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Zwillingsgötter

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Die göttlichen Zwillinge

Die Zwillingsgötter nennen sich Rahdsha und Rahdosh. Sie entstammen aus alter hochelfischer Tradition und haben sich bis zum Krieg gegen die Geißel großer Beliebtheit erfreut. Nachdem der Sonnenbrunnen zerstört wurde, verlor der Kult allerdings an Bedeutung und wird heute nur noch von wenigen praktiziert.

Die Legende des Geschwisterpaares

Der genaue Ursprung ist nicht eindeutig bewiesen worden, doch man glaubt, dass die beiden Götter vermutlich von den Bordellbesitzern und Geschwistern Rahjata und Rogohlen eingeführt wurden um Werbung für ihr Etablissment zu machen. Dieses "Bordell" war weniger ein reiner Palast der körperlichen Freuden sondern wurde ganz speziell so aufgebaut, dass ein ewiges Fest darin stattfand. Poesie, Lyrik, Tanz und Musik waren ebenso Bestandteil eines Besuches wie die reine körperliche Lust. Wein und frische meist süsse Früchte wurden den Gästen umsonst zur Begrüssung oder während eines längeren Aufenthaltes gereicht. Außerdem war dieser "Tempel der ewigen Sinnlichkeit" einzigartig in seiner Branche. Forscher fanden heraus, dass die Besitzer sich sämtlichen, teils auch bizarren Praktiken (solange kein Blut floss) offenherzig zeigten. Somit war der Tempel Anlaufpunkt für Vergnügungssüchtige aller Sparten und Gesellschaftsschichten. Denn für ihre "Dienste" nahmen sie kein Gold, sondern finanzierten sich ausschliesslich über "Spenden" und die flossen reichlich.

Durch eine für die damalige Zeit einzigartige Werbekampagne entstand der zunächst kleine Kult der Zwillingsgötter. Doch immer mehr Elfen, die sehr zufrieden aus dem Tempel kamen führten ähnliche Konzepte in ihren Ländereien oder innerhalb ihrer Freunden ein, was sich dann bis zu einem reichsweiten Netz erstreckte. Rahjata und Rogohlen sahen ihre Chance und die ersten Bildnisse ihrer Götter tauchten in den Tempeln auf und begannen dem Kult echtes Leben einzuhauchen.


Ein Glaube entsteht

Mit Hilfe findiger Hochelfen wurde beim ersten Höhepunkt des Kultes Glaubensvorschriften und sogar eine Hierachie aufgebaut. Man versuchte sämtliche Eigenschaften der täglichen Freuden zu berücksichtigen und ersannte eine eigene Kirche der Zwillingsgötter, gab ihren Göttern Attribute und Eigenschaften und recht bald auch einen festen Platz in der Riege anderer Götter der Hochelfen. Dies lief relativ gut, da sich jeder Elf hin und wieder nach etwas Spass und Kurzweil sehnte, selbst in der friedlichen Zeit. Man spekulierte mit Erfolg darauf, dass die eigentliche Werbekampagne der Bordellbesitzer in Vergessenheit geriet und führte Götterdienste ein, die nicht nur professionell sondern auch extrem überzeugend wirkten.

Das Wesen der Götter

Rahdsha steht für die weibliche Sexualität. Sie ist der Inbegriff der weiblichen Sinnlichkeit und verkörpert die Liebe als Gefühl. Tänze, Wein und Rausch gehören ebenfalls zu ihr, wie die Geduld und natürliche Eleganz eines weiblichen Körpers. Zu ihr beten all diejenigen, die bisher erfolglos waren in ihren Versuchen sein/ihr Herzblatt zu bekommen. Aber auch als Muse wird sie oft gesehen und schon viele Barden haben sie in ihren Gesängen eingebaut. Ihre ausschliesslich weiblichen Geweihten sind Meisterinnen der Seelenheilung und verfügen über die Fähigkeit mit Massagen oder aber tiefen philosophischen Texten und Gesängen ein schweres Herz zu erfreuen und neuen Mut zu machen. Die Insignien der Göttin sind Weinkelch und Harfe. Ihre Farbe ist weinrot.

Rahdosh steht für die männliche Sexualität. Er ist der Inbegriff der maskulinen Eleganz und verkörpert die Romantik eines stolzen Ritters oder Kriegers. Neben Gesang, Musik und Poetik steht er auch für die Extase an sich, welche man häufig bei sinnlichen Tänzen oder meditiativen Zuständen erreichen kann. Aber auch die rein körperliche männliche Lust (die weibliche Lust verkörpert Rahdsha) ist ein Teil seines Wesens. Seine Priester und Geweihte sind ausschliesslich Männer und sehen sich als Beschützer der Rahdsha-Priesterinnen und Geweihte an, können aber mindestens genauso gut Seelen beruhigen und mit symbolischen Gesten, tiefsinningen Gesprächen und einem großen Taktgefühl bei Nichtgläubigen glänzen. Zu Rahdosh beten vor allem Männer kurz vor einer Schlacht um die Gunst einer Dame oder aber um einen Segen, der eine Freundschaft unter Kampf-und Leidensgefährten festigen soll. Die Insignie des Gottes sind Weinrebe und Einhornkopf. Seine Farbe ist hellrot oder seltener Grün.


Die Kirche und ihre Hierachie

In höchster Instanz steht die "Geliebte der Göttin" für Rahdsha und "Freund des Gottes" für Rahdosh. Die beiden teilen sich gemeinsam die Führung innerhalb ihrer Geweihtenschar und haben bis vor dem Krieg gegen die Geißel sehr großen Einfluss in die Weltpolitik nehmen können (nicht nur bei den Hochelfen).Es gibt nur jeweils einen von ihnen. Um dieser Instanz anzugehören muss der Anwärter ein Priester/Priesterin sein und bereits schon jahrelange Vorerfahrungen als "Bote der Leidenschaft" oder "Botin der Liebe" haben.

Darunter kommen die "Botin der Liebe" für Rahdscha und "Bote der Leidenschaft" für Rahdosh. Von ihnen gibt es mehrere, die die Verwaltung bestimmter Gebiete unter sich haben und darüber einen Überblick besitzen, welche ihrer untergebenen Tempel Unterstützung in finanzieller oder aber seelischer Hinsicht haben. Sie bestimmen innerhalb der Geweihten und Gläubige eigenständig für ihr Gebiet bestehende kirchliche Regeln und Glaubensgesetze. Um dieser Instanz anzugehören muss die "Botin der Liebe" mindestens eine Paladina sein und der "Bote der Leidenschaft" sollte mindestens über die Kriegserfahrung eines Beschützers (Blutritter oder Magier) verfügen. Zudem müssen beide schon einige Jahre als "Herrin der Freuden" oder "Tänzer der Leidenschaft" den Zwillingsgöttern gedient haben.

In dritter Instanz gibt es die "Herrin der Freuden" für Rahdsha und den "Tänzer der Leidenschaft" für Rahdosh. Sie haben vor allem einzelne Tempel unter sich und sind in der Lage dazu ihre Geweihten einzuteilen und das ewig währende Fest aufrecht zu halten. Aber auch missionarische Aufgaben gehören in ihr Gebiet. So wird man sich häufiger an Orten finden, wo Poetik, Musik und alltägliche Freuden (also meistens in Gaststätten und Städten; seidem die Horde mit den Elfen verbündet sind auch in den größeren Städten der Orks und Tauren) existieren. Unterstadt gehört nicht in ihr Einflussgebiet, da man dort vermutlich auf wenig Verständnis für ihren Glauben hoffen darf. Um dieser Instanz anzugehören ist nur eine jahrelange Erfahrung als Geweihter notwendig. Beruf oder aber Klasse ist unerheblich.

Die vierte Instanz ist sogleich die größte Instanz. Hier haben wir die "Diener der Liebe" für Rahdsha und die "Gastgeber der Freuden" für Rahdosh. Hierbei handelt es sich um einfache Geweihte der Zwillingsgötter die vor allem missionarischen Zwecken dienen. Sie unterhalten die Tempel mit ihren Wissen und ihren Fähigkeiten und Körpern und sind wohl diejenigen, die man sehr häufig antreffen konnte. Auch wenn sie selber nur durch bestimmte Aufgaben ihrer Tempelvorsteher an der Front seelischen Beistand leisteten. Um ein Geweihter der Götter zu werden muss man: 1. über ein sehr attraktives Äußeres verfügen, 2. volljährig (also mindestens 125 sein), 3. mindestens eine künstlerische Fähigkeit (Gedichte verfassen, Singen, Tanzen oder Malen/Zeichnen) können und 4. einer hochelfischen Rasse angehören. Beruf, Stand und Klasse ist egal. Alles was sie wissen müssen wird ihnen dann in einer fünfjährigen Ausbildung im Tempel beigebracht.

Die Glaubensvorschriften (Auszug)

Eine der wichtigsten Regeln dieser Kirche ist: "Zeige Nichtgläubigen das Wesen der Götter, aber zwinge sie zu nichts". Dies ist ein zentraler Punkt im Glauben der Zwillingsgötter. Man darf sich anbieten, aber nichts erzwingen.

"Führe sie in das Wesen der Götter ein, aber verlange dafür keine Gegenleistung": Dieser Glaubenssatz bedeutet eigentlich nur, dass man seinen Körper oder seinen Geist nicht für Gold verkaufen darf. Diejenigen die dies tun sind "Gesellschaftsdamen" oder "Stricherjungs" und entsprechen nicht dem Grundgedanken uneigennützige Liebe, welche die Religion verlangt.

"Sei erotisch, aber nicht gierig", Das klingt erst einmal seltsam, aber gehört ebenfalls in die Absicht der Kirche Kurzweil zu bieten. Generationen von Geweihten haben eine komplizierte Liste von Tätigkeiten am Körper des anderen festgelegt, die von der Kirche akzeptiert wird. Es gib dort endlose Feinheiten, die ein Geweihter beachten mussum im Rahmen der Götter zu dienen. Zudem ist es abhängig davon ob der Geweihte selber in einer Beziehung steht oder nicht. Denn dies ist ausdrücklich gewünscht wenn auch nicht verpflichtend für einen Geweihten nach dem Gottesdienst einen eigenen Partner zu haben, der die Religion respektiert und akzeptiert.


Die Kirche nach dem Krieg

Keine Kirche hat so unter den Vorstoß der Geißel gelitten wie diese. Um zu verhindern, dass die Kämpfer der Hochelfen neue Kräfte schöpfen können hat Prinz Arthas im Vorfeld bereits eine Jagd auf Geweihte der Kirche veranstaltet und sie regelrecht abgemetzelt, die Tempel wurden geschändet und zerstört. Als am Ende der Haupttempel im heute zerstörten Teil Silbermonds fiel und die beiden obersten Geweihten starben, brach die Moral vollends zusammen, was dann fast zur Ausrottung des Glaubens führte.

Heute gibt es nur noch eine Familie, welche noch an den Glauben der Zwillingsgötter festhält, welche sich langsam wieder bemüht an Kraft zu gewinnen. Das kleine Haus Morgenschimmer hat wenige Geweihte verstecken können und gilt derzeit als einziger Anlaufpunkt der vielleicht noch irgendwo existierenden Geweihten der Zwillingsgötter.

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