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Qsicon Exzellent.svg Dieser Artikel wurde am 10. Juli 2017 als Spotlight der Woche vorgestellt.
Pakt der Worgen.jpg

Im Zuge der Operation Dämmerwache kam der Orden der Scharlachroten Faust einem Rudel Worgen auf die Spur, welches die Gegend in Dämmerwald terrorisierte. Einen von ihnen konnten sie festsetzen und verhören. Sein Name war Kirill und seine Natur weitaus animalischer als die von Gilneeischen Worgen.

Es zeigte sich dass er aus Nordend kam, aus dem Gebiet der Grizzlyhügel.

Im Laufe der Operation stieß der Orden zudem auf die Spur von drei verschwundenen Geistlichen. Pater Michaels aus Mondbruch, Pater Sorandon aus Seenhain und Pater Steenwyck aus Dunkelhain.

Bjarnfang der Weise

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Einstmals war er ein Schüler Arugals. Als die Worgen damals Amok liefen und seine Frau und sein kleiner Sohn infiziert wurden, infizierte er sich selbst um bei ihnen zu sein. Nach dem Tod und (späterer) Wiedererweckung Arugals folgte Bjarnfang diesem nach Nordend und diente dort dem Wolfskult, der sich in den Grizzlyhügeln etablierte.

Als Arugal endgültig vernichtet wird will Bjarnfang das Vermächtnis des zerschlagenen Kults erhalten und führt die verbliebenen Worgen an. Von seinem Rudel werden ihm gottgleiche Fähigkeiten zugesprochen. Menschen in nahegelegenen Dörfern verehren ihn und suchen einen Weg, ins Rudel aufgenommen zu werden.

Das Rudel um Bjarnfang lebt recht friedlich und verborgen bis aus dem Königreich Sturmwind 3 Pater in die Grizzlyhügel kommen und über diese serster Kontakt in die Außenwelt aufgebaut wird.

Der Pater aus Dunkelhain erschlich sich das Vertrauen des Rudels, welches schließlich durch seine Anweisung und auch seine Hand massakriert wurde. Eines der Opfer war Bjarnfangs Frau.

Bjarnfang schwört daraufhin Rache und reist nach Dunkelhain, wohin sich der Pater derweil zurückgezogen hat. Die Worgen von Nordend gehen auf die Jagd nach dem Pater und töten ihn schließlich. Bei dieser Jagd wird der Sohn Bjarnfangs, Kirill, von Truppen der Scharlachroten Faust, überwältigt und gefangen genommen.

Bjarnfang versucht zunächst den Expeditionstrupp aus Sturmwind mit Warnungen zu verjagen. Als dieses nicht fruchtet geht er auf Zauber über, mit denen er Tiere beeinflussen kann, um die Moral der Sturmwinder zu untergraben.

Als die Expedition jedoch seinen gefangenen Sohn tötet schlägt er blutig zurück und entführt in einem massiven Angriff gegen die Truppen Schwester Simanthy von der Scharlachroten Faust und Pater Aedan von der Fraternitas Lucis.

Seinen Sitz hat Bjarnfang auf der Blutmondinsel in den Grizzlyhügeln, in der ehemaligen Burg von Arugal.

Kirill

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Kirill ist der Sohn von Bjarnfang, der bereits als kleines Kind mit dem Worgenfluch infiziert wurde und von daher es gewohnt war, eher Wolf als Mensch zu sein. Zwar ist er in der Lage zu wandeln, doch ist es ihm zuwider bis hin zu unnatürlich.

Wie auch andere in Bjarnfangs Rudel kommuniziert Kirill eher über Wolfslaute als über Sprache, weshalb sein menschliches Sprachvermögen unterentwickelt ist und er nur sehr gebrochen sprechen kann.

Kirill begleitete seinen Vater nach Dämmerwald um dort den Tod der Mutter zu rächen. Dabei wurde er von den Truppen der Scharlachroten Faust überwältigt und gefangen, später verhört (siehe auch: Operation Dämmerwache). Er wurde schließlich mit genommen auf die Expedition, zunächst als Verbindung zu den dortigen Worgen und als Verhandlungsbasis.

Nach mehreren Tagen im Käfig jedoch wurde er zunehmend unruhiger und aggressiver. Zudem wurde er von Expeditionsteilnehmern provoziert, nicht zuletzt durch das Präsentieren frisch erbeuteter Worgenköpfe. Im Ergebnis entschloss sich die Expeditionsleitung, den Worgen zu töten.

Kirills Tod startete den Angriff Bjarnfangs gegen die Expedition.

Jarlsang

Jarlsang ist einer der Alten des Rudels. Er fungiert für die Jungen als Lehrer und Mentor, sowohl im Leben als Wolf als auch im Leben als Mensch. Er unterrichtet sie in Jagd und Sprache. Seine Position ist mit der eines Stammesschamanen zu vergleichen.

Seine Sprache ist klar und deutlich auch wenn er die menschliche Gestalt meidet.

Nach dem Kampf mit Bjarnfangs Rudel versucht er zwischen Rudel und Expeditionstrupp diplomatisch zu vermitteln.

Er scheint stets von Ruhe und Gelassenheit erfüllt zu sein.

Nächtliche Ruhestörung

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Beschrieben wird die Nacht vom 12. auf den 13. Tag des 2 Monats

Es beginnt mit einem Flüsternd im Wind, ein Raunen, ein Hauchen.
Kurzzeitig verstärkt sich der Wind über den Ebenen vor dem Lager der Westfallbrigade, die Zeltplanen erbeben, verrutschen ein wenig.

Der Wind legt sich, das Raunen bleibt, eine Art geflüsterter Chorus aus vielen dutzend Stimmen der nur ein Wort, nein einen Namen raunt :"Bjarnfang!"

Langsam erheben sich einzelne Soldaten aus den Zelten und blicken neben den überraschten Nachtwachen auf die Ebenen.

Was zu erblicken ist, scheint die Laune der Wachen nicht zu heben. Nichts als Nebel dicker, watteartiger, grauer Nebel liegt über dem ganzen Gebiet.

Eine Wache wirft einen Stein, keine 5 Meter weiter wird er vom Nebel verschluckt. Es ist als wäre das Lager der Brigade selbst nicht als ein Auge im undurchdringlichen Orkan des Nebels.

Dann: Stille!

Knappe 3 Minuten lang kommt kein Geräusch durch den Vorhang, kein Laut durch die Luft.
Dann geht es los, wer noch nicht wach war wurde es jetzt.
Ein Stampfen wie von einer Armee, ein Stampfen wie von einer Armee, ein Stampfen im Gleichtakt, dazu die Stimmen.
Sie rufen den Namen durch den alles dämpfenden Nebel wie eine rituelle Aufsage, ein Mantra. : "Bjarnfang, Bjarnfang, Kind des Gottes, Sohn des Jägers!"

Im Nebel beginnen sich Gestalten abzuzeichnen doch besagtes Wetterphänomen verhindert jegliches Annehmen von Konturen.
Murmelnd, knurrend, fauchend, spottend ziehen die Gestalten durch den Nebel um das Lager herrum. : "Bjarnfang jagt sie, Bjarnfang fängt sie, Bjarnfang frisst sie!"

Keine der Wachen wagt es auch nur mehr als einen Meter aus dem Lager hinaus, zu groß ist die Furcht vor dem Unbekannten.
Minute um Minute vergeht mit dem monotonen Gemurmel der Nebelwesen, bis sich eine Stelle im trüben Grau lichtet.
Eine Stein vor dem Lager wird in der Mitte des Chaos sichtbar. Auf diesen tritt ein knapp 3 Meter hoher Worgen in einem Kilt. Auf seiner rechten Schulter sitzt ein großer Kolkrabe, zwei weitere kreisen über seinen Kopf.

Die Nebelgestalten beginnen zu kreischen, euphorisch zu rufen als der Worgen erscheint. : "BJARNFANG, BJARNFANG, BJARNFANG!"

Der Worgen hebt die Arme, der dritte Rabe fliegt zu seinen Gefährten und kreist mit ihnen, verspottet mit ihnen die Feigheit der Lagerbewohner.
Der Worgen senkt die Arme und blickt gen Lager, die lefzen höhnisch angehoben. Er beginnt zu sprechen. Leise. Doch jeder einzelne Lagerbewohner hört die Stimme als würde der Nebel sie genau in seinen Kopf projezieren.

" Ich bin Bjarnfang der Weise, Bjarnfang der Prophet des Gottes, Bjarnfang der Jäger. Ihr Narren beansprucht dieses Land. Es ist mein Land, das Land meiner Kinder, das Land meines Rudels, das Land meines Gottes. Dreimal habe ich euch nun die Gelegenheit gegeben friedlich abzuziehen. Dreimal habt ihr auf meinen Großmut gespuckt.
Nun ist die Zeit der Chancen vorbei, vorbei ist die Zeit der Gnade. Dieses Land ist das Land der Starken, das Land der Überlegenen. Dieses Land ist euer Grab. Wir werden euch jagen wie Wild, ihr werdet sterben wie Wild. Gehetzt, zur Strecke gebracht, ausgeweidet! Es ist eure eigene Schuld."


Der Worgen reißt die Arme erneut in die Luft, zwei weitere Worgen bringen eine bockende, panische Hirschkuh zu dem Alpha.
Dieser mustert das Tier, beugt sich hinab und beißt ihm in den Hals, ein panisches, letztes Blöken erklingt.
Bjarnfang hebt den leblosen Körper scheinbar mühelos gen Himmel und bricht ihn auseinander um in dem Blut der Beute zu baden das wie ein Regen auf ihn hinabtropft.
Anschließend wendet sich der Worgen ab, der Nebel verklärt sich wieder und die pure Ungewissheit kommt zurück.

Der eine oder andere Wachposten würgt, übergibt sich. Panik kommt auf, Furcht geht um wie eine Krankheit.

Doch nichts passiert mehr in der Nacht.
Am nächsten Morgen ist der Nebel verschwunden, die Luft klar.
Der Blick wird frei auf das Feld vor dem Lager.
Dort liegen drei Stapel toter Beute. Wesen aus den Grizzlyhügeln: Hirsche, Bären sogar Wölfe, Vögel, Waschbären und Furbolgs.


Icon Worgen Male.png  Kirill

Ein Flüstern lag in der Luft. Ein Wispern und Tuscheln, getragen von der Abendluft. Die Blätter raschelten hoch über ihm, die Fackeln knisterten leise. Sein rechtes Ohr zuckte und drehte sich orientierend. Ein bekannter Duft stieg ihm in die Nase.

Gemächlich atmete er tief ein um die Witterung aufzunehmen.

Sein Nackenfell sträubte sich vor freudiger Erregung als er den vertrauten Geruch deutete. Er bedeutete nur eins:

BJARNFANG!


Behäbig setzte er sich auf ein dünner feiner Nebel sich langsam über das Lager und das Umland legte. Es prickelte auf seiner Schnauze wie eisiger Sprühregen und ließ ihn beinah niesen. Seine Lefzen hoben sich und ein unterdrücktes Knurren entrann seiner Kehle. Das war der Teil den er nie mochte!

Kirill ging auf alle vier und schlich nach vorn, presste sich an die Stäbe um besser sehen zu können. Die ersten Wachen waren beunruhigt losgegangen um Verstärkung zu holen.

Der Nebel wurde dichter und dichter. Wie eine undurchdringbare Schicht legte er sich über das Land, erstickte jedes Geräusch, ließ jede Bewegung erstarren. Der Mond verschwand, die Sterne erloschen. Zurück blieben wabernde dunkelgraue Schleier in der Schwärze, die hier und da von einer schwachen Laterne kläglich in Frage gestellt wurde.

Und dann begann es.

Ein Stampfen ließ die Erde unter seinen Pfoten vibrieren. Wie der tiefe Schlag einer großen Trommel die jene, die auf sie hörten, zu sich rief. Noch ein Stampfen. Und noch eins. Die Trommel lockte. Die Trommel befahl!

BLUT! brüllten seine Instinkte. BLUT! Blut für BJARNFANG!

Dann sah er ihre Schatten durch den dichten Nebel, der den bleichen Mond vollkommen verdeckte. Seín Rudel! Sein Alpha! Er war hier! Er roch ihn! Er roch ihre Überlegenheit! Er roch ihre Mordlust! Er roch das Blut an ihren Fängen! Er roch die Angst ihrer Beute!

Ein genüssliches Grinsen breitete sich in seinem Gesicht aus. Der Geruch der Angst kam nicht nur von außerhalb des Lagers.

Kirills Ohren zuckten unruhig im Takt mit. Er bleckte die Zähne.

Bjarnfang, BjarnFANG! fiel er in ihren Chorus ein. Lauter und lauter, während er in sienem Käfig zunächst auf und ab schlich , schließlich hetzte und zu guter Letzt tobte. Die Stäbe erzitterten und seiner gewaltigen Masse und ihre Halterungen gaben gefährliche Geräusche von sich, die an ein beginnendes Bersten erinnerten.

Doch er schien nicht von Belang. SEine Häscher waren wie gelähmt.

BEUTE! LANGOHR! LANGOHR VOR BJARNFANG! schoss es durch seinen Schädel. Und in der TAt waren viele Gesichter ein Spiegel blanken Entsetzens über das, was sie da erblickten, wie ein Kaninchen das sich vor den langen Fängen eines Worgen wiederfand.

Er atmete tief ein als der süße Duft des frischen Blutes zu ihm herüber zog.

AaaaayooooOOOOOOOO! heulte er aus tiefster Kehle und sein Rudel antworte. AaaaaayooooOOOOOOO!

Wie wahnsinnig tobte er druch seinen Käfig, bellte und brüllte, jaulte und johlte, schrie und knurrte und LACHTE! Die Raben kreisten und krächzten. Die Luft war übersättigt mit Geräuschen die wie Klauen an den Nerven der Lagerbewohner zerrten. Ein Hirsch röhrte in wilder Panik, die RAben krächzten erneut auf und stürzten sich auf dessen noch lebendigen Schädel um ihm die Augen auszupicken, noch ehe sein zerrissene Leib den Boden erreicht hatte.

TRIUMPH!

Kirill schlug wild um sich. Auch er wollte zerfetzen! Seine Klauen in Fleisch schlagen! Wie schon im Dämmerwald, wo sie ihn erwischt hatten. Beute. BEUTE! Leichte Beute! Gut zu jagen! GUT ZU REISSEN!

Er konnte das Blut an seinen Klauen regelrecht sehen und voller Inbrunst schrie er sein Glücksgefühl in die neblige Nacht!

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Folgende Ereignisse spielen in der Nacht von dem 13. auf den 14. Tag des 2. Monats

Wie in der vorangegangenen Nacht zieht auch in dieser ein beinahe unmenschlich wirkender nebel auf. Zelte werden verschluckt, Flammen wirken nicht mehr annähernd so aufbauend wie sie sollten, die Sicht wird trübe, die Gefühle dumpf.

Und erneut setzen sie ein die Schritte die wie Trommeln klingen, die Rufe die wie rituelle Gesänge erschallen und den Alpha lobpreisen.

Bjarnfang, Bjarnfang, Bjarnfang!

Und der Alpha tritt erneut auf den Stein und hebt die Händel gen Himmel.
Blitze zucken vom Himmel und rücken die ganze nebelverhangene Welt in ein unwirkliches Licht.

Neben den Stein tritt ein weiterer Worgen.
Merklich kleiner ist sein Körper. Kräftig aber drahtig, nicht so massiv wie der des Alphas.
Er spricht nicht, hebt einfach die Hände und deutet auf das Feldlager, in seiner rechten ein Stecken den er dabei dreht.
Es ist eine hypnotische Bewegung, unkontrolliert zuckend doch irgendwie fließend.

Im Hintergrund, verborgen von dem Nebel erklingt das Stampfen der Füße auf den Boden wie der Takt einer Trommel.

Diese schaurig anzusehende Prozedur dauert schätzungsweise eine halbe Stunde, ehe sie so schnell endet wie sie beginnt.

Bjarnfang senkt die Pranken, das Blitzgewitter endet, der kleinere Worgen tritt zurück in den Nebel, Bjarnfang folgt ihm.

Der Nebel lichtet sich erneut erst gen Morgen, zu dem fehlenden Schlaf kommt für die ängstlichen Lagerbewohner etwas neues. Eine Art mattes Gefühl, eine Art Schwäche als wären sie verflucht worden.


Scharlachroter Ansturm.jpg Joseph ( Scharlachroter Ansturm)

Der junge Mann sitzt in der Meditationshaltung in seinem Käfig. Er hörte das Rascheln im Käfig neben sich, er wusste wer dort sitzt. Eine weitere Bestie die er und seine Brüder bekämpfen.

Er vernahm den Klang der Trommeln in der ferne, die Gesänge, das Geheule.

Bjarnfang, Bjarnfang, Bjarnfang!

Er sah die Soldaten die auf die Gesänge reagierten, die zu ihren Posten eilten. Er verfolgte die Reaktionen der Soldaten die aufschreckten als der Nebel aufzog, erst fein und kaum ersichtlich und dann stettig dichter werdend. Er wusste was das bedeutet, er kannte die Taktik. Bruder Bastano lehrte es ihn und die Einheit.

Bald würde es soweit sein, bald würde der Hammer fallen und er sass mitten auf dem Amboss.

Sie werden den Ansturm brauchen.

Der junge Mann schloss seine Augen und sperrte den Klang der Trommeln aus seinem Geist und schuf Platz für das Gebet.

Bruder Jefferson Bastano lehrte die Einheit wie man den Geist in ruhe hüllt, gestärkt gegen Angst und Panik.

Der Truppe hier fehlt diese Eiserne Diziplin, sie werden sterben und nach der aktuellen Situation er mit ihnen. Die Einheit, sie hatt die stärke und die Disziplin begründet auf der Lehre des Bruders Jefferson Bastano und der stärke des Priesters.


Briefe-Wappen-Faust.jpg Samielle (Scharlachrote Faust)

Samielle steht festen Standes im Lager und betrachtet das Schauspiel. Ein verächtliches Grinsen liegt auf ihren Lippen.

Wenn Du Frieden willst, dann rüste zum Krieg...
Das Licht mag gnädig sein...
Ich bin es nicht...
Lichtes Willen in meiner Hand, werde ich dich bekämpfen...
und Asche wird auf meinem Wege mein Begleiter sein...


Lautstark stimmt Samielle ein Lied an. Ein altes Lied. Versucht dem Chor Bjarnfangs entgegen zu wirken.
Es dauert nur einen kurzen Moment bis ihre Ordensbrüder und -schwestern miteinstimmen.


"Ach, Kommandant... sieh ins Tal...
Der Feind, er lässt uns keine Wahl...
Wir kennen unsre Grenzen gut...
Bald schon fließt der Feinde Blut...
Heute wollen wir singen!
Und morgen dann gewinnen!
Um unsrer Heimat Wohl die Schlacht
Die uns der Feind ins Land gebracht.

Ach Kommandant... das Licht wacht...
wir haben uns bereit gemacht...
Die Schilde stark!
Die Klingen blank!
Blut sei heute unser Trank!
Nun wollen wir erschlagen
Die Feinde, die es wagen
zu betreten unser Reich.
Rot sei der Boden... ihr Antlitz bleich!"


Icon Worgen Male.png Kirill

Er hatte gewartet. Lange und geduldig. Das fiel ihm nicht leicht, war er doch immer schon ein unruhiger Geist gewesen.

Still hatte er sich in einer Ecke zusammengerollt und getan, als würde er schlafen. Doch seine Sinne waren hellwach. Jedes Zirpen ließ ein Zucken druch seine Muskeln fahren, jedes Rascheln reizte seine Ohren.

Kirill harrte. Und wartete.

Neben seinem Käfig saß ein Neuzugang im Gefangenenteil des Lagers. Einer der Roten. Einer der Feinde. Einer jener, denen er so gern die Schädel vom Hals riss ohne sie vorher getötet zu haben. Viele von ihnen rochen widerlich. Verfault. Die fraßen sie nicht an. Aber manche waren noch gut. Warum dem so war entzog sich seinem Geist. In interessierte nur wie Rot ihr Blut war.

Dann kam der Nebel.

Er hob leicht den Kopf und sehnte sich nach dem eisigen Prickeln auf seiner Schnauze. Da waren die Schritte wieder.

Ja. JA! RUDEL! RUDEL RUFEN!

Seine Muskeln spannten sich an und er kam auf alle Viere. Wieder drückte er sich gegen die Stangen des Käfigs und er begann, mit seinen gewaltigen Pranken im Takt mit gegen die Stäbe zu schlagen, so den Klang noch zu verstärken.

Seine raue urige Stimme viel in den Chorus mit ein.

Bjarnfang! BJARNfang! BJARRRNFANG!

Da stieg die Sihouette des Alphas empor aus den Nebeln. Er wirkte größer als sonst, erhabener, stolzer.... überlegener!

Triumphierend heulte Kirill auf. Sie würden ihn befreien! Sie würden ihn aus dem Käfig holen! Bald schon, bald!

Dann trat ein anderer Worgen an die Seite von Bjarnfang. Etwas kleiner, gedungener. Ein Anblick der das Rückenfell Kirills zum STräuben brachte. Keine gute Erinnerung, oh nein.

Wild schlug er im Käfig um sich, sprang gegen die Stäbe und kratzte am Holz als hoffe er, sich durcharbeiten zu können. Späne flogen und es kreischte widerlich, als er selbst versuchte, die Stäbe zu durchbeißen.

WEG! schrie jede Faser seines Körpers. WEG! LAUF! LAUF WEIT!

Aber es gab nichts für Kirill. Der Rote neben seiner Zelle versuchte offenbar in seiner dummen Unwissenheit die aufziehenden Wolken des Zauberers zu ignorieren. Oder tat so als gänge es ihn nichts an. Dummer Mensch!

Kirill fletschte die Zähne und wich zurück in die hinterste Ecke als er spürte, wie ihn die Aufmerksamkeit des anderen Worgen streifte. DRohend hob er die Lefzen und schnappte in die Luft vor sich, so dass Speichel aus seinem Maul spritzte.

Es ging weg.

Sein Nackenfell sträubte sich noch immer, doch wich die Anspannung langsam. Statt dessen bemerkte er mit einer tiefen gehässigen Genugtuung dass seine Häscher weniger viel Erfolg damit hatten auch wenn sich bemühten, gegen sein Rudel anzukommen.

Singt! SINGT! dachte er während er ihren Stimmen lauschte. SINGT VON BLUT! EUER BLUT!

Bald schon, bald, würden sie die Ganze Macht von Bjarnfang erleben!

Als sich der Nebel lichtete rollte sich Kirill wieder in der Ecke seines Käfigs zusammen. Zufrieden.

Kirills Tod am 14. Tag des 02. Monats

Kirill hatte ausgeharrt und er wurde langsam unruhig. Nervös. Er trottete auf und ab. Wie lange musste er noch diesen Käfig erdulden? Aber das Rudel war alles, was zählte. Das Rudel. Und Bjarnfang! Sie würden ihn befreien und er würde nach Hause können. Weg von diesen Menschen und ihren gezähmten Freunden.

Unruhe erfasste ihn mehr und mehr. Selbst die Raben kamen nur noch selten zu ihm um ihn zu unterhalten und Kunde zu bringen. Wenn er nicht dauern betäubt sein wollte durfte er auch keine größeren Nachrichten nach draußen schicken.

Das machte ihn halb wahnsinnig. Ungeduld! Ungeduld der Jugend!

Wieder trottete er auf und ab.
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Später, später, kam dieser Mann. Der mit den kalten Augen. Den langen schwarzen Haaren. Und diesem Lächeln was viel mehr an einen Worgen erinnerte als bei den Worgen selbst.

Er fing an Fragen zu stellen.

Aber Kirill wollte nicht hören. Er wollte raus. Er hatte Hunger. Er war eingesperrt. Er musste laufen. Sich bewegen. Seine Sinne schienen sich in den Käfig ebenso einzuengen wie seine Freiheit.

Rrrrrruhe.... dachte er sich. Lassen in Rrrrruhe.

Er knurrte zu dem Menschen. Geh weg. Lass mich. LASS RRRUHE!

Der Mensch hatte einen Beutel dabei. Ein vertrauter Geruch. Blut. Blut? kein Menschenblut. Kein Hase. Kein.....

Die Erkenntnis durchfuhr ihn wie ein Blitz! NAIN!

Der Kopf seines Bruders. Seines Rudelbruders. Abgetrennt. Leblos. Das Blut noch warm und laufend. Die Augen trübe, der blick gebrochen, die Nase aufgespalten von einer Klinge, das Fell zottlig und blutdurchdrängt. Der Anblick machte ich ihn rasend!

BRRRRUDER! jaulte er auf und warf sich wieder und wieder gegen den Käfig. Er musste ihn erreichen, musste ihn von seinen Peinigern wegbringen, musste ihn retten.

Taub und blind für seine Umwelt, rasend vor Wut, Zorn und Schmerz tobte er zwischen den Seiten des Käfigs hin und her, dass man mehr als nur einmal dachte, er könnte bersten.
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Was dann geschah wusste er nicht mehr genau. Nur dass er irgendwann keine Kraft mehr hatte. Er hatte versagt. Er hatte verloren. Er hatte ihn nicht retten können. So wie sein Rudel ihn nicht retten konnte. Er sah die Wahrheit.

Als der Mann mit der Pistole kam, ahnte er bereits, was das bedeutete. Er war nicht dumm. Gemächlich trottete er nach vorn. Gebrochen. Geschlagen. Alles was ihm blieb war um letzte Worte zu bitten. Und sie wurdem ihm gewährt.

Mit aller ihm verbliebener Überzeugung legte er den Kopf in den Nacken und begann sein letztes Gebet an den Einen:

Bjarnfang! Jäger! Grrroßer Jäger! Stimme die im Wind hören! Atem derrr Welt Leben gibt, hörrrre mich!
Klain und schwachhh ich bin.
Deine Krrrraft und Waishait ich brrrrauch!
Bfäähig mich, in sch-schön und haiiliger Weise zu leben.
Befähig meine Augen, rrrrrote Sonne zu sehen.
Befähig Ohren, daine Stimme zu hörrrrren.

Mache mich bärait, so zu leben...
dass auf mich schaust wenn meine Taten gerrrrichtet....
Wenn Leben verblasst wie Sonne bei Untergang...
...mach meine Augen sehend .... und meine Hände und Härrrrz frai ...
.... frai von Blut, Zerrrrrrstörung, Hasssss von Mutter Errrrrde und Grrroßen Bjarrrrnfang, so Seele ohne Last zu Dir kommen!


Er senkte den Kopf und wartete. Wartete. Und wartete. Er hörte ihre Worte nicht. Er hörte den Befehl nicht. Er hörte den Schuss nicht. Er spürte keinen Schmerz.

Nur Freiheit.

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