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Sargeras

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Sargeras ist einer der Titanen, der Schöpfer und ursprüngliche Anführer der Brennenden Legion. Seit dem Tod des menschlichen Zauberers Medivh, der von Sargeras' Geist besessen war, wurden allerdings keine Berichte über das Auftauchen des Titanen bekannt. Er ist der Träger der Klinge Gorribal, eines Teils der alten Hoheklinge des Pantheons und trug außerdem ehemals die Lanze des Sargeras.

Geschichte

Der gefallene Krieger der Titanen

In der Frühzeit des Universums begannen Dämonen, welche dem Wirbelnden Nether entstammten, die physische Realität heimzusuchen. Insbesondere die verschlagenen Nathrezim und die brutalen Grubenlords verbreiteten Angst und Schrecken. Die Titanen befürchteten, dass die Dämonen sie bei ihrer eigenen Suche nach den "Weltenseelen" stören könnten und schickten ihren mächtigsten Krieger, Sargeras, um sich der Bedrohung anzunehmen. Sargeras wurde bald fündig und traf auf zahlreiche Welten, welche von den Dämonen verdorben worden waren.

Sargeras Good.jpg

Sargeras als Streiter des Pantheons (WoW Chroniken)

Je mehr Gräueltaten er erblickte, umso öfter fühlte er sich von Hilflosigkeit übermannt, da er nicht gedacht hatte, dass so viel Böses im Universum existieren könne. Nichtsdestotrotz waren die Dämonen zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend unorganisiert, so dass er meist ein leichtes Spiel hatte und der Plan der Titanen ungehindert voranschreiten konnte. Zudem stieß Sargeras bei diesen Kämpfen ein erstes Mal auf die Leerenfürsten und rätselte über deren Motive. Gemeinsam mit dem zusätzlich vom Pantheon entsandten Aggramar gelang es Sargeras schließlich, das Universum weitgehend zu befrieden; unzählige Dämonen wurden auf dem dafür geschaffenen Mardum eingesperrt.

Die Wege der beiden trennten sich schließlich, als sie beschlossen, dass sie noch effektiver seien, wenn sie die Welten getrennt "abarbeiten" würden. Zu dieser Zeit wurde Sargeras das volle Ausmaß der Pläne der Leerenfürsten bewusst, als er am Rande des Universums auf eine Welt traf, welche von den Alten Göttern befallen war und der auf dieser Welt befindlichen Seele Alpträume bescherten. Zudem hatten sich einige Nathrezim hier eingefunden, welche Sargeras nach rücksichtloser Befragung ihre Erkenntnisse über die Alten Götter und die Leerenfürsten mitteilten: Jene gedachten, einen schlummernden Titanen derart zu korrumpieren, dass daraus das schrecklichste Wesen des Universums entstehen würde, welches alles verschlingen würde.

Sargeras verspürte das erste Mal in seinem Leben Angst und entschied sich schließlich schweren Herzens dafür, das Einzige zu tun, was ein Erwachen des korrumpierten Titanen noch verhindern würde: er spaltete die Welt entzwei, was sowohl die dort befindlichen Alten Götter als auch den Titanen tötete. Das Pantheon hatte für seine radikale Lösung allerdings kein Verständnis und bekundete, dass es Mittel und Wege geben müsse, eine solche Welt von ihrer Verderbnis zu heilen, ohne den Titanen zu töten. Sargeras war jedoch anderer Ansicht. Die Tatsache, dass die Leere es bereits geschafft habe, eine Welt derart zu verderben sei ein Beweis dafür, dass die ganze physische Realität fehlerhaft sei und vernichtet werden müsste. Ein lebloses Universum sei, Sargeras zufolge, immer noch besser als ein von der Leere beherrschtes. Nachdem Sargeras dämmerte, dass er beim Pantheon keine Unterstützung finden wurde, beschloss er seine Pläne auf eigene Faust umzusetzen.

Sargeras' Verrat

Während die Titanen Azeroth ordneten, brütete Sargeras alleine über den Fortbestand des Universums und die Pläne seiner einstigen Mitstreiter. Nachdem er zur Überzeugung gelangt war, dass das Universum so wie es bestand fehlerhaft sei, beschloss er seinen "Brennenden Kreuzzug", in welchem alles in Feuer untergehen sollte. Er kehrte nach Mardum zurück, welches vor Teufelsmagie durch die eingesperrten Dämonen nur so brodelte. Er zerschmetterte das Gefängnis und ließ damit unzählige Dämonen erneut frei. Durch die Magie, welche bei der Explosion ausströmte, wurde Sargeras' Äußeres verzerrt und zu einer dämonischen Gestalt. Zudem zerbrach die Grenze zwischen dem Großen Dunklen Jenseits und dem Wirbelnden Nether. Er stellte seine neuen Untergebenen vor eine simple Wahl: sich ihm anzuschließen oder von ihm zerschmettert zu werden.

Als Sargeras' neue Armee ihren ersten Planeten angriff, welche über einen Konstellar verfügt hatte, wurde Aggramar auf Sargeras' Treiben aufmerksam. Er jagte die dämonischen Streitkräfte und stellte Sargeras schließlich zur Rede. Sargeras beharrte auf seinem Standpunkt, dass das Universum in einem gewaltigen Feuersturm ausgelöscht werden musste und Aggramar forderte ihn zum Kampf heraus. Im Zuge eines ersten Gefechts, in welchem Sargeras die Oberhand behielt, zerschmetterten beide ihre Waffen und Aggramar kehrte, schwerverwundet, zum Pantheon zurück. Das Pantheon beschloss, schweren Herzens, gegen ihren gefallenen Krieger vorzugehen und konfrontierten ihn auf einer Welt namens Nihilam. In einem Kampf kosmischen Ausmaßes zerstörte Sargeras die physischen Gestalten des Pantheons und Norgannon gelang es gerade noch rechtzeitig, deren Geister in die Tiefen des Großen Dunklen Jenseits zu schleudern.

Die Eredar und Sargeras' Brennender Kreuzzug

Während er nach dem Triumph über das Pantheon mehr und mehr Dämonen um sich scharte, wurde ihm eine große Schwäche seiner Brennenden Legion bewusst: sie besaß außer ihm keine wirklichen Anführer. Schließlich entdeckte er die Welt Argus, deren Bewohner, die Eredar, große Zauberer waren. "Da er der Überzeugung war, dass dieses magisch begabte Volk eine entscheidende Komponente in seinem Bestreben, die gesamte Schöpfung auszulöschen, darstellen würde, kontaktierte Sargeras die drei Anführer der Eredar – Kil'jaeden, Archimonde und Velen – und bot ihnen Wissen und Macht im Gegenzug für ihre Loyalität an." Bei seinem Angebot an die Eredar strahlte Sargeras eine Macht aus herrlichen Farben aus und sein Angebot war sicherlich verführerisch.
Sargeras.jpg

Sargeras hatte ihnen gesagt, dass die Eredar genau das waren, wonach er gesucht hatte: Ein starkes, leidenschaftliches und stolzes Volk, das ihm dienen konnte und dazu beitragen würde, alle Welten zu vereinen. Er hatte ihnen versprochen, dass er sie verändern, sie verbessern, stärker machen würde. Er wollte ihnen ein Geschenk machen, wie es im Universum einmalig war. Und tatsächlich nie zuvor war solche Macht, wie Sargeras sie repräsentierte, mit der Einzigartigkeit der Eredar zusammengebracht worden. Geschah dies, konnte das, was Sargeras ihnen verheißen hatte, tatsächlich wahr werden.

Kil'jaeden und Archimonde willigten ein und es dauerte nicht lange, bis die ersten "beschenkten" Man'ari Eredar über Argus wandelten. Lediglich Velen und einigen Hundert Anhängern gelang mit Hilfe des Naarus K'ure die Flucht, woraufhin Kil'jaeden schwor, jene abtrünnigen Eredar, die sich nunmehr Draenei nannten, quer durch den Kosmos zu jagen. Unter der Führung der Eredar gesellten sich mehr und mehr Dämonen und dazu korrumpierte Wesen zu seiner Legion, welche über unzählige Welten herfallen sollten.

Krieg der Ahnen

Vor ungefähr 10.000 Jahren wurde Sargeras schließlich auf Azeroth aufmerksam. Die Magien der Hochgeborenen, welche den Brunnen der Ewigkeit manipulierten, sandten Schockwellen durch das Große Dunkle Jenseits Der Krieg der Ahnen und Sargeras hatte endlich die Weltenseele Azeroths gefunden. Er trommelte die Brennende Legion zusammen und suchte nach einem Weg, wie er Azeroth bestmöglichst erreichen könnte. Mit einer ähnlichen Taktik, wie er bereits die Eredar zuvor auf seine Seite gezogen hatte, spielte er mit dem Hochmut der Elfen, damit sie ihm ein Portal erschaffen würden, um ihm rasch Zugang zu Azeroth zu ermöglichen. Eine recht ungewöhnliche Audienz gewährte er Illidan, der sich im Zuge der Ereignisse nominell Azshara angeschlossen hatte. Illidan erklärte, dass die Drachenseele Sargeras helfen könnte, Azeroth rascher zu betreten, und er werde sie für ihn besorgen. Sargeras zeigte sich äußerst "dankbar": Er nahm Illidan das Augenlicht und versah seinen Oberkörper mit zahlreichen Tätowierungen.

Eben jenes Kleinod nutzten Illidan und Malfurion im späteren Verlauf gemeinsam gegen die Legion, womit sie auch die Große Teilung herbeiführten, als der Brunnen der Ewigkeit durch den Zauber implodierte.

Aegwynn

Vor etwa 1000 Jahren gelang es einer größeren Gruppe von Dämonen erneut in Azeroth einzudringen, mit der Absicht Drachen abzuschlachten. Aegwynn jedoch, die Wächterin von Tirisfal und mächtigste Magierin die jemals gelebt hat, stellte sich den Dämonen und vernichtete sie. Den Dämonen gelang es jedoch zuvor einen Weg für ihren Herrn zu bereiten und so gelang es Sargeras einen kleinen Teil seiner selbst, eine Art Avatar in Azeroth zu manifestieren.

Aegwynn kämpfte gegen ihn, doch Sargeras ließ sich nicht von ihrer Macht beeindrucken. Dennoch gelang es Aegwynn ihn zu vernichten und seinen Leib in den Tiefen der Meere einzukerkern. Aegwynn ahnte jedoch nicht, dass Sargeras sterben wollte, denn er wusste, dass er mit nur diesem kleinen Teil seiner Selbst nicht gegen Aegwynn bestehen konnte, geschweige denn Azeroth erobern konnte. Sargeras verbarg also kurz vor seinem Tot seine Essenz in Aegwynn.

Medivh

Beinahe 900 Jahre später gebar die Wächterin von Tirisfal einen Sohn, den sie Medivh nannte. Auf ihn sprang die Keimzelle von Sargeras über und immer öfter regte sich Sargeras in seinem Körper. Als kleines Kind suchte Medivh Zuflucht bei seinem Vater Nielas Aran, nachdem er von schrecklichen Alpträumen erwachte. Als Nielas seinen Sohn berührte entsprang aus ihm eine Welle der Energie und die zwei erstarrten auf der Stelle.

Es waren hunderte Magier und Priester nötig die Energien einzudämmen. Nach mehreren Tagen brachen die Wellen zusammen und mit ihnen starb Arran und Medivh fiel in einen tiefen Schlaf. Als junger Mann fiel Medivh erneut in einen Schlaf, der jedoch mehrere Jahre andauerte und danach war er nicht mehr der selbe wie zuvor. Sargeras übernahm nach und nach die Kontrolle über Medivh. So geschah es dass Sargeras im Körper von Medivh zu Guldan auf Draenor sprach, ihm Macht anbot, wenn er dafür Azeroth vernichten würde.

Sargeras öffnete ein Portal und bereitete so der Horde den Weg in eine schutzlose und ahnungslose Welt. Medivh wurde jedoch von Garona, einer Meuchelmörderin, Khadgar Medivs Schüler und Lothar einem mächtigen Paladin getötet. Als Medivh starb schien sich jedoch Sargeras Avatar erneut zu manifestieren doch Lothar schlug Medivh den Kopf ab und die Manifestation verschwand. Nicht mehr als dunkle Schemen schienen über Medivh zu schweben und langsam zu verblassen.

Die Horde die schien Azeroth tatsächlich zu überrennen, konnte jedoch schlussendlich geschlagen werden, da Guldan die Horde verraten hatte und kurz vor der Entscheidungsschlacht mit großen Truppenverbänden die orkischen Armeen verließ. Er machte sich auf die Suche nachdem Grab von Sargeras. Guldan fand dort jedoch nichts als Dämonen. Seinen Verrat büßte er im Grab mit seinem Leben. Was mit Sargeras genau geschah weiß niemand. Aber dass er tot ist, ist unwahrscheinlich, denn nur ein kleiner Teil seiner Essenz, seiner Kraft war in Medivh, als dieser starb.

Sargeras derzeitiger Aufenthaltsort ist unbekannt.

Fähigkeiten

Sargeras ist in der Lage seinen Körper mit Flammen zu umhüllen, welche die Atmossphäre von Planeten in Brand setzen kann. Sargeras kann einen Teil seiner selbst in andere Kreaturen einfügen und sie so korrumpieren, wie es bei Aegwynn geschah. Außerdem vermag er selbst durch ein Portal Zauber zu wirken und ist nahezu unverwundbar. Er kann auch seine Anhänger "segnen" und somit in Dämonen verwandeln. Doch seine genauen Fähigkeiten sind nicht bekannt, da Sargeras Azeroth niemals lange genug betreten hat, um seine volle Macht zu entfalten.

Kult

Sargeras verführte viele Wesen mit seiner schier unerschöpflichen Macht.Einige begannen, ihn anzubeten und sein Ziel ,die Vernichtung des stofflichen Universums wurde zu ihrer Grundphilosophie. Seine Priesterinnen sind die Shivarra. Xavius, der erste Satyr, bezeichnete Sargeras oft als seinen Gott, ebenso wie die Hochgeborenen Sargeras als Gott sahen.

Links

Quellen

Einzelnachweise

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