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Urlakan

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Geschichte

Kurz vor dem Einfall der Geissel in Quel’thalas....

Die Familie der ist einer der ältesten Adelsfamilien der Hochelfen.

Seit Generationen dienen Sie unermüdlich von ihrem Familiensitz, an den Grenzen zu den Trollgebieten und zu den Reichen der Menschen, aus dem Reiche der Hochelfen.

Sie sind der Königsfamilie treu ergeben und geben den Waldläufern unter General Sylvana Windläufer oft Unterstützung, wenn diese zu den Trollgebieten reisen um die Troll „ruhig zu halten“ oder bilden eine unüberwindliche Mauer, sollte die Trolle es wagen in die Länder der Elfen einzufallen.

Der momentane Herrscher des Hauses Fedaril ist Farkan Fedaril. Zusammen mit seiner Tochter Sidaron und seinem letzten verbliebenen Sohn Urlakan wacht er über das Reich...

Der Tag fing viel versprechend an. Der Diener weckte Urlakan mit der Nachricht, dass die Jäger in der Nacht doch noch eine kleine Anzahl Bären zur strecke bringen konnte, und damit die nötigen Zutaten für das Festessen bereitstanden. Die Köche hatten sich noch in der Nacht an die Vorbereitungen gemacht so dass zum Abend alles fertig sein sollte. Auch die sonstigen Arbeiten schienen hervorragend voranzugehen, so dass er, nach dem er eine bescheidene Morgenmahlzeit zu sich genommen hatte, mit einem zufriedenen Lächeln in das Arbeitszimmer seines Vaters trat.

Er fand ihn wie üblich über einen Haufen Dokumente und einigen Karten der Fedaril Ländereien gebeugt. „Guten Morgen Vater, ihr scheint euch wieder selbst zu übertreffen. Die Vorbereitungen sind ja schon fast abgeschlossen“: grüßte er seinen Vater.

Seinem Vater konnte man ansehen, das er im Gegensatz zu der restlichen Familie, in der vergangen Nacht nur wenig geschlafen hatte.

„Man muss das Personal nur ein bischen antreiben“ erklärte sein Vater müde und sah von seinem Arbeitstisch auf, „Dann läuft alles fast von alleine. Und da es dieses mal ebenfalls an den Festlichkeiten teilnehmen wird, geben sie sich nur um so mehr Mühe.“

Urlakan verzog das Gesicht.

„Ich weiss ja, dass du Sidaron nichts abschlagen kannst, aber hättest du nicht dieses mal Hart bleiben können? Es gefällt mir nicht, das unsere Diener am Familienfest teilnehmen wird. Das verwäscht nur die Diziplin und Ordnung und...“

Das hatten wir schon oft genug Diskutiert. Deine Schwester hat es sicht nur mal gewünscht, da sie viele von den Dienern als ihre Freunde betrachtet. Ich hätte ihre Erziehung nicht nur eurer Mutter überlassen sollen, sondern gleich, nach dem sie sich mit der Magd geprügelt hatte, die Erziehung selber in die Hand nehmen sollen“ irrte sich Urlakan oder schlich bei den Worten tatsächlich ein flüchtiges lächeln über das Gesicht seines Vaters? „Dennoch, sie hat durch ihr Freundliches Verhältnis zu den niederen, sehr viel Einfluss bei ihnen.“ Er maß seinen Sohn mit einen Abschätzenden blick. „Sehr viel mehr als du. Um genau zu sein. Deine Gegenwart wirkt sich oft eher lähmend auf...“

Urlakan hörte nur noch mit halben Ohr zu. Dieses Gespräch hatten er und sein Vater schon oft genug geführt und fast immer waren sie im streit auseinander gegangen. Aber war nur mal der festen Meinung das man nur mit Harter Hand und viel Disziplin, die niederen zu guten Leistungen anspornen konnte. Immerhin schienen seine Methode bei den Wehrübungen gut anzuschlagen, weshalb ihn sein Vater auch zum Stellvertretenden Kommandanten der Wachen ernannt hatte.

Dennoch schien sein Vater bei den restlichen Dingen er seiner Schwester zuzustimmen und da es ihr tag war, nun, Urlakan mochte es zwar nicht aber seiner Schwester zuliebe wollte er mal nicht so sein. Immerhin hatte er sich, was die Familien Katakomben betraf, durchsetzten können, und das Personal würde dort nicht anwesend sein. Er wartete bis sein Vater mit seine Rede, die er deutlich gelangweilt vortrug, fertig war und verabschiedete sich.

Den restlichen Vormittag nutzt Urlakan mit Wehrübungen. Er scheuchte die Wachen von einem Ende des Hof zum anderen, solange mit der Boden mit Schweißflecken bedeckt war. Nach einer kurzen Ruhe pause, ließ er die Männer und Frauen Waffenübungen durchführen, an denen er sich selbst ebenfalls beteiligte. Bei den Elfen war Körperliche Arbeit zwar meist verpönt aber Urlakan war schon früh zu der Überzeugung gelangt, das man sich nur auf die Magischen Kräfte des Sonnenbrunnens verlassen durfte.

Nach stunden harten Trainings ließ er die Männer abrücken, die sich murmelnd auf ihre Quartier begaben, wo sie sich Frischmachen würden bevor sie mit ihrer Wachschicht beginnen würden. Er selbst ließ sich auf ein Bank im Schatten der Wehrmauer sinken, und genoß das Gefühl seines wildschlagenden Herzens, das Gefühl des Schweißes der von seiner Stirn perlte, und den Geruch der Blumenbeete, die extra für den Tag frisch angelegt worden waren.

„Du riechst fast wie ein Troll!“ ertönte es hinter ihm. „Nur dein Gesicht wirkt überhaupt nicht Trollisch“ Die Worte von einen leichten Kichern begleitet. Seine Schwerster hatte ihn schon oft deswegen geneckt aber ihm selbst machte es nichts aus. „Wer hart trainiert darf auch so riechen“ war sein Motto. Die restliche Familie sah dies anders, weshalb schon vor langer Zeit mehrer Waschräume für die Familie und für das Personal eingerichtet worden waren. Ein System von Rohren versorgt diese mit frischem Wasser.

Er drehte sich zu ihr herum und maß sie mit einem strengen Blick. „Solltest du, statt dich über mein Erscheinungsbild zu amüsieren, nicht lieber dein Eigenes verbessern? Die Schneider warten schon seit stunden um endlich mit der Anprobe beginnen zu können. Immerhin ist heute nicht irg...“

Seine Schwester brachte ihn zum Verstummen in dem sie ihm den Zeigefinger auf den Mund legte. „Ich habe mich schon längst für das Kleid unsere Mutter entschieden. Immerhin hätte sie es so gewollt. Es fehlt nur noch ein Kleinigkeit.“

„Und die wäre?“ Er sah seine Schwester neugierig an.

Sie lächelte mit einer perfekt einstudierten Unschuldsmiene und setzte sich neben ihn. "Einer der Waldläufer, die hier ab und zu vorbeisehen, sagte neulich, dass sich in den Wäldern ein Goldener Greif aufhalten soll.“

Die Geschichte überraschte ihn nicht. Die Waldläufer erzählten oft von solchen Dingen, wie Goldene Greife, fliegende Fische und Hasen die sich Vögel verwandelten sobald ein Fuchs auftauchte. Er wusste zwar nicht warum, aber irgendwie liebten sie es, seiner Schwester solche Märchengeschichten zu erzählen.

„Ein Goldener Greif. Und was hat das mit dem Kleid zu tun?“

Sein Schwester schaute zu Boden und lehnte sich an ihn. „Bitte besorge mir eine seiner Schwanzfedern“

Urklakan wölbte eine Augenbraue. „Soll ich die auch gleich noch eine von den Singeden Blumen mitbringen, von den die Waldläufer erzählt haben?“ fragte er spöttisch. Empört richtete seine Schwester sich wieder auf und schlug ihn auf die Schulter. „Mach dich nicht über mich lustig. Ja ich weiss. Bei den anderen Sachen haben sie mir einen Bären aufgebunden, aber das wusste ich eh von Anfang an. Aber diesmal ist es anderes.“ „Ach ja?“ Der ernste Ton überraschte ihn. So sprach sie nur wenn sie sich etwas absolut sicher war. „Ja, einer der Wachen hat ihn gesehen. Und ich selber habe neulich im Wald eine Goldene Feder gefunden, jedoch nur ein kleine die dazu noch zerrissen war“

Es dauerte eine Weile bis Urlakan wieder sprach. „Du bist dir sicher?“ Seine Schwester nickte. „Drüben, auf der anderen Seite des Flusses, im Wald an der Grenze zum Menschreich“

Er seufzte. Bis dorthin waren es ein guter 3 Stunden Ritt. Und er wollte gar nicht erst abschätzen wie lange es dauern würde, bist er den Greif gefunden haben würde, sofern er überhaupt existierte. Aber seine Schwester sah in mit ihrem gefürchteten „Ich bin eine kleines schwaches Mädchen“ Blick an und so seufzte er erneut und nickte.

Seine Schwester sprang auf und fiel ihm um die Arme. „Ich danke dir. Bitte beeil dich. Ich werde zwar die Zeremonie bestimmt etwas verzögern können, solltest du es nicht rechtzeitig schaffen aber ich werde es nicht unendlich lange können.“

Sie warf ihm noch ein lächelnden Blick zu und ging anschließen schnellen Schrittes in das Hauptgebäude zurück. Wahrscheinlich würde sie nun die Schneider mit irgendwelchen Änderungen am vorgesehen Kleid in Trab halten.

Er verschwendete kurz einen Gedanken Mitleids für die Schneider und stand dann auf. Es war ein langer Weg zum Wald und noch weniger als zu spät kommen, wollte er seiner Schwester ohne Greifenfeder gegenübertreten. Also packte er schnell ein paar Sachen zusammen, schnallte sich sein Schwert um und verließ auf dem Rücken seines Falkenschreiters Muron das Anwesen.

Teil 2

Der Wald war ruhig, als Urlakan ihn erreichte, nur hin und wieder hörte man das kurze Zwitschern eines Vogels oder das Zirpen einer Grille. Sonst sah und hörte er nichts von den Tieren des Waldes. Auch als er sich tiefer in die Wälder hineinwagte konnte er nichts von dem Leben entdecken, von dem der Wald sonst immer wimmelte. Irgend etwas schien das Leben verjagt zuhaben. Der Greif?

Urlakan wusste zwar nicht viel von diesem merkwürdigen Wesen, Halb Vogel, halb Katze, dazu verirrte sich einfach zu selten eines dieser Geschöpfe in den Norden, aber er hatte nie gehört, das die Anwesenheit dieser Tiere dafür sorgte, das alles andere schwieg und sich versteckte. Aufmerksam und vorsichtig ritt er weiter.

Nach einer weiteren Stunde, in der er lediglich die Spuren von ein paar Hasen gefunden hatte, ohne jedoch die Verursacher finden zu können, verstummte auch das zaghafte zwitschern und zirpen. Unruhig sah er sich um.

Plötzlich roch er Rauch. Stirnrunzelnd schnupperte er weiter, ob er sich nicht geirrt hatte, aber es war eindeutig Rauch. Seinen Speer in den Händen haltend, folgte er dem Geruch, bis er auf eine Lichtung traf.

Der Anblick der sich ihm dort bot war wahrhaftig erschütternd. Die Lichtung war verwüstet. Überall lagen die Knochen von Tieren, zerbrochene Flaschen und andere Unrat herum. In der Mitte der Lichtung konnte er die Überreste mehreren Lagerfeuern sehen, von denen zwei noch leicht schwelten. Der Gegenüberliegende Rand der Lichtung, war durch Kahlschlag erweitert worden und der Boden war dort aufgewühlt. Von den Verursachern konnte er nichts finden. Nur einen zerlumpten Stiefel fand er, als er etwas im Unrat herumwühlte. Er war viel zu kleine um an die Füße eines Menschen zu passen, selbst für einen Zwerg war er viel zu klein und so barbarisch die Trolle auch waren, sie trugen kein Schuhwerk und so eine Verwüstung würden sie ebenfalls nicht hinterlassen. Dafür liebten diese Kreaturen ihren Wald einfach zu sehr. Er suchte noch etwas weiter und fand ein paar Wagen spuren, die im Wald verschwanden. Sie mussten schwer beladen sein, wie die tiefen rillen bewiesen. Urlakan beschloss das er den Zorn seiner Schwester riskieren konnte, und verfolgte die Fährte. Der goldene Greif (Er war noch immer davon überzeugt das die Waldläufer sich einen Spaß mit seiner Schwester erlaubt hatten) konnte warten.

Er folgte den Spuren ungefähr eine halbe Stunde, der Tag neigte sich langsam zum Abend, als er Stimmen hörte die sich lauthals unterhielten. Zwischendurch glaubte er hin und wieder das Rumpeln der Wagen zu hören. Er verstand zwar nicht die Sprache, aber die Laute klangen unangenehm vertraut. Er stieg von Murons Rücken, um den Eindringlingen zu Fuß zu folgen. Mit schnellen, fast lautlosen (verdammte Waldläufer, wie schafften die es nur sich zu bewegen, ohne den geringsten Laut zu verursachen?) Schritten. Kurz darauf bemerkte er einige punkte, die sich zwischen den Bäumen bewegten. Er kniff die Augen zusammen, um erkennen zukönnen was sich da bewegte, und stieß die Luft zischend aus, als er erkannte, welche abstoßenden, geldgierigen, Wesen sich vor ihm befanden. Goblins.

Er erinnerte sich nun auch wieder, woher er diese Laute kannte. Es waren Goblins gewesen, die während des zweiten Krieges ihre Zeppeline genutzt hatten, um die Positionen der Allianz auszukundschaften und ihre Selbstmordkommandos auf die Truppen losließen. Nach dem Krieg vielen sie wieder in ihre zuvor gewahrte Neutralität zurück. Sie wiesen jeden Vorwurf mit Ausflüchten zurück. Als dies nichts brachte, kauften sie sich einfach von ihrer Schuld frei. Er hatte zwar nur Gerüchte gehört, aber angeblich hätte die Summe gereicht, um die Komplette Armee Lordaerons mehre Jahre unterhalten zu können. Nach dieser „Transaktion“, wie die Goblins dazusagten, war es um die Goblins ruhig geworden, auch wenn der Groll gegen sie nie abgeflaut war. Zum einen Trug ihre verschlagene Art dazu bei, anderseits waren die Goblins dafür auch bekannt, rücksichtslos ihren Profit nachzujagen. Wie viel Schaden sie damit bereits angerichtet hatten, konnte kaum jemand abschätzen.

Umso mehr erzürnte es Urlakan, als er sah, was die Wagen geladen hatten. Der erste Wagen war mit Käfigen geradezu überfüllt, in denen die seltensten Tiere eingepfercht waren, die es in Lordaerons Ländern gab. Einige machten den Eindruck, als ob sie den nächsten Tag nicht erleben würden. Auf dem zweiten Wagen waren Kisten gestapelt. Eine war aufgesprungen und Urlakan sah verschiedene Kunstgegenstände, wie sie von verschiedenen Völkern als Grab beigaben benutzt wurden. Auch Elfische Artefakte waren darunter. Der letzte Wagen schien die Vorräte und die Ausrüstung der Goblins zu transportieren. Mehrere Goblins flankierten die Kolonne, und unterhielten sich lautstark, wobei sie ihre Beute mit gierigem Blick betrachteten. Einer stach immer wieder mit einer Eisenstange nach einem eingesperrten Moonkin.

Dies brachte die Entscheidung. Seinen Speer fester packend schlich sich Urlakan an der Kolonne vorbei. Die Goblins merkten nicht. Als er die Kolonne hinter sich gelassen hatte, lief er noch eine Weile weiter, bis er eine geeignete Stelle für seinen Hinterhalt gefunden hatte. Er klettere auf einen Baum, deren Äste über den Weg hingen, die Goblins nehmen musste.

Er überprüfte ob sein Schwert immer noch fest an seiner Seite hing und wartete. Kurz darauf konnte er wieder die Goblins hören, die sich etwas leise unterhielten. Einige mussten wohl bemerkt haben, das ihre Fortbewegungsweise nicht gut für ihre Sicherheit war. Zwei von ihren hatten sich mit Goblin?Zweihändern bewaffnet und flankierten den vordersten Wagen. Auf dem mittleren Wagen hatte sich ein Armbrustschütze gestellt, der mit geladener Waffe, wachsam die Gegend beobachtete. Urlakan zögerte kurz, als die Kolonne unter ihm hindurch fuhr, die plötzlichen Sicherheitsmaßnahmen verunsicherten ihn. Irgend etwas musste die Goblins nervös gemacht haben.

Er schob den Gedanken beiseite als der mittlere Wagen unter ihm hindurch fuhr. Er ließ sich nach hinten fallen, und hielt sich nur noch mit den Beinen an dem Ast fest. Der Schütze bemerkte die Gefahr zwar noch, aber bevor er reagieren konnte, hatte Urlakan bereits den Speer durch dessen Hals gebohrt. Röchelnd fiel er nach hinten, wobei er die Armbrust fallen ließ. Urlakan ließ seinen Halt los, drehte sich im fallen und landete mit den Füßen voran auf den Kisten. Ein wütender Aufschrei machte ihm klar, dass sein Angriff nicht unbemerkt geblieben war. Der Kutscher drehte sich auf seinen Bock und schlug mit der Peitsche nach Urlakan, der den Hieb mit seinem Speer abwehrte. Als der Goblin erneut ausholen wollte, stieß Urlakan vor und versenkte seinen Speer in die Brust des Gegners. Der Kutscher spuckte Blut und schloss seine Hände um den Speerschaft. Mit grimmigem Blick riss er den Speer aus Urlakans Händen, sie waren stärker als ihre Größe es vermuten ließ, und fiel, die Augen verdrehend, von der Kutsche. Urlakan versuchte noch den Speer zurückzugewinnen, hätte dabei jedoch fast seinen halt verloren und ebenfalls vom Wagen gefallen. Mit mühe hielt er sein Gleichgewicht. Zwei Goblins nutzten diesen kurzen Moment um auf den Wagen zu springen, beide waren mit großen Dolchen bewaffnet und drangen zeitgleich auf ihn ein.

Allerdings waren diese beiden keine Ausgebildeten Kämpfer, noch schienen sie mit ihren Dolchen etwas anfangen zu können, sie fuchtelten nur wild mit ihren Waffen herum, und stellte dabei er eine Gefahr für sich selbst, als für Urlakan da. Er machte in wenigen Momenten kurzen Prozess mit ihnen.

Er sprang vom Wagen um sich den beiden Goblins mit den Zweihändern zu stellen. Der erste hatte ein von Narben entstelltes Gesicht. Ohne zu zögern stürmte er auf Urlakan zu und schlug auf ihn ein, wobei er jedoch darauf bedacht war, die Reichweite seiner Waffe auszunutzen. Jedoch machte ihn die Waffe auch langsamer. Einen Vorteil den Urlakan auszunutzen wusste. Als der Goblin zu einem Schwung ausholte, drehte er sich zur Seite und entging dem so Angriff. Der Goblin der von seinem eigenen Schwung vorwärts gezogen wurde, schrie überrascht auf, als Urlakan seine Drehung beendete und ihm mit einem kraftvollen die Unterarme abschlug. Das Gekreische des Goblins verstummte, als sein Kopf den Armen Gesellschaft leistete. Der letzte Gegner wurde durch den Blick so sehr entmutigt, dass er seine Waffe fallen lies und die Flucht ergriff. Er kam nicht weit.

Ein rauschen erfüllte die Luft und ein goldschimmernder Schemen stürzte auf den Goblin herab. Ein nasses, reißendes Geräusch erklang, als der Goblin in Stücke gerissen wurde. Ohne lange zu zögern kroch er unter den Wagen, auf der er gerade noch gekämpfte hatte und beobachtete das Geschehen.

Er wusste nicht was ihn eher entsetzte, die Kreatur die den Goblin zeriss, oder das Ende des Goblins. Zumindest war nun geklärt, ob es den Goldenen Greif gab oder ob nicht. Ungläubig starrte Urlakan zu dem Greifen. Seine Augen wollten nicht glauben, was sie da sahen. Er hatte geglaubt die Waldläufer hätten wieder mal versucht seiner Schwester einen Bären, oder einen Goldenen Greifen, auf den Rücken zu binden. Aber die Realität strafte seine Gedanken lügen.

Immer wieder stieß der Schnabel in den Körper des Goblins und riss riesige Fleischbrocken aus dem Körper. Statt sie jedoch zu fressen, wie Urlakan es erwartet hätte, schleuderte er die Teile des Goblin in der Gegend herum. Als vom Goblin nichts mehr übrig war, wandte er sich dem nächsten zu und begann seine Blutige Tat von neuem. Nach und nach klapperte er die Leichen der Goblins ab, und ließ nur blutige Fetzen und blutgetränkte Erde zurück.

Urlakan verstand nicht was dieses Treiben sollte. Er hätte es verstanden ,wenn er die Goblins gefressen hätte, aber das wüste treiben stellte ihn vor ein Rätsel. Er zuckte zusammen als der wilde Blick des Greifen kurz über den Wagen flog, unter dem er sich versteckt hatte. Doch der verzweifelte laut eines der eingesperrten Tiere, die die Goblins gefangen hatte, erweckte die Aufmerksamkeit des Greifen. Er sprang in die Lüfte und überflog Urlakans versteck um zu dem hinteren Wagen zu gelangen. Was nun geschah konnte Urlakan zwar nicht sehen, aber als er hörte, wie Eisenstäbe brachen, und vom Wagen Fellfetzen und Federn flogen, war er darüber ganz froh.

Der Greif wütete eine halbe Stunde und lies vom Wagen und seinem Inhalt nichts mehr übrig. Er sprang wieder auf dem Boden und wandte sich dem ersten Wagen zu. Mit einem wütenden Kreischen stürzte er sich auf den Wagen. Urlakans Nervosität nahm weiter zu, als er die Trümmer des Wagen um sich herum Niederregnen sah. Es dauerte nicht lange und auch der erste Wagen war nur noch ein Haufen Schutt. Die Angst schürte ihm die Kehle zu, als der Greif mit langsamen Schritten auf den Wagen zuschritt unter dem er sich versteckt hatte.

Sein Herz setzte einen momentlang aus, als der Greif auf den Wagen sprang und dieser sich in der Mitte leicht durchbog. Er rechnete damit das der Wagen nun ebenfalls zerstört werden würde, doch es passierte nichts. Er hörte nur wieder Greif an den Kisten schnupperte und leise Rufe ausstieß. Diese Rufe wurden mit der Zeit lauter, und Urlakan hörte wie der Greif sich hektischer zu bewegen Beginn. Er glaubt kurz ein leises Fiepen zu hören, war sich jedoch nicht sicher. Der Greif jedoch fing wieder zu Toben an. Er schleuderte eine Kiste nach der anderen vom Wagen, deren Inhalt sich auf dem Boden ergoss, als sie auf dem Boden aufschlugen und zerbrachen.

Als der Greif nach einer Weile wieder ruhig wurde herrschte eine Weile eine gespenstische Stille. Urlakan wagte es nicht zu atmen, aus angst der Greif würde das Geräusch hören. Es war seltsam. Er hatte gegen Orks und Trolle gekämpft, den Angriff von Drachen überlebt, kurt vorher hatte eine Gruppe Goblin Plünderer getötet. Bei keinem dieser Kämpfe hatte er jemals eine solche Angst wie vor diesem Greifen gespürte. Und so erschien ihm das sanfte knurren, den Greif von sich gab, wie das höhnische Gelächter von Dämonen. Das fiepen, das dem Greif antwortete, überraschte ihn daher umso mehr. Der Wagen schaukelte hin und her, als der Greif sich langsam und vorsichtig vorwärts bewegte. Das Fiepen nahm an Intensität zu und Urlakan hörte, wie oben etwas zerbrach. Irgend etwas tappte oben langsam herum. Der Greif stieß einen irgendwie ruhig klingenden Schrei der von einer zweiten, etwas leiseren Stimme beantwortet wurde. Der Wagen ächzte und neben Urlakans Kopf er schien ein Riss um Holz als der Greif sich nach vorne beugte. Als er sich vom Wagen abstieß und sich mit kräftigen Flügelschlägen vom Wagen entfernte, holte Urlakan tief Luft.

Mit zitternden Gliedern kroch Urlakan aus seinem Versteck. Sein Herz hämmerte wie verrückt, als er sich die Bescherung ansah, die der Greif angerichtet hatte. Er lehnte sich an den Wagen und versuchte wieder einen klaren Kopf zu bekommen und fing an, sich auf die Ereignisse einen Reim zu machen. Er warf einen Blick in den Wagen und entdeckte zwischen den zerstörten Kisten mehrere zerbrochene Eierschalen.

Die Goblins hatten das Nest des Greifen geplündert. Der Greif hatte wohl die Spur der Grünhäutigen Zwerge aufgenommen. Wie er ihnen gefolgt war, spielte für Urlakan dabei keine Rolle. Er langte in den Wagen und nahm eine der Federn des Greifes, die dort überall herum lagen. Sie waren bei näherer Betrachtung zwar nicht wirklich golden, eher Gelb, aber wenn die Sonnenstrahlen auf die Federn fielen, ließen sie das Gefieder Gold schimmern.

Er verstaute die Feder unter seinem Gewand und sah sich weiter um. Irgendjemand würde wohl von ihm verlangen, das er sich zumindest um die Überreste kümmert. Er tat den Gedanken mit einem Schulterzucken ab. Die Wildnis würde sich um die Überreste der Goblin Expedition besser kümmern als er es jemals könnte oder wollte. Er suchte noch kurz nach seinem Speer, dessen Spitze immer noch in seinem Opfer steckte. Er steckte sie sich unter den Gürtel, der Schmied würde schon einen neuen Schaft anfertigen, und lief zu Murron zurück. Ohne noch einmal zurückzusehen machte er sich auf den Heimweg...

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