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Maßnahmen bei Falschen Anruf Ritual

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Information Hinweis: Die Informationen im folgenden Artikel oder Abschnitt sind für das Spiel „World of Warcraft“ nicht allgemeingültig, sondern stellen den "Rollenspiel-Tenor" auf den EU-Servern "Forscherliga-Nachtwache" und "Todeswache-Zirkel des Cenarius" dar.

Irgendetwas war bei dem Ritual gewaltig schief gelaufen. Das konnten selbst die naivsten und unbedarftesten Umstehenden erkennen. Die Troll-Schamanin stand inmitten der konkaven Zirkel aus Knochen. Ihr Blick war starr geradeaus gerichtet. Sie wirkte größer als noch während der Beschwörung. Speichel tropfte aus ihren Mundwinkeln auf das rituelle Beschwörungsgewand. Tief und bedrohlich rollte ihre Stimme, erfüllt von einem unwirklichen Hall und mit gutturalen Zwischenlauten ausgefüllt.

„Habt acht, ihr Zwerge – Verderben den Spöttern! Hört ihr den Geist der Ahnen?
Der große Khan der goldenen Horde wartet – im Wind auf den tanzenden Teufel.
Wir sind eins – und wir sind all!
Wir sehen alles – wissen alles!
Wir sind der blaue Himmel, die goldene Sonne, die endlose Steppe, der Tau im Gras, das Schwert und das Korn.
Wir zerstören mit der Flamme des Windes – Seht!
Der große Khan wartet auf sein Eigentum!“

Krachend schlug ein gewaltiger Blitz aus heiterem Himmel in den Körper der Schamanin, die dies jedoch nicht zu bemerken schien. Der Boden begann zu beben und Risse zeichneten sich in der trockenen Ebene ab. Die unbeteiligten Trolle starrten fasziniert und zugleich verwirrt auf das Geschehen, ohne genau zu begreifen, was geschah. Mit einem unangenehmen Knirschen verschlangen die Risse in der Erde den kompliziert angelegten Bannkreis um die Schamanin herum. Diese stand noch immer unberührt auf einem kleiner werdenden Bruchstück des Bodens, während um sie herum das Chaos sich ausbreitete.

Die Risse im Boden wurden von Sekunde zu Sekunde größer und bewegten sich mit zunehmender Geschwindigkeit auf die anwesenden Stammesmitglieder zu. Diese schienen wie das Kaninchen vor der Schlange von einem Fluch der Starre heimgesucht, denn niemand bewegte sich auch nur einen Zentimeter. Das Entsetzen in ihren Gesichtern war das einzige Merkmal, das ihre Anteilnahme an dem Geschehen zum Ausdruck brachte. Einer nach dem anderen der umstehenden Trolle wurde von den Erdspalten erfasst und in den namenlosen Schlund gerissen. Erst im Fallen schienen die Todgeweihten ihre Fassung wieder zu gewinnen und schrieen aus voller Kehle. Doch ihre Todesschreie gingen im krachenden Tosen der in Aufruhr geratenen Erde unter, während sich das Unheil weiter ausbreitete und die Reihen der Trolle sich lichteten. Ein großer Wind stieg aus den scheinbar bodenlosen Tiefen der Erdspalten auf. Dieser vereinigte sich zu einem schnell drehenden Wirbel, in dessen Mitte die besessene Schamanin unangetastet die Szenerie zu betrachten schien. Noch immer waren die Trolle nicht in der Lage sich dem verderben bringenden Schauspiel zu entziehen und warteten, scheinbar teilnahmslos, auf ihren Untergang.

Ein Pfeil sirrte durch die Luft und traf die Schamanin mitten zwischen die Augen. Dumpf und hart schlug sie auf die kleine Felsspitze, die von den Rissen unberührt geblieben war. Wie von einem Vakuum angesaugt, wurde der Wind in die namenlosen Tiefen zurückgezogen, die sich mit einem Krachen schlossen und den vorher hineingefallenen Trollen ein ewiges Grab bildeten. Plötzlich war alles vorbei. Nur noch der Wind der Abenddämmerung war zu hören, der die wenigen Sträucher und Büsche zum Rascheln brachte. Fassungslos starrten die Trolle auf das Geschehen, als wären sie nur passive Beobachter gewesen. Wie ein Mann drehten sie sich gleichzeitig in die Richtung, wo der Pfeil hergekommen sein musste.

"Habe ich was verpasst?" Beinahe unmerklich berührte Kalek sein gesegnetes An’Chras-Amulett, geschnitzt aus einem Raptor-Zahn, spuckte auf den Boden und steckte seinen antiken Knochenbogen weg.

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