ist voll mit Gedärmen. Igitt. Nie wieder Wölfe jagen! Na wenigstens gab es gutes Geld. Außerdem fall ich jetzt neben all diesen anderen Psychopathen nicht mehr so auf. Es braucht echt nur einen Marktschreier der erzählt das Land brauche Helden und schon kommt ein Haufen minderbemittelter Farmersjungen an. Aber ich bin ja keiner von denen, ich bin schließlich Magier.

Goldhain

Goldhain, aaah, herrlich. Kaum ist man angekommen, ist schon eine schöne Rußschicht vom Abzug der Schmiede gleichmäßig über die gute Robe verteilt. Überall sitzen komische Leute auf dem kalten Boden. Meist lustige Elfen mit lila farbener Haut und lustigen Schlappohren. Die haben sogar leuchtende Augen. Ob das nicht blendet? Na egal, sollen sitzen, mir egal. Aber wenn ich den Hexenmeister, der seinen kleinen Wichtel mit in die Taverne genommen hat, mal in der Wildnis treffe, dann gibt’s Dämonenragout! Der kleine @§!%>&@ hat direkt vor mir mitten auf den Teppich gek****t während ich zu Tisch war.

Herrschsüchtiges Volk

Spinnen diese Stadtwachen eigentlich? Geh dahin, geh dorthin, mach dies, mach jenes, hol mir n Apfel, schlag mir einen Banditen. Ja Sir, jawohl Sir, stramm stehen, schlaff stehen. Ich fühl mich ja schon etwas ausgenutzt. Gäbe das nicht jede Menge Silber, wäre ich schon längst daheim und würde Eberpastete essen!

Mein gutes Frühstück!

So langsam entwickle ich einen gesunden Hass gegen die Defias Bruderschaft. Gestern hab ich mir gemütlich ein Frühstücksei gemacht. Gutes Lagerfeuer, schöner Hügel, prächtige Aussicht. Gut, der verkohlte Wolf etwas abseits schmälerte die Freude, aber was wollte der auch an meinem Ei lecken? Auf jeden Fall kam da dieser Defias Bursche und wollte tatsächlich all mein Hab und Gut. Nicht das es schon reichte mir mitten ins Frühstück zu spucken. Nein! Er meinte allen ernstes noch mir ans Schienbein zu treten. Das schöne Geräusch als seine Knochen durch den plötzlichen Kälteschock direkt nach dem Feuerball in zwei brachen werde ich nicht so schnell vergessen. So macht man sich Freunde! Und jetzt geh ich erst mal ins Wirtshaus nach Goldhain und frühstücke dort. Die 5 Kupfer des Toten müssten ausreichen für ein anständig gebratenes Frühstücksei.

Ich hab genug von Westfall

Noch einen Tag hier in Westfall und ich werde die ohnehin ausgedörrten Felder alle abfackeln. Es ist heiß, ständig gerät mir Sand in die Augen und überall stinkt es nach Gnollen und doofe Bauern sind zu blöd zum ackern und... und... ach ich hab keine Lust mehr. Ich geh jetzt ans Meer und sonne mich eine Runde. Neuer Erzfeind: Murlocs! Erst dachte ich mir ja das sind niedliche kleine Tierchen die mit mir spielen wollen, als sie mich da nass spritzen, wo ich Sonnen baden war. Aber dann tat das doch irgendwie weh als diese elektrische Schockwelle mich erreichte. Mistige kleine Bastarde. Hab sie alle mit meinem Stock erschlagen. Feuer schien mir zu gnädig.

Der gute Eintopf

Wer auch immer sich das Rezept für den guten Westfall Eintopf ausgedacht hat ,war wahnsinnig. Klar, schmeckt gut. Aber was man dafür alles erlegen muss! Doch ich hab sie alle gejagt und gebrutzelt und getötet. Fleischreißer, Eber, Koyoten, Gnome (war ein Versehen, hatte ich übersehen im Kampfgeschehen), Gnolle und sonst was. Dummerweise bleibt von dem Fleisch meist nicht mehr viel übrig wenn ich mit den Kreaturen fertig bin. Deshalb schmeckte der Eintopf wohl auch nicht sonderlich gut. Aber hat satt gemacht.

Kleine Zwerge und rabiate Gnome

Merke: Erntemaschinen sind böse. Wer auch immer diese Höllendinger gebaut hat, es war nicht zum Wohle der Ernte oder der Bauern. Erstaunlicher weise wurde ich von einer Zwergin zurück geholt. Genau, richtig gelesen, ich befand mich schon im Nether kurz vor dem Strudel des ewigen Chaos. Irgendwas zog mich dann zurück in diese Welt. Erst dachte ich das wäre ein Kind. Das fand die Priesterin dann nicht so lustig. Ich versuchte ja noch ein Kompliment draus zu machen, aber sollte nicht sein. Ihre Gnomenfreundin gab mir zum Abschied noch eine vors Schienbein und die beiden sind abgedampft. Gut, mir egal, nächstes mal sag ich halt auch nicht Danke!

Eine süße Begegnung

Ich dachte ja immer Hexenmeister sind die ganz blöden, die es nie zum richtigen Magier geschafft haben. Irrtum. Gestern traf ich eine reizende Hexenmeisterin. Sie war zwar größenwahnsinnig, aber das störte mich wenig. Schließlich bin ich das als echter Magier genauso. Ein heißer, aber ergiebiger Tag war es, an dem wir zweisam Banditen ins Jenseits schickten. Ehrlich gesagt betörte mich das liebreizende Funkeln in ihren Augen ein jedes Mal, wenn sie eine weitere Seele verfluchte und dabei zu schaute wie ihr Dämon die hilflosen Kreaturen verspeiste. Ich frag mich ja was der dicke Blaue für einen Magen haben muss. Bisher musste er zumindest noch nie Wasser lassen oder dergleichen.

Verzeihung, war keine Absicht

Verdammte Gnome! Bin gestern schon wieder über einen gestolpert. Was beschweren die sich denn? Sollen sie doch Fahnen hoch tragen, dann sehe ich sie auch rechtzeitig. Tut mir ja echt leid für die schweren Verbrennungen und den neuen Haarschnitt. Aber man steht einfach nicht zwischen einem Magier und seinem Opfer und hüpft wild rum. Gut, vielleicht würde ich auch hüpfen, wenn mir jemand im Essen steht, aber so was würde ich eh nie essen, was die da im Teller hatte.

Sturmwind und die Zicke

Hatte vorerst genug von Westfall und bin nach Sturmwind. Ja, das ist eine Stadt! So mag ich es. Sauber, ordentlich, nette Leute, schöner Baustil, guter Wein. Ich bin glücklich. Gerade war ich bei einer dieser besonders wichtigen Magierinnen. Ich verstehe vollkommen das es als Frau einiges an Ehrgeiz und Durchsetzungsvermögen benötigt um in dieser von Männern zur Höchstform gebrachten Kunst zu bestehen. Aber so was hochnäsiges hab ich ja noch nie erlebt. Gibt die mir da so einen komischen Kasten und komische Spruchrollen mit und sagt ich soll magische Kreaturen in der Kneipe jagen. Das erinnert mich irgendwie an die fette Erna die mich damals bat ihr kleines Kätzchen Mimi einzufangen. Reden wir nicht über Mimi. Sie möge friedlich in der Katzenhölle schmoren. Diese Magierin ist intelligenter als ich dachte. Der Trick mit den angemalten Hundewelpen hat nicht funktioniert. Deshalb musste ich diese magischen Kreaturen doch wahrhaftig einfangen. War gar nicht mal so schwer. Die Rechnung für die zerstörte Einrichtung der Taverne gab ich einem Paladin als er mich nach meiner Zauberlizenz fragte. Ich glaube er hat es gemerkt, traute sich aber nichts zu sagen. Lag vielleicht an dem meterbreiten Krater hinter mir. Irgendwie habe ich das dumpfe Gefühl die wollen mich hier los werden. Diese versnobte Magierin meinte ich solle mir für meine neue Robe doch seltene Edelsteine irgendwo aus dem Norden holen. Ich kenn die Gegend nicht, aber der Name klang zwergisch. Wenn ich mich nur dran erinnern könnte was sie genau meinte. Aber egal, ich werde noch heute aufbrechen. Nur wo hin? Goldhain ist mir zu grün, und Westfall zu heiß.

Botengänge

Wieso glauben eigentlich alle Stadtwachen, Bauerntöchter, Kräutersammler, Schmiede und Schankwirte dieser Lande ich sei ein Bote? Sehe ich etwa aus wie ein Bote? Habe ich gar ein Pferd oder besonders bequeme Wanderstiefel? Ist da ein Schild drauf mit dem Titel „Ich bin Bote, laufe gerne viele tausend Meilen für einen feuchten Händedruck“? Wenn mich noch eine einzige Person fragt ob ich ihr irgendeinen Botengang machen könnte, dann gibt es aber ein mächtiges Donnerwetter! Gerade bin ich mit einem Greifen unterwegs nach Sturmwind. Der Bürgermeister von Redridge bat mich dem General eine Botschaft zu überbringen. Scheint wichtig zu sein. Ha! Welch Glück. Gerade wollte ich dem General die Botschaft überbringen, da viel mir doch meine Abneigung gegen eben jene Botengänge ein. Hab diese vermeintlich so wichtige Botschaft in den Fluss geworfen und bin schon wieder unterwegs nach Redridge. Bürgermeister, ich komme, und jetzt gibt es saures! Der Greif ist heute nicht besonders schnell. Ja, ich bin wieder unterwegs nach Sturmwind. Die Botschaft für den General war doch wichtiger als ich dachte. Es hätte wirklich nicht so einen Aufstand benötigt und Waffen und hässliche Drohungen um mich zu überzeugen. Warum versuchen die Leute es nicht mal mit einer höflichen Bitte? Aber gut, ich will nicht nachtragend sein. Und vor allem möchte ich nicht im Kerker landen. Flug zurück mit dem Greifen. Hab zu viel Zeit zum Schreiben. Von da oben sieht alles so gleich aus. Flug nach Westfall, wieder Botengang. Ich will Leberpastete. Flug nach Redrige, bald bin ich pleite. Wanderung nach Westfall. Ich bin pleite.

Westfalls Hintern

Stoutmantle versprach mir gutes Silber, wenn ich ihm gegen die Defias Banditen helfen würde. Ansonsten wäre ich wohl nicht hier. Denn welcher normal denkende Mensch würde freiwillig nach Mondbruch gehen? Richtig, niemand. Die ganzen Abenteurer hier sind nämlich alle nicht normal. Vorhin schlenderte einer mit der Flinte durch die Straßen und schoss immer wieder auf die Beine eines am Boden kriechenden Defias Banditen. Eklige Blutspur. Zum Glück such ich nur einen bestimmten Schurken. Danach bin ich hier wieder draußen. Gefällt mir nicht der Ort. Selbst für meinen Geschmack zu viel Tod und Willkür.

Seenhain schadet

War ja klar das mich der Auftrag in Westfall wieder nach Seenhain führen würde. Ist ja nicht so, dass ich dort nicht gut angesehen wäre oder gar manch einer meinen Kopf sich wünscht. Bisher bin ich noch nicht großartig aufgefallen. Hoffen wir das ändert sich nicht. Oder hoffen wir eher, dass mein kleines Intermezzo mit den Gnollen nicht aufgefallen ist. Seenhain ist wirklich hoffnungslos. Die Gnolle, die sitzen da am nördlichen Kamm und spielen „Wer-pinkelt-weiter“. So wie es an dem Abhang stinkt ist das bestimmt auch deren designiertes Plumpsklo! Erst versuchte ich mit ihnen zu reden, dass es doch wirklich nicht nett wäre und das sie doch bitte an einem anderen Abhang ihr Gedärm entleeren mögen. Aber die wollten nicht hören. Ganz und gar nicht wollten die hören. Haben nur ständig gekichert und gequiekt. Irgendwann wurds mir zu bunt und ich vereiste die Beine dessen, der immer noch die Hosen unten hatte. Darauf hin platzierte ich den Feuerball weit genug oben, so dass nur der Rumpf abgetrennt wurde. Leider kautarisierte die Wunde dabei nicht, weshalb Unmengen an Blut und Unverdautem raus quoll und den Abhang runter glitt... Das Gras war ja schon rutschig gepinkelt von den trunkenen Gnollen. Na langer Rede kurzer Sinn spritze das Innere des toten Gnolls über die Klippe und just auf einen Passanten der unten wohl vorbei ging. Der fand das natürlich gar nicht toll. Man konnte von dort oben nicht sehen wen es da erwischt hatte, aber bei dem lauten Gezeter bekamen es die Gnolle mit der Angst zu tun und rannten sogleich weg. Ich auch. Leider in die selbe Richtung. Erst als wir in deren Lager standen, keuchend, nach Atem ringend. In der Hoffnung nun sicher zu sein. Erst da fiel den Gnollen die ungewollte Begleitung auf. Und ich kann sagen Gnolle können seeehr seeehr sauer werden. Auch der Umstand, das ich mit dem ersten Zauber das halbe Lager in eine Eiswüste verwandelte, war sicherlich nicht förderlich. Auf meiner Flucht zurück nach Seenhain begegnete ich einem überaus verdreckten und übel riechenden Zwergen. Ich nahm mir selbstverständlich die Zeit ihn höflich auf diesen Missstand hinzuweisen. Seine Reaktion bestätigte meine minder gute Meinung über dieses jähzornige Volk durchaus.

Ich mag Gnome

So ein suspekter Kerl erzählte mir gerade das es hier in der Nähe Murlocs gibt. Konnte mich kaum halten. Als er mir erzählte das diese oft Sonnenfische dabei haben und er einen guten Preis für zahlt war ich schon auf dem Weg. Erst mal vorsichtig ranpirschen dachte ich mir. Pflansche so vorsichtig über die Klippen am Ufer in Nähe des Murloc Lagers und siehe da, ein Gnom. Vorab: Die meisten Gnome sind klein, weinerlich und tragen Rüschchenkleidung. Dieser hier aber war anders. Ein kleiner zäher Kerl mit sehnigem Körper und zwei Dolchen an der Seite. Ein Gnom mit einer Waffe. Und er sah mehr als gewillt aus diese zu benutzen. Schnickschnack, das alleine macht einen Gnom nicht besser. Aber er war eindeutig sauer auf die Murlocs. Brabbelte irgendwas von wegen deren Flossen einzeln rausreissen. Und das machte ihn dann doch gleich sympathisch.

War zusammen mit dem Gnom Murlocs jagen. Hatte ihn in der für mich bekannten, fabulösen, diplomatischen Art gefragt ob er was dagegen habe wenn ich mit mische. Der kleine Kerl war ganz aus dem Häuschen und ohne groß zu überlegen sprangen wir um die letzte große Klippe, mitten in das Murloc Lager. Erst da bemerkte ich, wie die Murlocs am Immerruhsee doch um ein weites größer sind als die kleinen Hosensch****er in Westfall. Das alleine kann einen Magier meines Standes natürlich nicht aus der Fassung bringen. Wohl aber die Masse die uns dort erwartete. Wir kämpften tapfer, wir kämpften lang und rennen mussten wir um ein gutes Stück weiter bis die Viecher endlich die Verfolgung aufgaben. Aber! Das machte uns erst so richtig sauer. Im zweiten Anlauf metzelten wir uns auf die Hauptinsel. Mitten drauf. Wir machten das ganze Lager platt. Alles. Alle Murlocs in unserer Sicht mussten heute die scharfkantigen Felsen am Immerruhsee küssen. Der Sieg kann so süß sein. Dem Typ am Dock hab ich die Fische vor den Latz geknallt und einen extra guten Preis rausgehandelt. Der kleine Kampfgnom hat sich schon verabschiedet. Ich werd nun erst einmal etwas im Wirtshaus trinken. Meine Kleidung ist noch nass und voll mit Murlocblut und stinkt nach Fisch, aber das ist mir jetzt auch egal. Als ich rein kam wurde ich schon schief angeschaut. Um nicht vollkommen blöd dazustehen entschloss ich mich etwas zu sagen. Also sagte ich das offensichtliche. Nämlich das es - wohl aus der Küche - nach Fisch stank wie zehn nackte Murlocs. Dieses Etablissement werde ich in Zukunft meiden, so unfein war die Antwort des Wirts. Nun geh ich mir einen Schlafplatz unter der Brücke suchen. Da hat es auch viel Platz und ist eh gemütlicher als in so einem hässlichen Bett. Bin schließlich ein Mann der Natur.

Mehr Murlocs

Scheinbar habe ich mir mittlerweile einen Ruf als Murloc Jäger angeeignet. Ein Bote erreichte mich heute morgen mit einer Botschaft. Ein Adliger aus Sturmwind hat scheinbar eine Vorliebe für marinierte Murloc Augen in Fleischreißerbrühe und dem Koch gingen so langsam die Murloc Augen aus. Also wandte er sich an mich. Und das war natürlich nicht falsch. Da es allerdings in Seenhain seit meinem letzten Streifzug kaum mehr Murlocs zu finden gibt bin ich nun nach Westfall aufgebrochen. Es ist ein herrlicher Sommertag am Strand. Schöne Meeresbrise, tolle Sonne und von Norden bis Süden hinterließ ich heut eine Spur toter Murlocs. Mittlerweile habe ich schon eine wirklich gute Technik gefunden um an die Augen zu kommen. Der Trick besteht darin deren Körper mit genügend Feuer so zu erwärmen, dass ihre Körper schon recht matschig sind. Dann, im letzten Moment mit dem Schwert eins auf den Hinterkopf geben und die Augen springen förmlich raus. Hm, vielleicht sollte ich mir einen Schüler zur Murloc Jagd suchen und ihn meine Künste lehren.

Der vergessliche Kapitän

Erst nach Untergang der Sonne war meine Murloc Jagd beendet. Ich war mittlerweile am südlichsten Zipfel der Westfall Küste angekommen. Ohne Licht machte es mir Mühe vorran zu kommen und ständig stolperte ich über Unmengen von Treibgut. Als ich mich just gerade wieder aus einer schlammigen Pfütze voll Algen und sonstigem Unrat aufrappelte, kam ein fröhlich grinsender Nachtelf vorbei. Sah mich, und zückte eine Fackel. Natürlich, die Schlappohren können im Dunkeln sehen, aber er tat das wohl eher um mich zu provozieren. Ich entschied mich dagegen mit magischen Mitteln ihm einen Fackelkopf zu verpassen und fragte statt dessen wo er diese herhabe. Er meinte er bekam sie von einem alten Geist am Leuchtturm. Der verschenke diese Fackeln an jeden, der ihm beweise, dass Old Murk Eye tot sei. Natürlich fragte ich mich ob dem Kapitän nicht ein Beweisstück längst reichen müsste. Aber anscheinend verliert man als Geister-Kapitän sein Langzeitgedächtnis. Artig bedankte ich mich bei dem Schlappohr mit einem knappen ‚Gute Nacht’ und machte mich auf zum Kapitän. Wie erwartet brabbelte er den ganzen Text runter. Old Murkeye wäre so gemein und so schlimm und ich solle ihn doch töten und blah blah. Der alte vergaß vor lauter Gejammer den ollen Murki-Murloc zu beschreiben. Woher sollte ich wissen welcher von den unzähligen toten Murlocs am Strand nun der dicke Murkeye sein könnte? Echt unprofessioneller Auftraggeber. Schon mit einer gewissen Unlust watete ich zurück ans Ufer, suchte mir eine besonders große Leiche, zerschnetzelte sie und verkaufte dem Geist die zerrupfte Flosse als Old Murkeyes besten Kopfschmuck. Geister sind selten dämlich. Aber nun habe ich auch eine tolle, magische Fackel.

Reisebegegnung der besonderen Art

Westfall hatte ich gerade hinter mir gelassen und befand mich im schönen Wald von Elwynn, als ich diese bezaubernde Stimme in meinem Kopf hörte. Raphaele, die Hexenmeisterin war es. Keine Ahnung wie sie das machte, wie sie mich gefunden hatte, aber ich wusste zu antworten. Wir trafen uns kurze Zeit später in Sturmwind im Magierviertel und setzten uns, die milde Morgensonne genießend, auf eine Parkbank und sprachen über dies und das. Themen? Inhalte? Wer fragt denn nach so was? Ich hatte auf anderes zu achten. Bis dann diese kleine Gnomin kam. Ich hatte ja schon genug Erfahrung mit den kleinen Dingern und tat so als sei sie für mich ein kleines Menschenmädchen. Faktisch ist da ja auch kein großer Unterschied, bis auf den schlechten gnomischen Geschmack was Kleidung angeht. Erstaunlich das ich besser über die geheime Gruft und die Riten der Hexenmeister Bescheid wusste als sie. Alles andere als erstaunlich, dass scheinbar kein Hexenmeister sich darum scherte. Nachdem ich Raphaele, die Hexenmeisterin, kennen gelernt hatte, war mein Drang groß gewesen mehr über diese Zunft zu erfahren. Es wunderte mich wenig, das diese Nachforschungen nicht unentdeckt blieben.

Nachdem sich dann noch eine dritte Hexenmeisterin dazu gesellte wurde mir allerdings doch etwas mulmig. Zumal diese noch einen Peitsche schwingenden Succubus mit sich brachte. Diese menschliche Hexenmeisterin war allerdings ein Gütebild der Verwirrtheit, wie ich anfangs dachte. Zuerst verbrannte sie aus purer Freude den Rasen hinter mir und dann erzählte sie beinahe im Stolz, das Gras in Eschental sei um einiges schöner und die Nachtelfen wunderbare Freunde. Die Frage die mir auf der Zunge lag schluckte ich in einem Anflug von Vernunft schnell runter. Nichtsdestotrotz verhalf sie Raphaele mittels ihrer Hexermagie nach Auberdine. Kurze Zeit später holte Raphaele mich selbst auch dort hin. Es ist eine Art Teleportation und doch anders. Ich fühlte mich wie rausgerissen aus dieser Welt und gesogen in den Nether, das Chaos. Denn über Ebenen führte diese Reise. Leer war es dort, scheinbar leer. In einem unendlichen, wirren Strudel bizarren Nebels, der weder Grau noch Weiß noch Schwarz aber auch nicht farbig, trieb ich dahin. Und doch waren hier Geschöpfe, ich spürte sie, und eines ganz besonders. Raphaeles Leerwandler. Er erkannte mich wieder und offenbarte mir seine wahre Gestalt. Ohne zu sprechen wusste ich was er mir sagte und zum ersten mal in meinem Leben hatte ich wirklich Angst. Nicht um mein Leben, sondern meine Seele. In Auberdine angekommen drehte sich mir die ganze Welt und am liebsten hätte ich mich gerne fallen gelassen, einfach liegen und vergessen. Doch ich befand mich in einem fremdartigen Haus umgeben von Nachtelfen. Druiden und Kämpfer und Priester und in deren Mitte, als wäre es das natürlichste der Welt einen Hexenmeister in der Mitte dieser naturverbundenen Wesen, stand Raphaele und lächelte mich an. Nur mit Müh und Not konnte ich meine Verwirrung und Sorgen verbergen. Ich war froh als Raphaele den nächsten Greifen nach Eschental nahm und eilte schnell hinterher.

Was darfs sein? Grün, blau, lila oder mit Fell?

Frage mich einer warum, aber was wir in Eschental taten unterschied sich nicht sonderlich von dem, was wir gemeinsam schon in Westfall getan hatten. Wir töteten. Diesmal für die Nachtelfen, aber so einen sonderlichen Unterschied erkannte ich darin nicht. Weder die fremdartigen Nachtelfen noch die gefährlichen Kreaturen in den bezaubernden Wäldern irritierten mich. Sondern der Leerwandler. Raphaele hatte ihn herbei beschworen und unter ihrer Kontrolle half er zu töten und zu vernichten. Vielleicht war es die Reise durch den Nether, aber ich fühlte seine Augen und seinen Geist wie er nach außen lechzte. Und von jeder Seele die Raphaele ihren Opfern entzog nahm er sich seinen Zehnten. Ich sah es, und ich wusste es. Denn er hatte es mir gesagt. Und er hatte mir die Seelen gezeigt. Die unzähligen Seelen in seinem Innersten. Irgendwann kamen wir an einem Strand an. An einem sonderbaren Strand. Uralte Bauten der Nachtelfen. Ich begann doch einen gewissen Respekt vor diesem Volk zu entwickeln. Erst dachte ich das wäre es, weshalb mir alles so fremd vorkam, aber dann bemerkte ich den eigentlichen Fehler im Bild. Ein Troll. Der saß da. Und kratzte sich am Hintern. Als er uns sah machte er komische Anstalten und hüpfte wild herum. Höflich trat ich hervor und gebot ihm seinen Allerwertesten im Sand zu schrubben. Leider bekam mir die Antwort nicht sonderlich gut und kurze Zeit später sah ich mich im Staub liegen. Und erneut sah ich mich sterben. Viel schlimmer noch, ich sah Raphaele sterben! Doch scheinbar verdienen Hexenmeister noch viel mehr Respekt. Denn als langsam die Welt um uns herum verschwand und ich begann mich zu fragen was aus meiner Seele geschehen würde, da leuchtete Raphaeles Gestalt hell auf und um sie herum begann die Welt sich wieder zu formen, zu erbauen. Ihr lebloser Körper regte sich und sie stand erneut auf. Voller Hass vernichtete sie den Troll. Wie genau möchte ich des guten Geschmacks Willens nicht beschreiben. Und ich? Nennt mich einen Glückspilz. Ich nahm ihren Weg, den sie zurück ins Leben erschaffen. Aber natürlich in meinen Körper. Oder leider?

Wie das so ist mit den Magiern

Die meisten Magier sitzen in einem Turm, einem Zimmer oder einem Inn und lesen. Sie lesen, lesen, lesen und studieren ihre Bücher. Irgendwann gehen sie dann raus und rezitieren und bewegen sich gemäß dem was sie lernten und schwupps kommt ein Feuerball bei raus. Netter Ansatz. Als naturbegabter, äußerst talentierter Magier habe ich einen anderen Ansatz gewählt. Ich lerne durch Übung, durch Aktion, durch Taten. Wer braucht schon Bücher? Mit der Zeit merkt man schon wie so ein Feuerball gezaubert werden will. Und für den letzten Tick beim eisigen Eiszauber braucht man nicht nach Eisenschmiede, da reicht ein kühler Kopf in der hitzigen Situation. Dies vorweg. Neulich benutzte ich einmal wieder das Portal im Magiersanktum und spürte erstaunt ein Kribbeln im kleinen Zeh. Dieses Kribbeln im kleinen Zeh gibt mir Bescheid wenn dort eine neue magische Strömung sich mir offenbart, die es zu benutzen gilt. Sogleich öffnete ich meinen Geist und formte die Kraft wie es mir gutdünkte. Heraus kam ich dann nicht im Turmzimmer wie gedacht, sondern mehrere Meter weiter nördlich, mitten in der Luft. Der Fall war schnell doch der Aufprall sanft. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an den werten Herrn Lohan. Möge das Veilchen schnell verblassen und der Schmerz im Rücken baldigst abklingen. Nach weiteren, genauso wenig erfolgreichen, Praxistests widmete ich mich zähneknirschend den Lektüren zur Portalmagie. Leider klappt es bisher nur bis nach Sturmwind. Es braucht schon eine gehörige Portion geformter magischer Energie um über alle Grenzen hinweg den richtigen Weg zu finden. Ein Haufen Magier fungiert sozusagen als Leuchtturm für den Teleportierenden. Erstaunlich, zumal die meisten meiner Kollegen keine großen Leuchten sind.

Stadtbummel in Eisenschmiede

Wenn ich es nach Sturmwind schaffe, so dachte ich mir, schaffe ich es auch nach Eisenschmiede zu den wahnwitzigen Gnomenmagiern. Dazu musste ich aber erst einmal sehen wohin ich mich teleportieren wollte. Also auf zu den haarigen Metern unterm großen Berg. Die Tiefenbahn ist einfach ein Erlebnis für sich. Was sich dort für Gesindel rumtreibt geht auf keine Taurenhaut. Die halbe Fahrt über wurde ich von einem grünen sabbernden Nachtelfen begleitet. Der gute war nur in komische Felle gehüllt, hatte Wurzeln im Haar und brabbelte ständig etwas von Teufelei und Dämonen. Als wir in Eisenschmiede ankamen nutze er die Fliehkraft um seinen Mageninhalt zu entleeren. Unmögliches Volk, aber interessante Technik. Vielleicht sollte ich auch einmal betrunken Tiefenbahn fahren. In Eisenschmiede kaufte ich mir erst einmal ein paar interessante Feuerwerkskörper. Raketen die gut Bumm machen nannte der kleine Gnom diese merkwürdigen Dinger. Nach einer kurzen Stippvisite bei den wuselnden Gnomenmagiern hatte ich alles nötige für die Teleportation und beschloss einen kleinen Stadtbummel zu machen. Nach kürzester Zeit wurde mir klar: Komplexbewältigung. Eisenschmiede besteht aus kleinen Zwergen und Gnomen und riesigen Hallen. Ganz klar Komplexbewältigung. Von einem Viertel ins nächste brauchte ich schon so viel Zeit das ich bei weiterem Schritttempo vor Einbruch der Dunkelheit keine Herberge hätte finden können. Scheinbar ging es so den meisten. Denn das Gewusel wurde immer schlimmer! Als ich dann endlich und etwas erschöpft eine Unterkunft fand war die Überraschung doch groß. Vielleicht hätte ich mir bei einem Fremdenzimmer auch Betten in der Größe für Fremde gewünscht. Und keine 4 Fuß kurzen Kinderbetten!

Trogg im Futtertrog

Ich hasse Zwergenbetten! Und ich hasse Schnee! Überall Schnee! Und kalt ist es hier! Ständig kalt. Ich hatte versucht mich mit dem brutzeln von Wendigos es etwas wärmer zu machen, aber zog die Kälte dem ekligen Gestank verbrannten Fells vor. Nach endlosem Marsch waren meine Glieder bereits steif vor Kälte und der Drang mich augenblicklich ins sonnige Sturmwind zu teleportieren wurde immer größer. Als ich gerade mit heroischem Blick in die Ferne dieses eilige Land verfluchte, gab der Schnee unter mir plötzlich nach und ich rutschte einen weiten Hang hinunter. In eine Art Steinbruch. Der Fall war - hoffentlich wird das zur Gewohnheit - sanft. Allerdings war der Untergrund recht borstig und grunzte. Letzteres gab mir Bedenken. Und zum ersten Mal sah ich sie! Die von den Zwergen so beliebten Troggs! Mein Lachanfall wurde abrupt von einem Schlag in die Magengegend unterbrochen. Nur mit Müh und Not schaffte ich es unter ständigem Gekicher diesem grenzdebilen Steinzeitwesen, mit ernsthaften Hämorhidenproblemen, die Brusthaare mit einem Feuerschlag zu versengen. Ängstlich schrie er auf und rannte davon. Als Abschied schenkte ich ihm noch eine frostige Darmspülung die ihn endgültig ins Jenseits brachte. Irgendwie fing ich an dieses Land doch zu mögen. Lustige kleine Tierchen gab es hier. Vielleicht war es an der Zeit einmal Urlaub zu machen. Vielleicht am Loch?

Was passiert wenn man die Unsterblichkeit verliert

Nach meinem Urlaub am Loch Modan beschloss ich mich auf die Suche nach der Hexerin Raphaele zu begeben. Also begab ich mich erneut nach Eschental. Statt ihr traf ich allerdings auf eine merkwürdige Versammlung von Nachtelfen und verschiedenster Abenteurer die sich hastig auf einen Angriff der Horde vorbereiteten. Geschrei und Waffengeklimper machten mich nervös und die Rufe zur Vorsicht ignorierte ich diplomatisch auf meinem Weg nach Norden. Es war an der Zeit doch mal selbst diese gemein gefährliche Horde zu begutachten. Auf dem Weg kam mir eine Kuh auf zwei Beinen entgegen. Ich winkte ihr freundlich und sie winkte zurück. Später traf ich einen lustigen Ork in Lederhosen. Auch ihm winkte ich freundlich und er winkte zurück. Noch um einiges weiter traf ich auf ein untotes Wesen mit ernsthaften Atembeschwerden. Aufgrund seiner dämonischen Begleitung verzichtete ich hier auf ein freundliches Winken und nahm die kurze Abzweigung in die Büsche, zurück nach Astranaar. Dort angekommen traf ich einen sehr enttäuschten Haufen Nachtelfen an. Scheinbar war die gemeine Horde doch nicht so gemein und die armen, einst unsterblichen Nachtelfen lebten immer noch. Doch just hatte einer von ihnen eine prima Idee. Wenn die Horde nicht zu ihnen kam, nun, dann würden sie heute Abend die Horde überfallen. Hätte ich mehrere tausend Jahre gelebt, einen kranken Baum, meine Unsterblichkeit verloren und Wälder voll mit Monstern und Korruption wäre auch das erste was mir einfiele ein Überfall auf diese kleinen Knuddelmonster im Süden.


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